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Barocke Innanaustattung mit Orgel (2x) & Turmgestaltung

Aus dem 17. Jahrhundert stammen der Opferstock (1629) und das Samstag-Epitaph (1640; nach einer Dresdner Vorlage von 1565 mit Bezügen
zum Augsburger Bekenntnis von 1530). Der Johanniskirchhof wird 1659 aufgelöst. Nun wird auch wohl das Kirchenschiff erhöht. Es wird die Nordempore
mit 2 Etagen eingebaut. Auf der existierenden Westempore (1.Stock) wird eine erste Orgel ('Rappold-Orgel') aufgebaut. Als erstes wesentliches Barockinventar
wird die Kanzel errichtet. Der Kirchturm erhält seinen dunklen und kupfergedeckten 2stöckigen Oberbau mit barockbemaltem sogenannten 'Sommerzimmer').
Das Kirchenschiff erhält eine hölzerne Tonnendecke. Die Westempore erhält im Anschluss an die Nordempore eine zweite Etage.
Es folgt als Besonderheit der Kirche bis heute der sogenannte (Hauptbild-)Wechselaltar. Für diesen Altar werden gleichzeitig bei verschiedenen Künstlern 7 Bilder mit Darstellungen aus dem Leben Jesu gemalt. Die Sakristei wird vom Norden aus dem Turm neben die Kanzel nach Süden verlegt.
Abschließend in dieser Epoche werden beide Etagen der Südempore angelegt. Die Orgel wird mit einer neuen Dispostion erweitert um das Rückpositiv (mit David an der Harfe darauf) auf die 2. Etage der Westempore verlegt (sogenannte 'Brandenstein-Orgel').
Zeitgleich erhält 1699 das Tonnengewölbe sein großes zentrales Wappen von Nürnberg und 6 Land- und Amtspflegern.

Krebs: Präludium&Fuge B