Kirchen & Häuser  >  Johanniskirche  >  Neugotik (19/20.Jhdt)

Kirche auf dem Weg ins 20.Jahrhundert

1873 zog mit Sigmund Schuckert die Elektrizität im großen Stil im Nürnberger Land ein. Zeugnisse dieser Epoche sind der große zentrale Leuchter
und die Elektromotoren des Geläutes. Diese Moderne ging einher mit der Zuwendung der evangelischen Kirche zum Volk. Aristokratische und großbürgerliche Grabstätten und Barockelemente wurden, bis auf wenige Relikte, zurückgebaut, um mehr Platz für Verkündigung und Gemeinde zu gewinnen. In dieser Zeit wurden Bänke im Erdgeschoss eingeführt.
Ein neues Westportal mit Vorraum sowie Treppentürme an mehreren Seiten der Kirche für einen bequemeren und leiseren Zugang zu den Emporen wurden angebaut. Die Emporen erhielten nun Bänke. Die Kirche erhielt einen neuen Fußboden und ein Chorgestühl an Stelle der aufgelassenen Grabplatten. Die Chorfenster wurden im neugotischen Stil mit Bildern der 4 Evangelisten gefüllt. Dabei wurden auch existierende Elemente der jüngeren Salvatorkirche verwendet. Schließlich wurde 1907 das Kreuz von 1490 an seiner zentralen Stelle aufgehängt.

JohannisGlocken(elektrisch) & RegerAdvent(um 1910)