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Die Laufer Stadtstreicher

sind ein Streichorchester mit derzeit ca. 25 Mitgliedern, viele davon Jugendliche.
Sie spielen Musik aller Stilrichtungen, das Repertoire reicht von der Bachkantate, oder einer klassischen Sinfonie bis hin zu Gospel- und Filmmusik.
 
 

Musik und noch viel mehr

 
Warum die Laufer Stadtstreicher seit 20 Jahren mit viel Engagement und Freude zusammenspielen, hat sicher mehrere Gründe. Zunächst natürlich die Musik. Aber auch die Struktur der Gemeinschaft zeigt, wie hier jeder vom anderen profitiert: Das Miteinander junger und älterer Musiker, derer, die noch am Anfang der musikalischen Karriere stehen und den anderen, die schon ausgebildete Instrumentallehrer sind. Die Musik verbindet und schafft zudem noch mehr: Das wertschätzende Aufeinanderzugehen und eine herzliche Gemeinschaft, die trägt.
 
Projekte 2016:
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Das alljährliche Muttertagskonzert im Dehnberger Hof Theater wirft seine Schatten voraus Nach der Aufführung der ersten drei Kantaten aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach am dritten Advent 2015 starten die Laufer Stadtstreicher nun mit einem neuen Projekt in die neue Saison. Das Programm für das diesjährige Muttertagskonzert am 8. Mai 2016 um 17.00 Uhr im Dehnberger Hof Theater steht nun fest und wird seit Anfang Januar fleißig geprobt.
 
2016 stehen neben Wolfgang Amadeus Mozarts (1756-1791) PariserSinfonie und einer in den 1920er Jahren entstandenen, barocke Tanzsätze aufgreifenden Capriol Suite von Peter Warlock (1894-1930) das berühmte Violinkonzert in e-Moll von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847) auf dem Programm. Den Solopart wird die aus Rückersdorf stammende, durch frühere Soloauftritte bekannte Sophia Maiwald übernehmen, die inzwischen Violine in Lübeck studiert.

Für Verstärkung in den Geigen sind wir nach wie vor sehr dankbar. Bei Interesse steht als Ansprechpartnerin Dirigentin Heidi Braun zur Verfügung (Kontaktmöglichkeiten siehe unten).

Etwas ausführlicher zum Programm für Muttertag:

Mendelssohns 1845 uraufgeführtes Violinkonzert ist wohl weltweit eines der bekanntesten und beliebtesten Solokonzerte für die Geige. Immer wieder beeindruckt das Werk mit seinem Facettenreichtum: Im Piano über den Pizzicati der tiefen Streicher scheinbar schwebend präsentiert zunächst die Solovioline das schwungvolle und sehr leidenschaftliche Thema, das im ganzen ersten Satz Ausgangspunkt für den Dialog zwischen orchestralem Tutti und Solo darstellt. Direkt in den zweiten Satz übergehend zeigt das Werk auch hier seine große Bandbreite. Das sehnsuchtsvolle Thema des zweiten Satzes lädt mal zum Träumen ein, gerät aber bald auch in dunklere Fahrwasser, um sich am Ende wieder vollends der Ruhe dieses Andante hinzugeben. Zwei Fanfarenstöße geben nach einer kurzen ruhigen Einleitung im dritten Satz den Startschuss zu einem spritzigen sowie höchst virtuosen Thema in der Solovioline, das mit seiner Lebendigkeit und Leichtigkeit noch weit über den letzten Ton des Konzerts hinweg ansteckt.


Zur
Solistin
(Vergrößerung durch Anklicken)

Sophia Maiwald wurde 1995 geboren, wuchs in Rückersdorf auf und bekam mit sechs Jahren ihren ersten Geigenunterricht bei Heidi Braun, später bei Irina Goldstein. Seit vielen Jahren ist sie ein fester Bestandteil der Laufer Stadtstreicher und schon durch einige solistische Auftritte im Landkreis und darüber hinaus bekannt. Weitere Anregungen erhielt Sophia durch ihre mehrmalige Teilnahme an Sommerakademien wie Allegro Vivo oder die Austrian Master Classes und in Kursen bei Friedemann Eichhorn, David Frühwirth, Aiko Mizushima und Bijan Kadem-Missagh. Kammermusikalische Erfahrungen sammelte sie bei Kammermusikkursen des Bayerischen Landesjugendorchesters (BLJO), dessen Mitglied sie war. Sophia ist Preisträgerin bei „Jugend musiziert“ auf Regional-, Landes- und Bundesebene und war neben dem BLJO noch Mitglied im vbw-Festivalorchester beim Festival der Nationen und zuletzt im Bundesjugendorchester (BJO). Nach dem Abitur an der Rudolf-Steiner-Schule in Nürnberg begann sie im Wintersemester 2015/16 an der Musikhochschule Lübeck in der Klasse von Prof. Heime Müller mit dem Studium im Fach Violine. Über das bevorstehende Konzert und den Kontakt zu den Laufer Stadtstreichern sagt sie: „Mir ist es eine große Freude, nun zum dritten Mal mit den Stadtstreichern solistisch auftreten zu dürfen. Es ist das Orchester, dem ich am längsten angehöre und in dem ich mit zehn Jahren meine ersten Orchestererfahrungen machen durfte. Auch heute gibt es glücklicherweise immer wieder Gelegenheiten trotz räumlicher Distanz, um beim gemeinsamen Musizieren die freundschaftlichen Kontakte zu pflegen. Das Konzert von Mendelssohn ist für mich etwas Besonderes. Ein Musiker schenkte mir eine Aufnahme des berühmten Konzertes in e-moll. Von da an war es mein großer Wunsch, dieses Konzert einmal selbst zu spielen. Für mich trägt es in besonderer Weise die Leichtigkeit, Sehnsucht und Strahlkraft der Mendelssohn’schen Werke in sich.“  

Barocke Moderne – oder moderner Barock?
Die „Capriol Suite“ entstammt der Feder des englischen Komponisten Peter Warlock, entstanden im Oktober 1926. Wie schon das barocke Vorbild einer 1588 entstandenen  Orchésographie des französischen Priesters und Renaissancechoreografen  Thoinot Arbeau/Jehan Tabourot, enthält auch diese Suite sechs ganz unterschiedliche Tanzsätze. Die starke Anlehnung an die barocke Suite kann man bei der modernen Komposition kaum überhören, jedoch schafft Warlock ein eigenständiges Werk seiner Zeit: Ein kurzweiliges und immer wieder Überraschungen bereithaltendes Stück für Streichorchester.


Paris – ma belle!
Die nach ihrem Entstehungsort benannte „Pariser Sinfonie“ (KV 297) in D-Dur komponierte Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1778. Wie im Frankreich des 18. Jahrhunderts üblich bleibt der dritte Satz, der üblicherweise als Menuett gestaltet ist, aus. So schließen zwei schnelle Sätze (Allegro assai und Allegro) einen langsamen in der Mitte (Andante) ein. Fanfarenartige und imposant instrumentierte Stellen und virtuose Läufe kommen ebenso zum Zug wie die von Mozart bekannten und so beliebten mal leichten mal sehnsuchtsvollen Melodien. So kommen bei dieser Sinfonie nicht nur Klassikliebhaber voll auf ihre Kosten.




Zum Vormerken:
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Sonntag 2. Advent ,4. Dezember 2016, 17 Uhr, Johanniskirche Lauf
Georg Friedrich Händel, Der Messias

mit dem
Projektchor der Johanniskantorei Lauf
Leitung: Markus Kumpf

Auszug aus bisherigen Konzertprogrammen
·        Joh.Seb. Bach Weihnachtsoratorium in Teilen K1-3 und 4-6
         (in Zusammenarbeit mit der erweiterten Johanniskantorei
          unter Leitung des jeweiligen Kantors)      
·        W. A. Mozart, Jupitersinfonie, diverse Sinfonien, Requiem
         (wie oben)
·        L. v. Beethoven: 1. Sinfonie
·        div. Solokonzerte: A. Vivaldi, „Frühling“ und „Winter“
         aus den „Vier Jahreszeiten“
·        Filmmusik: Medleys aus
        „Fluch der Karibik - am Ende der Welt“,
        „Charlie und die Schokoladenfabrik“,
        „Harry Potter und der Orden des Phönix“
 
PROBEN
Das Orchester probt jeden Donnerstag von 18.00 Uhr bis 19.30 Uhr im Evang. Gemeindehaus, Luitpoldstr. 5, außer in den Schulferien.
 
KONTAKT
Wer gerne Näheres erfahren möchte, kann sich gern telefonisch mit der Musikpädagogin und Dirigentin  Heidi Braun in Verbindung setzen (Tel. 09123/75251).