Lebenshilfe Nürnberger Land: Großer Spendenlauf für unser Tafelprojekt in der Ukraine

Jasmin Gschwendtner, Tobias Penkwitz, Makien Meyer und Maximilian Ullrich übergaben die gesammelten Spendengelder an Pfarrer Jan-Peter Hanstein, der sich zusammen mit Schulleiter Stefan Pesth und Organisator Andreas Kunze über das unerwartet starke Ergebnis freute.

Spendenlauf sammelte 1.800 Euro

Zu Pfingsten liefen, gingen und rollten über hundert Schüler der Dr. Bernhard Leniger Schule in Schönberg insgesamt 781 Runden und sammelten damit 1.800 Euro an Spendengeldern für die Ukraine. Die Lebenshilfe Nürnberger Land beteiligte sich damit an einer großen Spendenaktion des Laufer Pfarramts.

Jeden Tag gibt es neue Schreckensmeldungen aus der Ukraine: Städte werden zerstört, Menschen leben in Angst, Millionen sind auf der Flucht. Aus diesem Grund entstand auch bei den Kindern und Jugendlichen in Schönberg der Wunsch selbst etwas zu unternehmen, Gutes zu tun und durch einen Spendenlauf einen Beitrag zu leisten. Schüler aller Jahrgangsstufen versammelten sich kurz vor den Ferien am Sportplatz, nahmen gemeinsam am Lauf teil und unterstützten damit direkt ein soziales Projekt der evangelischen Kirchengemeinde Lauf. Seit Kriegsbeginn sammelt deren Pfarrer Jan-Peter Hanstein mit unermüdlichem Einsatz Gelder für die “Tafel Winnyzja”. Die deutsch-lutherische Kirchengemeinde um Pfarrerin Larissa Kostenka verpflegt dort mit den Spendengeldern am Tag bis zu 100 Flüchtende und zurückgebliebene Ältere.

Für die Pädagogen des Förderzentrums der Dr. Bernhard Leniger Schule bedeutet der Krieg in der Ukraine vor allem eines: Den Schülerinnen und Schülern täglich erneut begreiflich zu machen, was unbegreiflich ist. Ein Gräuel, das selbst für Menschen ohne Förderbedarf unvorstellbar erscheint. Dass die große Not mangels Lebensmitteln sich immer weiter ins Landesinnere erstreckt. Dass allein durch die Region Winnyzja im Zentrum der Ukraine täglich tausende Flüchtende strömen. Und dass sich das alles nur zwei Landesgrenzen von Deutschland entfernt abspielen soll: nur in etwa der zehnfachen Entfernung der zusammen gelaufenen Strecke von 125 Kilometern.

Solidarität kennt keine Grenzen

Organisator Andreas Kunze musste einige Schüler bremsen, mit so viel Eifer waren sie beim Lauf trotz großer Hitze dabei. Mit 17 Runden trug vor allem Tobias Penkwitz aus der 9. Jahrgangsstufe zum beeindruckenden Gesamtergebnis bei. Das freute auch Pfarramtsleiter Jan-Peter Hanstein, der sich bei der Übergabe des Schecks herzlich bei den Läuferinnen und Läufern sowie den spendablen Eltern bedankte. Seine Unterstützung für die Gemeinde in Winnyzja begann bereits 2014 zur Krim-Annexion. Seit Ausbruch des Kriegs im Februar 2022 wurden bisher über 40.000 Euro zusammengebracht. Jeden Monat seien knapp 5.400 Euro nötig, um die Menschen dort mit 3000 Essensrationen weiter zu unterstützen. “Ansporn genug zu helfen”, für Schulleiter Stefan Pesth, der den Gesamtbetrag zusammen mit anderen Lehrern noch einmal ordentlich aufstockte und weitere Spendenaktionen plant.

Originalbeitrag mit vielen Bildern

#tafelwinnyzja