Von Roßtal über Stein zu David Geitners Wohnort in seiner Kindheit bei Eibach
Vo Roschdl in den Rednitzgrund – Diese wunderschöne Tour haben wir uns dieses mal für unseren Podcast ausgesucht.
Um was geht es dieses mal? Unser Gast Martin ist in der Unternehmensberatung tätig und beschäftigt sich jeden Tag mit Change Management. Welche Parallelen können wir mit unserem Leben ziehen und damit Wandel aktiv gestalten?
Ein Rudel Rehe bei Stein direkt vor der Toren von Nürnberg
Mit der S-Bahn ging es von Lauf aus nach Roßtal.
Tourbeschreibung nach dem VGN: Vor den westlichen Toren Nürnbergs führt diese Wanderung anfangs durch den historischen Ortskern Roßtals, dann auf verträumten Pfaden und Wegen ohne größere Steigungen ins Tal des Grundbaches, dann hinauf nach Gutzberg. Danach eröffnen sich herrliche Weitblicke, die bei guter Sicht vom Walberla bis zum Dillberg reichen. Nach dem wildromatischen Klingengraben geht es ab Gerasmühle entlang der Rednitz hinein nach Reichelsdorf.
Erfolgreicher Start der neuen Reihe „passion:piano::st. jakob“
Kilian Langrieger beim Einspielen am Bechstein-Flügel in St. Jakob. Foto: Hanstein
Etwa 45 bis 50 Zuhörer erlebten am vergangenen Samstag den 11.2. einen fulminanten Konzertabend der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Lauf a. d. Pegnitz. Der 24 Jahre junge Pianist Kilian Langrieger aus Schierling im Landkreis Regensburg, Absolvent des Konservatoriums F. A. Bonporti Trient/Italien, begeisterte sein Publikum in St. Jakob mit vier Präludien und Fugen von J. S. Bach, zwei Sonaten von W. A. Mozart und F. Chopin am Flügel und einer Zugabe.
Pfarrer Jan-Peter Hanstein begrüßte unter den Gästen auch die Eltern des Pianisten, die ihm seit seiner ersten Pfarrstelle in Neustadt/Donau seit 20 Jahren freundschaftlich und musikalisch verbunden sind.
Kilian Langrieger gab zunächst vier Präludien und Fugen aus dem Wohltemperierten Klavier Band 1 von Bach. Darunter waren die beiden ersten in C-Dur und c-Moll, deren Präludien vielen aktiven Klavierspielern bekannt sein dürften, deren Fugen jedoch gehobene Anforderungen stellen. Dagegen sind Nr. 12 in f-moll und Nr. 20 in a-moll nur von geübten Pianisten zu bewältigen. Bach ist für Langrieger elementar für alle nachfolgende Musik. Er spürte mit Emotion und Intensität den überwältigenden Wendungen und Lösungen nach, die für Bach charakteristisch sind. Hierbei blitzte schon die tiefe Gestaltungskraft und Darstellungsgabe Langriegers auf, die zu luzider Entflechtung der kompositorischen Dichte der beiden vierstimmen Fugen in C-Dur und a-moll führten. Die monumentale Größe der letzten in a-moll, die er in berückender Geschwindigkeit anging, brachte ihm den ersten begeisterten Applaus. Hier zeigte er erstmals die Klangfülle, die das für die Orgel komponierte Stück erfordert und die Möglichkeiten des etwas verstimmten Bechstein-Flügels bis an dessen Grenzen erprobte.
Es folgte die Sonate Nr. 12 in F-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. Bei Mozart ist gleichsam jeder Ton weltberühmt. Alles ist bei seinen Kompositionen perfekt: keine Note zu viel, keine zu wenig und alles am richtigen Platz. Es klingt so leicht und ist gleichzeitig so schwer. Rein und klar glitzerten Langriegers Läufe, niemals den für Mozart angemessenen zurückhaltenden Kammerton überschreitend. Die drei Sätze mit dem Allegro zu Beginn, dem folgenden Adagio und dem Allegro assai perlten makellos von den Tasten ins Oval von St. Jakob. So mitreißend jugendlich zeigte Kilian Langrieger seinen höchst entwickelten Anschlag, dass manchem Zuhörer der Atem stockte. Danach ging man geistig beschwingt in die Pause und konnte sich an der Bar erfrischen.
Aufmerksame Spannung lag vor der dritten Sonate in h-moll von Frédéric Chopin, dem unbestreitbare Hauptwerk des Abends, das schon drei Jahre nach seinem öffentlichen Erscheinen in Druckform vom Pariser Konservatorium zum Pflichtstück der Abschlussprüfungen aller Pianisten angesetzt wurde. Langrieger nahm die zunehmend staunenden Zuhörer auf eine spirituelle Reise mit. Episoden emotionaler Ausbrüche wechseln sich ab mit fröhlichen tänzerischen Erinnerungen und abgründigen Reflexionen. Sogar eine Fuge als Hommage an Bach ist eingebaut. In jeder Passage spürte man die Dichte und jahrelange Auseinandersetzung mit diesem Werk, das Kilian Langrieger mit seinem ganz eigenem Ausdruck und Stil meisterhaft interpretierte. funkelnde Läufe und wahnwitzige Kaskaden wechseln sich ab mit unerhörten Inversionen, in dem sich Hörer in einer dunklen Unterwasserhöhle wähnen. Der 38-jährige Chopin hat diese letzte von nur drei Sonaten nach dem Tod seines Vaters komponiert und sie stellt emotional und technisch höchste Anforderungen an die Pianisten. Unendlich große Schwierigkeiten sind zu überwinden. Ob Chopins Klangreichtum oder seine Melodien von hinreißender Schönheit, schließlich seine kraftvollen Akkordkaskaden: alles, wirklich alles ist dem jungen Pianisten hier in überzeugender Weise gelungen. Im Scherzo vivace, das noch immer gestandene Pianisten vor manches technische Rätsel stellt, ließ Langrieger dieses aufs knappster Strecke sich entfaltende Tongedicht brillant aufblitzen. Das Largo erschütterte manchen Zuhörer in Innersten, es gelang so elfenhaft zart und paradiesisch schön, wie man sich es nicht schöner hätte vorstellen können. Das Finale „Presto man non tanto“ hob im notierten Marcatissimo an, verharrte kurz auf der Fermate, ehe das Agitato in einem wahren Höllenritt ausartete.
Am Ende stand ein langer Applaus der faszinierten Zuhörer, die sich einig waren, dass sie dem Anfang der großen Zukunft eines jungen Meisters beiwohnen durften, der hoffentlich bald wieder in Lauf Piano spielt und sie in nie gehörte Welten führen wird. Mit einer innig-mystischen Zugabe von Arvo Pärt schloss der künstlerische Teil des Abends.
Der Beginn der neuen Reihe „passion:piano::st. jakob“ in Lauf ist fulminant gelungen und macht Lust auf mehr!
Text: Jan-Peter Hanstein mit Zitaten aus Gesprächen und Texten von und mit Hannes und Kilian Langrieger
Die neue Reihe passion:piano :: st. jakob bietet Ihnen Musik im ansprechenden Ambiente von St. Jakob, einem modernen Ort der Gemeinschaft und des Gebets. In St. Jakob präsentieren professionelle KünstlerInnen wunderbare Stücke aus ihrem Repertoire am Bechstein-Flügel. Begleitet z.B. von einem Akkordeon, einem Cello, einer Geige, der Stimme einer Sopranistin, einer Tänzerin oder ganz allein, kann das Piano mit Passion gehört werden und Kunst uns beflügeln.
Bei einem schweren Erdbeben im Grenzgebiet zwischen Syrien und der Türkei sind mindestens 20.000 Menschen ums Leben gekommen, zahlreiche weitere sind verletzt. Unsere Partner sind vor Ort und leisten Nothilfe. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende!
LAUF – In Gedenken an die Opfer des Erdbebens in der Türkei und Syrien lädt die Stadt Lauf am Samstag, 18. Februar, um 14 Uhr zu einer Veranstaltung auf den Oberen Marktplatz in Lauf ein. Wer will, kann auch Geld spenden.
Mehr als 35.000 Menschen sind durch die Erdbeben in der Nacht auf den 6. Februar 2023 in der Türkei und in Syrien ums Leben gekommen, viele weitere Menschen haben ihre Häuser und Wohnungen verloren und werden nun von Hilfsorganisationen mit dem Nötigsten versorgt.
Überall auf der Welt ist die Betroffenheit groß, auch in Lauf. Viele türkischstämmige Lauferinnen und Laufer haben ihre Wurzeln in der betroffenen Region und trauern nun um Angehörige, Freunde und Bekannte, so die Stadt Lauf in einer Mitteilung.
Anlässlich der schrecklichen Tragödie findet am kommenden Samstag, 18. Februar 2023, um 14 Uhr eine Gedenkveranstaltung auf dem Oberen Marktplatz statt. Dazu lädt Bürgermeister Thomas Lang alle Lauferinnen und Laufer ein.
Auch der stellvertretende Landrat Helmut Brückner, Röthenbachs Bürgermeister Klaus Hacker, Vertreter von Ditib Lauf sowie der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden und Vertreter von Hilfsorganisationen werden vor Ort sein.
Vor Ort wird es die Möglichkeit geben, Geld für die Betroffenen der Katastrophe zu spenden. Dieses Geld wird anschließend zweckgebunden dem Bayerischen Roten Kreuz zur Verfügung gestellt. Natürlich sind aber unabhängig davon auch Spenden an andere Organisationen, etwa an das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe, bestehend aus Deutschem Rotem Kreuz, Caritas, Unicef und Diakonie (IBAN: DE65 100 400 600 100 400 600, BIC: COBADEFFXXX, Stichwort: Erdbeben Türkei Syrien) oder an Ärzte ohne Grenzen (IBAN: DE72 3702 0500 0009 7097 00, BIC: BFSWDE33XXX, Bank für Sozialwirtschaft) möglich.
wir feiern Weihnachten in den dunkelsten Nächten des Jahres. Auch bei Josef und Maria im Stall stelle ich es mir ziemlich dunkel vor. Der Wirt hat ihnen bestimmt verboten mit Kerzen und Licht zu hantieren, weil es zu gefährlich war in einer Scheune mit Futter und Stroh. Vielleicht war da irgendwo ein Öllämpchen, in deren Licht die jugendliche Maria ihren Sohn bekam.
Aber dann geht draußen auf dem Feld das Licht an. Die ganz große Lampe. Perilampsein Rundum-Licht – so heißt es in der Weihnachtsgeschichte. Der Engel des Herrn mit Gottes ganzer Herrlichkeit, seinem Glanz und Schein. Wenn Gott kommt, kommt Licht und Wärme. Energie. Von Anfang an der Schöpfung und auch in dieser dunkelsten Nacht draußen bei den Hirten.
Da sagt dieser lichtumstrahlte Engel: „Fürchtet euch nicht, denn ich bringe euch eine gute Nachricht, das Evangelium! Euch ist heute der Heiland geboren zu großen Freunde aller Menschen!“
Euch ist der Heiland geboren. Uns. Mir auch! Der Retter, der SOTER. Wörtlich der Erlöser. Nicht nur für die Hirten, nicht nur für Bethlehem nicht nur für Israel. Für alle Menschen. Er sagt ihnen den Ort, die Stadt Davids, „Ihr werdet ihn finden in Windeln gewickelt“. Sie und wir werden uns gedulden müssen, bis er aufgewachsen ist.
Und dann singen die himmlischen Heerscharen dieses Lied und auch wir singen es mit, das Wunderbarste, was Gott uns ansagen kann, zuruft in all seiner Macht und Liebe!
„Ehre sei Gott in den höchsten Höhen und Friede in den tiefsten Tiefen, auf Erden mit den Menschen, die er liebt, an denen er Wohlgefallen hat!“ Lk 21,4
Darüber will ich heute predigen.
Gott ehren und Frieden halten gehört zusammen. Die Gerechtigkeit Gottes und wir, die wir ihm gefallen, wenn wir Frieden halten und Frieden stiften.
Große Worte – das muss ich euch übersetzen.
Als Weihnachten noch kribbelte und aufregend war und einfach schön! Als ich Kind war waren meine Großeltern noch jung. Jünger als ich jetzt. Wir Enkel durften dann in den Ferien bei den Großeltern übernachten. Damals ahnte ich nicht, dass das eine Aktion zur Entlastung meiner Eltern war. Wir fühlten uns gar nicht abgeschoben, sondern privilegiert. Morgens schliefen die Großeltern immer viel länger als wir drei Hummeln. Dann krochen wir drei in das kleine Doppelbett der Großeltern. Schmissen die Oma raus, die Frühstück machte. Wir aber sahen uns den Hals meines Opas genau an. Vorne neben den Kehlkopf war die Kugel eingedrungen und hinten neben den Halswirbeln wieder ausgetreten. Eine Durchschussnarbe. Er musste sein Oberteil ausziehen und wir zeichneten mit dem Finger die Schrapnell-Narben am Rücken nach und gruselten uns an dem Wissen, dass ein Metallrest noch ganz nah an seinem Herzen sich inoperabel abgekapselt hatte. Sein Leben lang hat er als Lehrer seinen Unterricht bis zur Rente mit 65 Jahren mit einer Flüsterstimme gehalten, weil der Kehlkopf so beschädigt war. Wenn ich an Krieg denke, erinnere ich mich an diesen verwundeten Opa Günter.
Er war mit diesem Durchschuss und weiteren Splitterverletzungen aus dem Kessel Stalingrad herausgeflogen worden und seine Kameraden hatten gesagt: den sehen wir nie wieder. Tatsächlich hatte er überlebt und kein einziger von den anderen.
Später in einem Dorf in Nordhessen wurde er Dorfschullehrer, obwohl er eigentlich Lehrer für Biologie und Sport war. Dort schrieb er 7 Jahre lang jedes Jahr ein neues Krippenspiel für die kleine Kirchengemeinde, die sich im einklassigen Schulhaus zum Gottesdienst traf. Er übte mit allen seinen Schulkinder und seinen eigenen vier Kindern auf den Leib geschriebenen Rollen ein. In immer neuen legendären Variationen dichtete er seine Sehnsucht nach Frieden und Versöhnung mit den älter und verständiger werdenden Kindern. „Nie wieder Krieg.“
Ein Weihnachts-Licht in diesem kleinen Dorf Bellenhausen, in dem bis heute von diesen Krippenspielen des Lehrers Günther Wesche geredet wird. Und das mich irgendwie an Bethlehem erinnert.
MUSIKSTÜCK
Die tapfere lutherische Pfarrerin in der Ukraine, Larissa Kostenko, deren Mann als Offizier im Krieg gegen Russland keinen Fronturlaub zu Weihnachten erhalten hat, sie predigt in dieser Stunde über die Sehnsucht nach Frieden. Wie wäre es, wenn es einen Waffenstillstand gäbe, wie damals 1914 der berühmte Christmas-Truce in den Schützengräben des 1. Weltkriegs als teilweise tagelang der Krieg unterbrochen worden war und die verfeindeten Soldaten miteinander Weihnachten feierten, bis die Soldaten wohl unter Drohungen die Kämpfe wieder aufnahmen. Und das christliche Europa in einem Blutbad unterging, dessen Auswirkungen wir bis heute spüren.
Da hinein – gerade da hinein spricht der Engel „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen seines Wohlgefallens!“
Weihnachten Gott ehren und Frieden machen! Wie schön wäre das. Auch die Menschen in der gequälten Ukraine singen das und sie kämpfen für den Frieden. Für eine friedliche menschliche Welt, wie sie Gott wohlgefällt.
Liebe Gemeinde, wenn wir etwas gelernt haben in den gegenwärtigen Krisen, sei es Corona, sei es Krieg und Inflation: Lasst uns Feste feiern wie sie fallen. Lasst uns nichts verschieben oder verpassen. Jetzt ist die Zeit. Jetzt geht das Licht an. Das große Weihnachtslicht mit dem Engel nicht verpassen, der sagt: „Fürchtet euch nicht, denn ich bringe euch eine gute Nachricht, das Evangelium! Euch ist heute der Heiland geboren zu großen Freunde aller Menschen!“
Heute sind manche ganz allein. Andere fühlen sich einsam und unverstanden mitten im Trubel ihrer Familien. Ich kenne das nur zu gut. Aber ihr seid hier zusammengekommen. In der Kirche. Hier wiederholen wir diese Wahnsinnsbotschaft mit den großen Worten vom Allergrößten und allerniedrigsten.
„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen seines Wohlgefallens!“
Jetzt ist die Zeit. Wir singen dieses Lied mit, mit den Violinen und Cellos wie unsere Stadtstreicher, mit Trompeten und Posaunen, wie die Orgel mit Zimbeln und Glocken. Das ist es, was wir angesagt bekommen. Wir singen die wunderbare Nachricht, was dieser Heiland gebracht und hat und immer bringen wird. Heilung und Frieden. Da geht das große Licht an mitten in der dunkelsten Nacht.
Da öffnet sich der Himmel für einen Moment. Die geschundenen Menschen, wie die Hirten, wissen nicht, warum ihnen das geschieht, und was das alles bedeuten soll. Für einen Moment ist da wunderbares warmes Licht auf diesem kalten Feld mit den kleinen Lagerfeuern. Auch in der Ukraine in der zerstörten Städten und den altertümlichen Schützengräben im Winter.
Stellt euch mal vor, wie finster wäre unsere Welt, ohne diese Sehnsucht nach Frieden. Ohne Weihnachten. Ohne die Kinder, die diese wunderbare Geschichte lernen und singen. Ohne Hoffnung auf einen Frieden wie Gott ihn uns ansagt, den uns das kleine Gotteskind schenkt. Was gibt es Friedlicheres und gleichzeitig Hilfsbedürftigeres als das Bild eines Säuglings, den seine Mutter liebevoll stillt? Dahinein hat sich Gott bewusst in seiner Liebe zu den Menschen begeben. Gottes tausende Heerscharen sind friedlich singende Engel, nicht die Millionen von schwerbewaffneten Soldaten. Die Engel und die Hirten und die Feiernden sind die größte Demonstration für den Frieden, die es jedes Jahr wieder gibt.
Gott steht in diesem Jesuskind für Leben und Frieden.
Geht hin wie die Hirten und erzählt das weiter. Werdet eurerseits Engel – Angelos, Boten Gottes in euren Familien, in eurer Arbeit, als Bürger eines Staates und Menschen dieser Welt. Feiert dieses Fest mit den Menschen, die bei euch sind. So unvollkommen und unpassend es gerade erscheinen mag. Himmelhochjauchzend und erdentief weinend.
„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen seines Wohlgefallens!“
Die Podcast-Crew posiert vor einem atemberaubenden Winter-Wonderland
Ein ganz neues Format: Wir interviewen im Vorfeld zur Wanderung neue Gäste, die Experten in bestimmten Themenfeldern sind. Den Anfang macht Sheryl Geitner zum Thema Erziehung: “Strafe & Belohnung”. Das passt doch wie die Faust aufs Auge zum großen Buch vom Nikolaus, oder?
Diesmal auch mit auf der Wanderung und im Podcast zu hören: Nina Naßler, David’s Frau 🙂
Gipfelstürmer des Leitenbergs (616m) nördlich von Pommelsbrunn
7 Gipfel im Nürnberger Land? Auf der Website https://urlaub.nuernberger-land.de/outdoor/wandern/sevensummits kann man sich seinen Wunschgipfel aussuchen und loslaufen. Zur Aufnahme dieses Podcasts sind wir durch weitläufige Buchenwälder, zu markanten Felsblöcken und zu einer Burgruine bis auf den Leitenberg gewandert.
Die Podcast-Crew posiert vor der Klosteranlage Michaelsberg in Bamberg
Unseren neuen Gast Lucas beschäftigt das Thema Nächstenliebe und Menschlichkeit gerade in seiner Arbeit und Hochschulgemeinde sehr: Sie haben viele ukrainische Gaststudierende, die über 15 Ecken geschoben werden und keiner will weiterhelfen. “Fast acht Milliarden Menschen, doch die Menschlichkeit fehlt.” – so Sido und Andreas Bourani in ihrem Song Astronaut. Fehlt uns die Menschlichkeit und damit auch die Nächstenliebe? Eine spannende Podcast-Tour durchs wunderschöne Bamberg auch mit Steffi und ihrem Hund Xena!
Mit dabei und immer am Ziehen an der Leine: “Xena”, die liebenswürdige Hündin von Steffi
Zur Aufnahme des Podcasts sind wir vom Bamberger Zentrum über die Klosteranlage Michaelsberg bis zur Altenburg und zurück gelaufen. Keine große Tour aber dafür gerade im Herbst wunderschön!
Alle Menschen auf diesem Planeten brauchen FRIEDEN! Wir in der Ukraine brauchen den Frieden und wünschen ihn uns so sehr zurück!
Aber wie können wir Frieden zurückerhalten und wann? Ich weiß es nicht.
Deshalb beten Sie mit mir in den nächsten 10 Tagen, während dieser Friedensdekade und darüber hinaus:
“Herr Gott, Herr über Leben und Tod. Auf Dich vertrauen wir, Dir danken wir.
Schenke uns deinen FRIEDEN, schenke uns deinen Heiligen Geist, der unsere Herzen mit deiner Liebe wärmt. Unterweise jeden in aller Wahrheit und Güte. Wärme die traurigen, weinenden Herzen der Menschen. Mögen sie dich in Freude preisen und die Sorgen auf dieser Erde vergessen.
Amen.”
Всем людям на этой планете нужен МИР! Мы в Украине нуждаемся в мире и очень хотим его вернуть!
Но как и когда мы можем вернуть мир? Я не знаю.
Поэтому молитесь вместе со мной в течение следующих 10 дней, во время Десятилетия мира и после него:
“Господь Бог, Господь над жизнью и смертью. На Тебя мы уповаем, Тебя мы благодарим.
Дай нам Твой МИР, дай нам Твоего Святого Духа, согревающего наши сердца Твоей любовью. Наставляйте всех во всякой истине и благости. Согрейте печальные, плачущие сердца людей. Пусть они восхваляют Тебя в радости и забывают печали этой земли.”
Die Ökumenischen FriedensDekade in Bayern wird am 6. November um 10.30 Uhr in der Christuskirche Lauf zum Thema ZUSAMMEN:HALT eröffnet. Diesen Gottesdienst können Sie auch live auf dem Youtube Kanal „C1 Lauf“ verfolgen. – Экуменическое десятилетие мира в Баварии будет открыто 6 ноября в 10.30 утра в Христускирхе Лауф на тему TOGETHER:STOP. Вы также можете смотреть эту услугу в прямом эфире на канале Youtube “C1 Lauf”.
INGRET wurde international bekannt durch den Gewinn von „Voice of Ukraine“ 2017 mit ihrem Song „Birdie“. -INGRET стала известна на международном уровне после победы на “Голосе Украины” 2017 года с песней “Birdie”.
Die Künstlerin INGRET Kostenko wird den Gottesdienst musikalisch gestalten und vom Leben in der Ukraine berichten. Sie ist die Tochter der lutherischen Pastorin Larissa Kostenko aus Winnyzja. Larissa wird uns per Video auf Deutsch grüßen. Sie leitet das Projekt „Tafel Trapeza“, für das unsere Kirchengemeinde schon 50.000€ gespendet hat.
Pfarrer Martin Tontsch, Konfliktberater und Wirtschaftsmediator wird predigen, Pfarrer Hanstein leitet durch den Gottesdienst mit weiteren Gästen.
Артист ИНГРЕТ Костенко предоставит музыку для службы и расскажет о жизни в Украине. Sie ist die Tochter der lutherischen Pastorin Larissa Kostenko aus Winnyzja. Larissa wird uns per Video auf Deutsch grüßen. Она руководит проектом “Tafel Trapeza”, на который община нашей церкви уже пожертвовала 50 000 евро. Пастор Мартин Тонтш, консультант по конфликтам и бизнес-медиатор, будет проповедовать, пастор Ханштейн будет вести службу вместе с другими гостями. Вы также можете посмотреть эту услугу на Youtube “C1 Lauf”!
Vom 6. bis 16. November ist das Evang.-Luth. Dekanat Hersbruck das diesjährige Schwerpunktdekanat der Bayerischen Evangelischen Landeskirche für die Ökumenische Friedensdekade 2022.
Unter dem diesjährigen Motto „zusammen:halt“ werden vielfältigen Zugängen zum Thema Frieden einen besonderen Rahmen geben und eine Plattform für Begegnungen schaffen.
In den folgenden zehn Tagen bis Buß- und Bettag wird in zahlreichen Veranstaltungen deutlich, wie Friedensarbeit als Querschnittsaufgabe kirchlichen Handelns wahrgenommen wird.
Alle Veranstaltungen bei uns und im Dekanat Hersbruck finden Sie hier:
Glaubst Du, dass der Wind weht, weil irgend jemand sagt: “Wind, weh jetzt” Glaubst Du, dass die Sterne, die am Himmel stehen leuchten, weil irgendwer sie an knipst? Glaubst Du das? Glaubst Du, dass die Elemente tun, was sie sollen, und nicht, was sie wollen? Glaubst Du das? Glaubst Du das? Wenn Du das glaubst, dann wirst Du nie sehen und verstehen, was ich mein, wenn ich sag’:
Ich will frei sein, frei wie der Wind, wenn er weht. Ich will frei sein, frei wie ein Stern, der am Himmel steht. Ich will frei sein, ich will frei sein, nur frei sein, nur frei sein, nur frei sein. Ich will frei sein, nur frei sein, ich will frei sein, nur frei sein, nur frei sein, nur frei sein.
Glaubst Du, dass die Erde aufhören würde, sich zu drehen, wenn irgendwer entschiede, dass es besser wär’ für sie zu stehen? Glaubst Du das? Glaubst Du, dass irgendwer, irgendwo, irgendwann für Dich Dein Leben leben kann? Glaubst Du das? Glaubst Du das? Wenn Du das glaubst, dann wirst Du nie sehen und verstehen, was ich mein, wenn ich sag’:
Ich will frei sein, frei wie der Wind, wenn er weht. Ich will frei sein, frei wie ein Stern, der am Himmel steht. Ich will frei sein, ich will frei sein, nur frei sein, nur frei sein, nur frei sein. Ich will frei sein, nur frei sein, ich will frei sein, nur frei sein, nur frei sein, nur frei sein.
Glaubst Du, dass Dein Leben bereits geschrieben steht, und dass irgendwo ein Weiser für Dein Tun die Konsequenzen trägt – glaubst Du das? Glaubst Du, dass von allen Leben auf der Welt eins wertvoller ist als Deins? Glaubst Du das? Glaubst Du das? Wenn Du das glaubst, dann wirst Du nie sehen und verstehen, was ich mein, wenn ich sag’:
Ich will frei sein, frei wie der Wind, wenn er weht. Ich will frei sein, frei wie ein Stern, der am Himmel steht. Ich will frei sein, ich will frei sein, nur frei sein, nur frei sein, nur frei sein. Ich will frei sein, nur frei sein, ich will frei sein, nur frei sein, nur frei sein, nur frei sein.
Liebe Gemeinde,
von der Freiheit möchte ich so singen können wie Xavier Naidoo und von der Freiheit so predigen wie Paulus:
und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!
Siehe, ich, Paulus, sage euch:
Wenn ihr euch beschneiden lasst,
so wird euch Christus nichts nützen.
Ich bezeuge abermals einem jeden, der sich beschneiden lässt,
dass er das ganze Gesetz zu tun schuldig ist.
Ihr habt Christus verloren,
die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt,
und seid aus der Gnade gefallen.
Denn wir warten im Geist
durch den Glauben auf die Gerechtigkeit,
auf die man hoffen muss.
Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung
noch Unbeschnittensein etwas,
sondern der Glaube,
der durch die Liebe tätig ist.
Ich will frei sein, nur frei sein … singt Xavier Naidoo.
Zur Freiheit hat uns Christus befreit, sagt Paulus.
Was glaubst du? Was glaube ich?
1. Freiheit ohne Bedingungen
Freiheit – ist Freiheit und sonst nix, hat der Münchner Weiß Ferdl gesagt. In Zeiten als diese Freiheit schon verloren, korrumpiert war und man die Freigeister festgesetzt hat.
Zur Freiheit hat uns Christus befreit, sagt Paulus.
Wenn in der Kirche von Freiheit geredet wird, auch heute noch und sogar in der evangelischen Kirche, dann wird’s ernst. Wenn ich heute so von der Freiheit singe wie ein Xavier Naidoo und rede wie ein Paulus, dann werden hinterher tausend Einschränkungen kommen und Fragen – „Ich möchte ja nur einmal anmerken, Herr Pfarrer“. – „haben Sie nicht etwas vergessen?“
Liebe Freunde, Ach die Freiheit: ich kann eure Gedanken schon hören.
Bedenklich: Kann die Freiheit nicht so schrecklich missbraucht werden?
Besorgt: Müssen wir der Freiheit deshalb nicht Schranken setzen?
Ganz klug: endet meine Freiheit nicht an der Freiheit des anderen?
Natürlich kenne ich auch die Einwände, einen zu Recht umstrittenen Künstler wie Xavier Naidoo zu spielen, der erst in allerletztem Moment vor kurzem von seinen obskuren Verschwörungstheorien und Corona-Schwurbeleien abgerückt ist und öffentlich Abbitte geleistet hat. Aber ich wollte dieses Lied von 1999, komponiert von Moses Pelham und gedichtet von Martin de Setlur – denn welches andere Lied transportiert so zart, so wehmütig die Sehnsucht nach Freiheit, die jetzt nach über 20 Jahren fast absurd klingt? wie frei waren wir 1999 ohne Corona Lockdowns, ohne die Finanzkrise, ohne einem Krieg wie dem in der Ukraine aufgezwungenen, der unser gesamtes System durchschüttelt. Niemals hätten wir Kinder der 80er uns solche Einschränkungen vorstellen können. Deshalb – lasst mir den Naidoo, er steht für eine Phase meines Lebens, auch für die Freiheit eines Songs, der von dem Leben eines Künstlers nicht abhängig sein sollte.
Zurück also zur Frage: Wie viel Freiheit braucht der Mensch?
Liebe Schwestern und Brüder:
Freiheit – ist Freiheit und sonst nix. Wer als Christ die Freiheit unter Bedingungen stellt wie: Freiheit Ja, aber, – ja, wenn nur, – wer die Freiheit in Nebensätzen klein redet, der braucht sich nicht wundern, wenn große Philosophen Max Scheler, ein Jean Paul Sartre, ein Nicolai Hartmann sich hinstellen und sagen:
„Um meiner Freiheit willen kann ich nicht wollen, dass es einen Gott gibt.“
Für mich wie viele andere ist heute Freiheit die entscheidende Frage. Als Christ und Theologe Gott und die Freiheit zusammenbringen, zu denken, das ist die immer noch theologische Meisterfrage der Neuzeit. Für mich auch. Denn:
2. Gott und die Freiheit gehören zusammen.
Dieser Gott, der in Christus befreit, ist die Freiheit. Noch einmal: Warum nicht? Gott ist die Freiheit! Warum scheuen wir uns, so etwas frei herauszusagen und kommen mit den Bedenken, dass Freiheit missbraucht werden kann. Und dann reden wir in der Kirche von Liebe und Glaube – kann nicht Liebe und noch viel mehr Glaube ebenso furchtbar missbraucht werden?
Ist nicht die Freiheit der Schutz vor Missbrauch? Weil da einer sich hinstellen kann und kann sagen: Nein – so nicht.
Gegen die Autoritäten, gegen die Tradition stellt sich einer hin und protestiert und beruft sich auf die Freiheit des Gewissens und die Freiheit der Vernunft und die Freiheit der Schrift.
Auf diesen Paulus. Und gehorcht nicht.
Nicht dem Kaiser und nicht dem Papst, der ihn bis heute nicht rehabilitiert hat.
Ja – ich meine Martin Luther.
Ein Christenmensch ist ein freier Herr aller Dinge und niemanden untertan. PUNKT.
Kein Wenn. Kein Aber. Auch wenn dann folgt:
Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.
Der erste Satz zählt und auf ihn kommt es an.
3. Und wenn die Welt voll Teufel wär
und wollt uns gar verschlingen,
so fürchten wir uns nicht so sehr,
es soll uns doch gelingen.
Der Fürst dieser Welt,
wie sau’r er sich stellt,
tut er uns doch nicht;
das macht, er ist gericht’:
Ein Wörtlein kann ihn fällen.
Welches Wort ist das?
FREIHEIT!! Nicht nur Gedankenfreiheit!
Zur Freiheit hat Christus euch befreit.
So lasst euch nicht wieder unter das Joch des Gesetzes zwingen.
Ich bezeuge einem jeden von euch:
Wer jetzt die Moral auspackt und die Sitte,
wer jetzt die Tradition anführt und die Zwänge,
der fällt aus der Gnade Christi
und muss wieder das ganze Gesetz erfüllen. ALLES.
Ach ich möchte das Lied Freisein mit diesen wunderbaren Strophen weiterdichten:
Glaubst Du, dass Dein Leben bereits geschrieben steht, und dass irgendwo ein Weiser für Dein Tun die Konsequenzen trägt – glaubst Du das? Glaubst Du, dass von allen Leben auf der Welt eins wertvoller ist als Deins? Glaubst Du das? Glaubst Du das? Wenn Du das glaubst, dann wirst Du nie sehen und verstehen, was ich mein, wenn ich sag’: Ich will frei sein.
Heute – 2022 – erkennen wir: Es ist gar nicht so einfach, in der Freiheit zu leben.
Da ergeht es einem leicht wie einem Zootier, das zufällig freikommt: meistens kehrt es nach kurzer Zeit freiwillig zurück in den Käfig. Zu gefährlich ist es in der freien Wildbahn…
Die Unfreiheit des Imperialismus
Wie frei ich war, wie frei wir aufgewachsen sind, das habe ich immer geschmeckt und gefühlt, wenn ich in der DDR auf Tage hinweg in unserer Partnergemeinde in Neubrandenburg gelebt habe. Ich habe das hier schon erzählt.
Heute sage ich: Schaut auf die Ukrainer. Wie sie um ihre Freiheit kämpfen. Ihr Leben geben. Obwohl sie im Gegensatz zu uns die Freiheit nur ein bisschen geschmeckt haben. Trotz aller Korruption und Armut in ihrem Land. Sie wollen nicht zurück in die Rolle der Sklaven, nicht in der Unterdrückung der Sowjetunion, niemals wieder Nazis, auch nicht als billige Arbeitssklaven der Europäischen Union.
Es ist eine Schande, dass diese Freiheit, die Grundrecht der Menschen oft gegen ein Christentum erkämpft werden musste, dass vom ungerechten System profitierte und ausgehalten wird. In diesem Fall innerhalb der orthodoxen Kirche:
Ich rede vom obersten russischen Bischof, dem Metropoliten Kyrill. Dem Putin eine Kathedrale der Armee für hunderte von Millionen Euros geschenkt hat und ihn längst in der Tasche hat. Die russisch-orthodoxe Kirche wird nicht manipuliert. Diese Kirche ist vielmehr längst “Teil eines kriminellen Regimes”.
Ich will frei sein – ein freier Christenmensch! Oft geht es dann gegen verknöcherte religiöse Institutionen, aber auch gegen geschickte Manipulationen, die unser Gewissen versklaven!
Let Freedon rain? – da ist der Ruf von Martin Luther King von seiner berühmte Rede in Washington hineingemischt. Ich habe den Ruf nicht so ganz verstanden, bis ich ihn nachgelesen habe. Let Freedon rain? Let Freedom reign?
“Let freedom ring!” ruft martin Luther King. Lasst die Freiheit regieren. Nie wieder Sklaven! Kein Rassismus, der Menschen als Untermenschen ausbeuten lässt.
Jetzt kommt der Kern unseres Glaubens.
Was glaubst du? Wie ist das mit Gott und der Freiheit?
Christus hat uns zur Freiheit befreit:
Radikal!
Wer ist Jesus für mich?
Ein absolut freier Mensch: so frei wie Gott selbst auf eine so tolle Art und Weise, das ich immer noch staune, wenn ich die Bibel lese: ein so freier Mensch, der so frei ist, völlig er selbst zu sein und so offen mit allen umzugehen. Ein freier Mensch, der tut was er will und nicht was er soll: uns zu zeigen wie Gott ist. Frei und liebevoll. Der mir beibringt: kein Leben ist wertvoller als deins, und keiner hier kann dein Leben leben. Aber auch kein anderes Leben ist weniger wertvoll als meins!
Glaubst Du, dass irgendwer, irgendwo, irgendwann für Dich Dein Leben leben kann ? Glaubst Du das ? Glaubst Du das ? Wenn Du das glaubst, dann wirst Du nie sehen und verstehen, was ich mein, wenn ich sag’:
Freiheit ohne Einschränkung. Frei sein zu dem was ich entdecke, das ich bin, wozu ich wohl geschaffen bin.
Da verstand ich und glaubte.
Freiheit ist die Grundlage allen Lebens. Dazu hat Gott uns geschaffen. Dazu hat er sun bestimmt. Er möchte keine Roboter, keine Marionetten. Sondern menschen aus Flaisch und Blut. Gut und böse, aber frei zu leiben und zu glauben.
Dazu kam Jesus, das freieste und gleichzeitig liebevollste Wesen auf der Erde und im Himmel, der Sohn Gottes.
Jesus zeigt es uns: gegenüber der Ehebrecherin, dem Zöllner, den sogenannten Sündern, den Frau und Kindern, ja sogar den Heiden – zur Freiheit hat Christus uns befreit. Und aus diesem wahnsinnigen Bewusstsein der Freiheit wächst die Liebe und dann der Glaube. Aus der Freiheit wächst der Glaube als Antwort auf dieses wunderbare Geschenk Gottes. Wie Paulus sagt: Der Glaube, der in der Liebe tätig ist.
Und die Bindungen, Ehe, Kinder, Beruf die bilden neue Schwingen der Freiheit, die den Wind spüren und die anderen die Sehnsucht nach Freiheit lehrt.
Da ist der Schmerz des Liebenden, der in Freiheit den anderen ziehen lassen muss.
Das ist der wehe Stolz der Eltern auf ihre Kinder, die selbstbewusst und frei ihren Weg gehen. Auch wenn dieser Weg ganz anders aussieht als ihrer.
So ist Gott. Seine Liebe schafft den freien Menschen und hört nicht auf zu lieben.
Alles andere ist wieder „Gesetz“ oder gesetzlich, wie wir nach Luther sagen.
Nein – Ich möchte nicht von einer wahren und einer falschen Freiheit geredet haben.
Ja ich glaube: der Glaube, der in der Liebe tätig wird bildet die Grundlage zum fliegen im Glauben. Für den Freien ist der Himmel frei und der Wind, die Wolken, und die Erde mit ihrer Fruchtbarkeit.
Für den Unfreien ist der Himmel verschlossen mit einer Stahlplatte und die Elemente gegen ihn.
Wer die Freiheit kennt, weiß, was ich meine.
Wer die Freiheit geschmeckt hat, weiß, was ich glaube.
Denn Freiheit ist Freiheit und sonst nix.
(Wort des lebendigen Gottes nach Luther am Reformationstag.)
Auf den Tag genau das 500. Jubiläum feierte der erste Teil der deutschen Lutherbibel: Am 21. September 1522 wurde das “September-Testament” veröffentlicht. Luther hatte das Neue Testament auf der Wartburg in nur gut 2 Monaten aus dem griechischen Urtext in gutes Deutsch übersetzt und seitdem immer wieder verfeinert.
Dies war in der damaligen katholischen Kirche ein revolutionäres Ereignis! Zwar gab es zuvor schon einzelne Bibelteile auf Deutsch. Doch erst durch Sprach-Genie Luther hat sich Gottes Wort in Erstauflage von 3000 Exemplaren in ganz Deutschland verbreitet – und wurde stilbildend für ein einheitlich verständliches Frühneuhochdeutsch.
Anmerkung von Pfarrer Thomas Hofmann: Wenn ich in diesen Tage die Zeit finde zu einer Video-Aufnahme, lade ich mein Luther-Gedicht von 2017 auf YouTube hoch, das seinerzeit das Laufer Publikums-Voting bei der Poetry-Slam-Kategorie “Luther” gewann (Alle Rechte: (c) 2017, Pfarrer Thomas S. Hofmann), aber hier schon einmal mein Text:
Klar, als lutherischer “Paster” fall ich durch das Slammer-Raster,
weil Ihr viel mehr Übung habt, technisch mich vom Acker schabt.
Liebe Leut, ma’ sollt’s net maana, heut tritt an a Lutheraner,
einer, der die Botschaft liebt, und der Gott die Ehre gibt.
Heuer wern’s 500 Jahr, dass – was bitter nötig war –
Luther nahm Papier und Hammer, denn: “Beim Ablasshandel kammer
nimmer zuschaun tatenlos!”, damals war der Irrtum groß
und das Elend obendrein in den Herzen, groß und klein.
Martin Luther schreibt dagegen an, und das der Wahrheit wegen,
nagelt 95 Thesen, dass es alle Leute lesen,
mutig dran ans schwarze Brett, an der Kirchentür steht fett:
Wenn únser Herr und Meister spricht: „Tut Buße“, meint er wahrlich nicht,
dass wir Ablassbriefe kaufen und auf Knien die Stufen laufen,
sondern dass das ganze Leben sei für Gott und Mensch gegeben.
Damals ein bahnbrechend‘ Werk an der Tür in Wittenberg.
Oder, wie es sagen Slammer, diese Tat, die war „the hammer“.
Was heut mancher glatt verpennt, is: WIE kam Luther zur Erkenntnis,
dass Jesus ihm Gnade schenkt, wenn man glaubend an ihn denkt?
Hat‘s entdeckt im Bibellesen, SO ist er von Angst genesen
und vom únruhigén Gewissen, nicht nur hoffen, man darf‘s WISSEN,
dass uns Gott die Schuld vergibt und uns unbegreiflich liebt!
Denn in Römer 1, Vers 17, liest er, was ihm lieb, stehn:
Die Gerechtigkeit vor Gott kommt aus Glauben, kommt von Gott!
Was Gewissheit uns erlaubt: Angenommen ist, wer glaubt.
Ich dacht‘, die Tür geht mir auf – des Paradieses
Ja, die Tür geht mir auf – als ich las dieses,
ja, die Tür geht mir auf – des Paradieses,
und es fuhr mir so rein, hey, der Himmel ist mein,
alle Zweifel zu klein für den Herrn, der mich liebt aus Gnade!
Wer sich Jesus anvertraut, glaubend auf den Heiland baut,
dem wird so das Heil geschenkt und der Weg zu Gott gelenkt.
Nicht mit allen guten Werken, Leute, bitte tut’s euch merken,
kann den Himmel man verdienen, nein, denn Jesus schenkt es Ihnen!
Nichts und niemand kann es rauben denen, die von Herzen glauben.
Dieses Glück selbst zu erleben, will uns Gott noch heute geben.
Was in Römer steht 1, 17, das gilt auch noch 20-17!
Das zu glauben, war genug, daher kennt man diesen Spruch:
„Gottes Wort und Luthers Lehr’ vergehen nun und nimmer mehr.“
Luther hätt ja sagen können: “Was ich fand, will ich nicht gönnen
Allen andern, Jungen, Alten, denn ich will’s für mich behalten.”
Nein, der Martin war getrieben ganz von Jesu Christi Lieben,
Hey, das müssen ALLE wissen, doch die Mittel warn besch…eiden.
S‘gab noch keine deutsche Bibel, die was taugt, und ihm wurd‘ übel,
als er sah, wie unbekannt war, das da darinnen stand.
Doch das Heil erkennt man dort, ganz allein in Gottes Wort.
Unsanft auf ein Pferd gezerrt, auf der Wartburg eingesperrt
Gut bewacht, die Heimat weit, nutzt der Luther diese Zeit.
Mit Decknamen „Junker Jörg“ macht er sich sofort ans Werk:
Übersetzt ganz eloquent er das Neue Testament.
Hat dem Volk aufs Maul geschaut, lange an dem Stift gekaut,
bis die Formulierung passte, was er da in Worte fasste.
Mancher Satz, den Luther schrieb, eine Redewendung blieb,
noch bis heute kennt man sie. Luther war ein Sprach-Genie!
Kam ihm mancher gar zu römisch, konnt’ er werden auch polemisch,
und – da juckt die Wimper mich – nicht mit Worten zimperlich.
Kommt uns mancher Satz recht herb oo, galt doch: „sine vi sed verbo“
“Mit dem Wort, nicht mit Gewalt”, Gottes Reich gewinnt Gestalt.
Einmal, sage ich mit Bangen, Luther ist zu weit gegangen,
schwer enttäuscht und krank und bitter rutscht ihm raus ein Wortgewitter:
„Von den Jud’n und ihren Lügen“, dem ist nichts hinzuzufügen.
Zwar will er nicht an Leib und Leben, und trotzdem krieg ich Magenheben.
Diese 18 schlimmen Seiten kann und will ich nicht bestreiten,
aber denk dran – Seiten-Hieb! – , dass Luther 50.000 schrieb!!
Unter ganzen Büchermetern ist sein abfälliges Zetern
eher eine Randnotiz. Deshalb finde ich’s nen Witz,
wenn man diffamiert den Luther! “Ethisches” Kanonenfutter!
Über solche Ehr-Abreißer, Besserwisser und Klugsch…wätzer
kriege manchmal so `ne Wut ich: Wärt ihr heut mal halb so mutig!
Rechte, Linke, Islamisten schmähen Jud’n, als wenn sie wüssten,
dass kaum einer regt sich auf. Judenhass nimmt seinen Lauf.
Heute musst du kaum was wagen, kannst die freie Meinung sagen.
Doch wird vieles heut versteckt, bleibt politisch bloß korrekt.
Vieles, was uns klingt zu hart, war halt damals „state of art“,
meint ja nicht mehr heut den Papst – Franzískus, wie mein Herz du labst!
Mittlerweil’ sind die “Katholen” fast dabei, zu überholen
uns in Sachen Bibeltreue. Und ich sage es aufs Neue,
dass in Lauf die Ökumene ist `ne enge, reiche, schöne.
Die Ehe, wie die Forschung zeigt, hat ihn spät erst überzeugt.
Ging das Werben und das Haus eher von der Käthe aus.
Doch der Martin, frisch vermählt, hat mal einem Freund erzählt,
dass die Freuden überwiegen, seit im Bett zwei Zöpfe liegen.
Schwärmt von ihrem Körperbau: „Ich schlaf oft mit `ner schönen Frau“.
Doch dabei meint er nur sie, untreu waren sie sich nie.
Luther sagte oft: was täte ich denn ohne meine Käthe?