Sonntag, 1. November I 19.00 Uhr I Gemeindezentrum St. Jakob
Musik bei Kerzenschein
Kostbarkeiten für Violine und Klavier
Am Sonntag, den 1. November 2026 um 19 Uhr findet im Gemeindezentrum St. Jakob ein Kammermusikabend mit Werken für Violine und Klavier statt.
In stimmungsvollem Kerzenlicht musizieren Heidi Braun (Violine) und Elena Ovsienko (Klavier) die Sonate h-Moll von J. Seb. Bach BWV 1014, eines der frühesten Werke dieser Gattung, in der beide Instrumente als völlig gleichberechtigte Partner agieren, feinsinnig ausdrucksvoll und schwungvoll polyphon.
F. Schubert´s Sonatine a-Moll op. 137 ist ein Musikstück, das einerseits eindeutig klassischen Charakter hat, aber harmonisch wirkungsvolle romantische Elemente beinhaltet.
Schließlich erklingt von J. Brahms die Sonate A-Dur op. 100, ein blühendes, cantables Werk, das in einem kreativen Sommer am Thuner See entstanden ist.
Herzliche Einladung!
Karten zu 12 €, Schüler und Studenten 8 € an der Abendkasse
ab sofort | Die Johanniskantorei Lauf und die Laufer Stadtstreicher laden zu einem Mitmach-Projekt ein!
Für ein Mitmachprojekt der Kantorei und des Orchesters sind Sie ganz herzlich eingeladen!
Teil des Mitmachprojektes sind die aktuellen Proben und das Konzert, das bewusst Hoffnung und Freude in den Mittelpunkt stellt: Musik, die zeigt, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Für das Konzert am Ewigkeitssonntag, 22. November 2026, wird derzeit von Kantorei und Orchester an folgenden Werken geprobt:
Die tiefgründige und zugleich hoffnungsvolle Kantate „Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut“ von Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldis berühmtes und strahlendes „Gloria in D“ sind die Werke, die von Kantorei und Orchester derzeit erarbeitet werden. Außerdem wird von den Laufer Stadtstreichern das mitreißenden Concerto d-Moll von Vivaldi für zwei Soloviolinen und Streicher in den wöchentlichen Proben gut vorbereitet.
Da dieses Konzert mit seinen Proben im Vorfeld wieder als Mitmachprojekt angelegt ist, sind Sie ganz herzlich eingeladen, in Kantorei oder Orchester bereits ab September in den Proben mitzusingen oder mitzuspielen. Sie dürfen einfach dazukommen und sich hineinnehmen lassen in die Welt der Musik, die für Sie ein Ausgleich vom Alltag sein kann oder einfach Sie motiviert, musikalische Besonderheiten der Barockzeit unter professioneller Anleitung und mit netten Musiker-Kolleg*innen auszuarbeiten. Werden Sie Teil einer fröhlichen Gemeinschaft, wir freuen uns auf Sie!
Probieren Sie sich einfach mal aus und besuchen Sie eine der Kantorei- oder Orchesterproben zu folgenden Terminen:
Kantorei am Mi., 19:45 – 21:15 Uhr; Gemeindezentrum St. Jakob
Orchester am Do., 18 -19.30 Uhr; Gemeindehaus Christuskirche
Gerne können Sie sich bei folgenden Kontakten informieren:
Kontakt Kantorei: Andreas Schmidt Tel. 0170/ 10 22 149 Mail:
Kontakt Orchester: Heidi Braun Tel. 09123/ 75251; Mail:
Ein spätsommerlicher Konzertabend voller Klangfarben
Über einhundert Besucherinnen und Besucher erlebten am vergangenen Samstag in der Johanniskirche einen außergewöhnlichen Konzertabend mit dem Ensemble Tanto Quanto. Das Publikum durfte sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen, das Musik aus mehreren Jahrhunderten miteinander verband und durch seine Vielfalt ebenso begeisterte wie durch die hohe musikalische Qualität der Ausführenden.
Das Ensemble, bestehend aus Barbara Ertl, Heide Garbs-Indefrey, Susanne Merklein und Susanne Richter, wurde an diesem Abend durch die Percussionistin Doris Hamann ergänzt. Mit großer Sensibilität bereicherte sie das Klangbild der Flöten und Gamben durch zahlreiche perkussive Akzente und sorgte immer wieder für überraschende musikalische Farbtupfer.
Bereits die ersten Werke machten deutlich, was den besonderen Reiz dieses Konzerts ausmachte: Die Musikerinnen verbanden technische Virtuosität mit großer Ausdruckskraft und einem feinen Gespür für die unterschiedlichen musikalischen Stile. Renaissance-Kompositionen erklangen abwechslungsreich und lebendig, mal tänzerisch beschwingt, mal innig und lyrisch. Besonders beeindruckend war dabei die Vielfalt der Besetzungen und Klangkombinationen, die den einzelnen Werken jeweils eine eigene Atmosphäre verliehen.
Die Musik der Renaissance erhielt durch das engagierte Zusammenspiel und die fantasievolle Gestaltung eine bemerkenswerte Frische. Ob humorvolle Szenen des Alltags, lebhafte Tanzrhythmen oder zarte Liebeslieder: Die Musikerinnen verstanden es, Charakter und Ausdruck der alten Musik unmittelbar erlebbar zu machen. Dabei überzeugten sie durch eine hervorragende Abstimmung und einen warmen, ausgewogenen Gesamtklang.
Zu den Höhepunkten des ersten Konzertteils gehörte das eindrucksvolle „Sicut Servus“von Giovanni P. da Palestrina mit seinen verschieden großen Instrumenten: Die Bass – Flöte, die Großflöte und die Subbass- Flöte im Flöten-Consort beeindruckten durch ihren weichen und warmen Klang und ließen das Publikum staunen. Die besondere historische Klangwelt beruhte auf handgemachte nach dem Vorbild von Renaissance-Blockflöten gebaute Instrumente, sie verströmte sanft eine große Ruhe und wirkte dabei immer berührend, lebendig und präsent.
Ebenso faszinierend war die Begegnung mit neueren Kompositionen und Arrangements. Mit großer Kreativität führte Tanto Quanto die Zuhörerinnen und Zuhörer in Klanglandschaften voller Naturbilder und ungewöhnlicher musikalischer Einfälle. Vogelrufe, tierische Charakterstücke und folkloristische Einflüsse sorgten für abwechslungsreiche Hörerlebnisse. Dabei wechselten sich rhythmische Energie und lyrische Momente immer wieder wirkungsvoll ab.
Besonders die von südosteuropäischen und jüdischen Traditionen geprägten Stücke entfalteten eine mitreißende Wirkung. Treibende Rhythmen, raffinierte Taktarten und temperamentvolle Steigerungen ließen die Musik stetig an Spannung gewinnen und rissen das Publikum förmlich mit. So entwickelte sich der Konzertabend von einem feinsinnigen Beginn bis zu einem begeisternden Finale voller musikalischer Intensität.
Der anhaltende Applaus zeigte deutlich, wie sehr dieses spätsommerliche Konzert die Besucherinnen und Besucher berührt hatte. Tanto Quanto gelang es eindrucksvoll, Brücken zwischen Epochen, Klangwelten und musikalischen Ausdrucksformen zu schlagen. Das Konzert wurde so zu einem besonderen Erlebnis, das noch lange nachklang.
Artikel: Andreas Schmidt; Fotos: Michaela Herberich