“blick”- Ausgabe April-Mai

Hier geht’s zum neuen “blick” (Klick aufs Bild):

Ab Donnerstag, 26.03.2026, kann der neue Gemeindebrief im Pfarramt abgeholt werden.

Sollte es Ihnen nicht möglich sein, den Gemeindebrief zu unseren Öffnungszeiten abzuholen, dann melden Sie sich unter

Tel. 09123 / 2201 oder
Mail: 

Austräger gesucht

Zur Zeit gibt es für einige Straße keine Austräger. Wer von Ihnen noch Kapazitäten frei hat oder jemanden kennt, der diesen Dienst übernehmen möchte: Bitte melden Sie sich bei mir im Pfarramt:
Karin Kempf, 09123 / 2201, 

Haben Sie Lust alle zwei Monate diesen Dienst zu übernehmen, dann melden Sie sich bei uns im Pfarramt. (Tel. 09123-2201) Wir freuen uns aus Sie.

Für folgende Straßen suchen wir Austräger:innen:

  • Aussiger Straße, Leitmeritzer Straße – ca. 30 Hefte
  • Altdorfer Straße, Distlerweg, Dr.-Völker-Straße, Georg-Scherber-Straße, Waldluststraße – ca. 60 Hefte
  • Nürnberger Straße – ca. 40 Hefte
  • Kehrstraße, Albert-Büttner-Straße – ca. 20 Hefte

Für folgende Straßen suchen wir Urlaubsvertretungen im Mai:

  • Kriemhildstraße – ca. 80 Hefte

Für folgende Straßen suchen wir Austräger:innen ab Juni:

  • Simonshofer Straße – ca. 35 Hefte

Muttertagskonzert der Laufer Stadtstreicher

Sonntag, 10.05.2026 | 17.00 Uhr | Johanniskirche

Zu ihrem traditionellen Muttertagskonzert laden die Laufer Stadtstreicher der Johanniskantorei Lauf am Sonntag, den 10.05.26 um 17 Uhr unter Leitung von Heidi Braun in die Laufer Johanniskirche ein.

Als Solist wirkt diesmal Andreas Schmidt (Orgel) mit, der seit Juni 2025 als Kantor und Dekanatskantor in Lauf tätig ist. Er erwarb die B-Prüfung in Evangelischer Kirchenmusik am Meistersingerkonservatorium Nürnberg und schloss anschließend eine musikpädagogische und künstlerische Ausbildung im Hauptfach Orgel an der Musikhochschule Augsburg-Nürnberg bei Prof. Markus Willinger an, die ihren Höhepunkt im Meisterklassenpodium hatte. Andreas Schmidt ist ein sehr vielseitiger Organist mit reicher Konzerttätigkeit, dessen stilistische Bandbreite ganz unterschiedliche Genres vom gesamtem klassischen Repertoire bis hin zu Pop und Jazz beinhaltet.

Gleich zu Beginn erklingt das Orgelkonzert A-Dur von G. F. Händel op. 7 Nr. 2 für Orgel, Streicher, 2 Oboen und Fagott. Auf der Truhenorgel musiziert der Solist in virtuoser, barocker Spielfreude mit dem Orchester.

Es folgt die St. Paul´s Suite von G. Holst für Streicher in 4 Sätzen, deren Grundlage irisch-schottische Melodien bilden, die mit Temperament und großer emotionaler Bandbreite überzeugen.

Passend zu Muttertag spielt Andreas Schmidt auf der großen Orgel ein „Blumen-Medley“ dreier Bühnenwerke (aus der Oper „Carmen“, dem Film „The Rose“ und „Vielen Dank für die Blumen“) und von J. Rutter „ Celebration“.

Gemeinsam mit Michaela Aichele am Klavier, Christoph Naucke und Christoph Käufl am Schlagzeug musiziert das Orchester ein Medley aus „Les Miserables“, einem der weltweit erfolgreichsten Musicals mit so bekannten Melodien wie „I dreamd a dream“, „Work Song“, u.a..

Es folgen bekannte Themen aus der Rockoper von A. L. Webber: „Jesus Christ, Superstar“,  deren Texte T. Rice in Anlehnung an die letzten 7 Tage Jesu verfasste und die nach der UA 1971 ein großer Erfolg wurden.

Aus dem US-Amerikanischen Filmdrama „Memoires of a Geisha“ erklingen wunderbare japanische Melodien mit besonders ergreifendem Violinsolo und Schlagwerk-Effekten.

„You Can´t Stop The Beat“ aus dem Film „Hairspray“ setzt den fetzigen Schlusspunkt des Konzerts.

Johanniskirche Lauf

Sonntag, 10.05.2026, 17 Uhr

Karten an den Abendkassen ab 16.15 Uhr erhältlich.

Eintrittspreise: 18,00 €, Schüler und Studenten 12,00 €

Mitarbeiter-Jahresempfang 2026

Donnerstag, 21.05. I 18.00 Uhr I Christuskirche, Martin-Lutherstr. 17

Kirche und Gemeinde wird lebendig, wo Menschen sich vom Geist Jesu bewegen lassen,
um seine Liebe weiterzugeben. Auch Sie tragen durch Ihr Engagement und Ihre
Gaben in vielfältiger Weise dazu bei. Dafür möchten wir Ihnen auch in diesem Jahr wieder
Dank sagen und laden Sie herzlich ein am

Donnerstag, 21.05.26
um 18:30 Uhr
in der Christuskirche

Wir freuen uns sehr auf die Begegnungen mit Ihnen!
Der Ehrenamtsausschuss und die Hauptamtlichen:
Jan-Peter Hanstein – Pfarrer
Lisa Nikol-Eryazici – Pfarrerin
Thomas Reuß – Pfarrer
Margitta Dümmler – Pfarrerin
Katrin Laschtowitz – Diakonin
Anne Richter – Vikarin

Kirche Kunterbunt

Sonntag, 14.06. | 15.30 – 18.00 Uhr | CVJM-Wiese (bei schlechtem Wetter in St. Otto|

Eine Kirche, in die auch Pippi Langstrumpf aus der Villa Kunterbunt gerne gehen würde – das ist Kirche Kunterbunt. Mit diesem neuen Format von Kirche werden alle Generationen und v.a. junge Familien angesprochen. Es ist kein Familiengottesdienst, bei dem man stillsitzen muss. – Es ist ein Aktions-Nachmittag. An verschiedenen Stationen können Jung und Alt gemeinsam basteln, Experimente machen, werken und spielen. Bei einem kurzen Impuls wird die biblische Geschichte oder das christliche Thema kunterbunt und lebendig für Erwachsene und Kinder nahe betrachtet.
Wichtig ist uns außerdem die Zeit für Gemeinschaft bei einem kleinen Essen. Kirche Kunterbunt lebt Gastfreundschaft, ist generationenübergreifend, gibt Raum für Kreativität und will einen Zugang zum Glauben ermöglichen.

Kirche Kunterbunt Lauf ist ein Gemeinschaftsprojekt der Evangelischen Kirchengemeinde Lauf, der katholischen
Pfarrgemeinde St. Otto Lauf und des CVJM Lauf

Das Mitarbeiterteam freut sich auf Euer Kommen!
Sonntag von 15.30–18.00 Uhr
Nächste Termine: 14.06., CVJM-Wiese (bei schlechtem Wetter in St. Otto)
Save the date: 04.10. / 29.11.
Nähere Informationen werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Brunch & Talk in Juni: Thema: „Familien unter Druck“

Sonntag, 14.06. | St. Jakob | 9.30 Buffet, 10.30 Talk

Gottesdienst mit Buffet und Podiumsgespräch im Gemeindezentrum St. Jakob zum Thema:

Familien unter Druck

Was brauchen Eltern, was brauchen Kinder?

Heutige Eltern reflektieren ihre Erziehungsarbeit. Sie berichten, dass sie sich von den Methoden der eigenen Eltern abgrenzen wollen. Sie wollen den Bedürfnissen ihrer Kinder mehr Raum geben und geraten dadurch in ein Spannungsfeld. Sie suchen Rat im Außen und erhalten Hinweise aus den unterschiedlichsten Quellen. Gleichzeitig steigen die Erwartungen der Schule an die Kinder und die des gesellschaftlichen Umfelds an die Familien als Ganzes. Sowohl Eltern als auch Kinder geraten dadurch zunehmend unter Druck. 

Wir wollen der Frage nachgehen, was sich in den letzten Jahrzehnten für Familien verändert hat – zum Guten wie zum Schlechten. Wir wollen die Gründe benennen, die zu diesen Veränderungen geführt haben. Haben wir Probleme mit der Arbeitssituation, mit der Schule, mit mangelnden Ressourcen? Was wünschen sich Eltern von der Gesellschaft und vom Staat? Wie könnte die Gemeinde unterstützend wirken?

Wir wollen den Blick auch gezielt auf die Kinder richten und fragen, was Kinder brauchen, damit sie eine „gute Kindheit“ erleben können? Was kann Kinder (und Elternteile) stärken? Wie könnten wir die neuen Medien sinnvoll einsetzen?

Als Gäste am Podium erwarten wir Julia Tomuschat (Diplom-Psychologin, Buchautorin) und Hendrik Claas Meyer (Soziologe, Dozent an den Ev. Fachakademien in Nürnberg und Rummelsberg).

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Julia Tomuschat
(Bild: ©privat)

Hendrik Claas Meyer
(Bild: ©privat)

Ort: Gemeindezentrum St. Jakob, Breslauer Str. 21

Zeit: Sonntag, 14.06.2026, ein köstliches Frühstücksbuffet wird um 9.30 Uhr eröffnet. Der Talk beginnt um 10.30 Uhr.

Das Ev. Familienhaus e.V. sorgt für die Kinderbetreuung.

Jugendfreizeit Ostsee

22.08. bis 31.08.26 | Grömitz

Freizeit für Teenies

Die Evang. Jugend im Dekanatsbezirk Hersbruck bietet 13 bis 15jährigen die Möglichkeit, unvergessliche Sommerferien zu erleben.

Vom 22. bis 31. August fährt ein Team der Evang. Jugend in ein Gruppenferienhaus in Grömitz an der Ostsee. Das Haus liegt am Ostseestrand und lädt zum Baden und Relaxen ein. Ein vielfältiges Programm, unteranderem ein Ausflug nach Hamburg, garantieren eine gute, unvergessliche Zeit mit Gleichaltrigen.

Weitere Informationen und die Anmeldemöglichkeit ist unter
https://www.dekanatsjugend-hersbruck.de/programm zu finden.

“Stell dir vor es ist Krieg, und keiner geht hin”

20.11.25 | Ein Gespräch mit Soldaten und Kriegsdienstverweigerern

HORCH AMOL – Gespräche im Wirtshaus

Zum Zweiten Mal wurde im Rahmen der Veranstaltungsreihe „VerständigungsOrte“ von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Lauf und dem CVJM Lauf ins Wirtshaus zum „Wollner“ in Heuchling eingeladen. Diesmal ging es um das hochaktuelle Thema „STELL DIR VOR ES IST KRIEG UND KEINER GEHT HIN“.

Der Wollner war brechend voll. Über 80 Interessierende hatte das Thema angelockt. Sie erlebten einen spannenden Abend voller kontroverser Gedanken und fairer Debatten. Es wurde leidenschaftlich über die Themen Wehrpflicht, Pazifismus und Friedensicherung in einer Welt voller Spannungen mit vier eingeladenen Gästen und dem Publikum diskutiert. Professionell moderiert wurde der Abend von Christian Kempf vom CVJM. An einem Wirtshaustisch saßen die vier Gäste und der Moderator. Auf einem weiteren, freien Stuhl konnten im Wechsel Gäste aus dem Publikum Platz nehmen.

Einführungsrunde

Die vier eingeladenen Diskussionsgäste hatten Gelegenheit, kurz ihren Hintergrund sowie ihre Haltung zum Thema darzustellen.

Christian H. Werner (45) ist Familienvater, gläubiger Katholik und Reserveoffizier. Er hat sich vorübergehend freiwillig zur Bundeswehr gemeldet und ist derzeit Kompanie-Chef der Panzerbrigade 45 „Litauen“. Er bringt Erfahrung aus Ehrenämtern ein. Seine Haltung begründet er damit, dass es die aktuelle geopolitischen Lage erforderlich mache, unsere freiheitlich demokratische Grundordnung zu schützen und zu verteidigen. „Aus Freiheit erwächst Verantwortung.“

Leon Utz (27) ist als Oberleutnant aktiver Soldat auf Zeit, absolviert gerade die Ausbildung zum Jugendoffizier und befasst sich mit sicherheitspolitischer Bildung. Er ist 2017 als Gebirgsjäger zur Bundeswehr gekommen. Er schätzt die Bundeswehr als Ort, an dem junge Menschen Führungsverantwortung übernehmen und sich persönlich weiterentwickeln können.

Diakon Siegfried Laugsch (74) engagiert sich in der kirchlichen Friedensarbeit und war hauptamtlich in der Begleitung von Kriegsdienstverweigerern tätig. Er ist der Überzeugung,  dass Konflikte regelbasiert und ohne Waffen gelöst werden müssen. „Wer das Schwert führt, wird durch das Schwert umkommen.“

Magnus Nockemann (21) ist ehrenamtlich im CVJM Lauf aktiv und sagt: „Ich würde nicht zur Bundeswehr gehen“. Er sieht seinen Beitrag zur Gesellschaft nicht in der Waffe, sondern im Stärken demokratischer Werte. „Wir sind keine Feiglinge – wir riskieren unser Leben für den Frieden.“

Gibt es aktuell eine akute Bedrohungslage?

Ein Gast aus dem Publikum setzte sich an den Wirtshaustisch und ergriff das Wort. Er sei lange Zeit davon ausgegangen, dass die Bundeswehr unnütz sei. Er stellte sich die Frage, warum es eine Armee in Friedenszeiten brauche? Aber mit dem Angriffskrieg Putins auf die Ukraine habe sich seine Meinung geändert. Er sehe jetzt angesichts der Bedrohungslage ebenfalls die Gefahr für unsere freiheitliche Werteordnung. Es entstand eine lebhafte Diskussion. Laugsch meinte, „der Russe stehe nicht vor unserer Tür“ und die Bedrohungslage sei nicht so relevant, wie sie in den Medien dargestellt werde. Utz bezog sich auf Erkenntnisse der Nachrichtendienste, die darauf hinweisen, dass Russland auf eine Kriegswirtschaft umgestellt habe und sich befähige, im Jahre 2029 Nato-Staaten angreifen zu können. Auch die heute schon existierende hybride Kriegführung mit Drohnen, Cyber-Angriffen und gezielter Destabilisierung stünden damit im Zusammenhang. „Wir befinden uns nicht mehr im Frieden, sondern in einer multipolaren Welt voller Risiken“, so Werner.

Ist Abschreckung das richtige Mittel der Wahl?

„Wir müssen verteidigungsfähig sein, um uns nicht verteidigen zu müssen“, sagen viele Politiker. Es wurde, auch mit Gästen aus dem Publikum darüber diskutiert, ob Abschreckung als Mittel zum Friedenserhalt geeignet ist. Utz und Werner bejahten diese Frage und wiesen auf die Notwendigkeit hin, den Frieden durch Bündnisse zu sichern. Angesichts der Entwicklung in der Nato sei dabei Europa besonders wichtig. Laugsch widersprach dem und verwies auf die Friedenslogik. Danach solle anders als beim Konzept der Sicherheitslogik der Wille zum Frieden durch Alternativen zur Rüstung und zu militärischen Drohpotenzialen erreicht werden.

Kann die Friedensbewegung das Problem lösen?

Kontrovers wurde über das Konzept der Friedensbewegung diskutiert, die sich für regelbasierte politische Konfliktlösungen, Diplomatie und Abrüstung einsetzt. Auch die Initiative „Sicherheit neu denken“ kam zur Sprache. Die Initiative verfolgt, so Laugsch, die Idee, dass Deutschland und Europa bis 2040 militärische Aufrüstung zugunsten ziviler Sicherheitsstrategien überwinden sollten. Dies umfasse die Förderung nachhaltiger Entwicklung und gerechtes Wirtschaften sowie Sicherheitsgarantien durch die Vereinten Nationen. Nockemann und Vertreter der Friedensbewegung kritisierten die „Kriegslogik“ und die wirtschaftlichen Interessen hinter Rüstung. Sie setzten auf zivile Verteidigung und gesellschaftliche Resilienz statt militärischer Eskalation.

Auch die aktuelle Denkschrift der Evangelischen Kirche Deutschlands wurde angesprochen, die den Einsatz militärischer Mittel als „ultima ratio“ legitimiert, um Menschen vor Gewalt zu schützen. Werner und Utz pflichteten dem bei und warnten davor „Putin Tor und Tür zu öffnen“.

Fazit

Die Diskussionen auf hohem Niveau, mit guter Gesprächskultur und tiefen Einblicken machte deutlich, dass es einfache Antworten nicht gibt. Aber alle Diskussionsteilnehmer waren sich einig, den Frieden und unsere Werteordnung unbedingt erhalten zu wollen. Aber das „Wie“ war umstritten!

Annemarie Wiehler, Mitveranstalterin von „HORCH AMOL“ bedankte sich bei den vier Diskussionsgästen für die eingebrachten Perspektiven und Antworten und beim Publikum, das sich eingebracht und zugehört und hat.

Text: Hans Dieter Munker
Foto: Annemarie Wiehler        

“Ist das noch meine evangelische Kirche?”

22.05.25 | Mit der Präses der Synode der evangelischen Kirche in Deutschland Anna-Nicole Heinrich und dem Theologieprofessor Dr. Ralf Frisch

Mit der Veranstaltungsreihe ´VerständigungsOrte der Evangelischen Kirche Deutschlands` (EKD) wurde bei uns ein neues Format ausprobiert. Unter dem Motto „HORCH A MOAL“ hatte unsere Kirchengemeinde und der CVJM ins Wirtshaus eingeladen.

Beim „Wollner“, dem „Heuchlinger Wohnzimmer“ gelang es eine fränkische Wirtshausatmosphäre zu schaffen. Rund 80 Besucher waren da, um die Diskussion über das Thema „Ist das noch meine evangelische Kirche?“ zu verfolgen oder selbst mitzureden.

Prominente Gäste am Wirtshaustisch

Die Präses der Synode der evangelischen Kirche in Deutschland Anna-Nicole Heinrich und der Theologieprofessor Dr. Ralf Frisch saßen am Wirtshaustisch. Sie diskutierten miteinander und mit Gästen aus dem Publikum. Moderiert hat Pfarrerin und Kirchenrätin Mirjam Elsel. Die Gäste kamen nicht nur aus unserer Kirchengemeinde, sondern auch von auswärts. Es war ein Wirtshaustisch aufgebaut, an dem die prominenten Gäste saßen. Am Tisch waren weitere Stühle frei, die im Wechsel Gäste aus dem Wirtshaus eingenommen hatten.

Fragen zum Aufwärmen

Nach der Begrüßung durch Diakon David Geitner und Christian Kempf vom CVJM stellte die Moderatorin Fragen, die von den Gästen bei Zustimmung durch Hand heben beantwortet werden konnten. So zum Beispiel „Ist Ihnen der Glaube an Gott wichtig?“ oder „Sind Christen bessere Menschen?“ Nach der Frageaktion begann eine muntere Diskussion.

Hat unsere Kirche ein Identifikationsproblem?

Frisch wünscht sich eine Kirche, in der man nicht nur „anders“, sondern sogar „anders, anders“ sein könne. Man müsse „den Mumm haben, anders zu denken und zu provozieren“. Er kritisierte den Moralismus in unserer Kirche, „der sich dadurch auszeichnet, dass Letztinstanzen sagen, was sich eigentlich gehört“. Er erlebe eine gewisse „Glaubensscham“ und sprach von einem Identifikationsproblem, bei dem es den Menschen oft schwerfalle, über den Glauben zu sprechen.

Heinrich hob hingegen hervor, dass es in unserer Kirche sehr wichtig sei, ins Gespräch zu kommen und sich in Glaubensfragen auszutauschen. Man müsse die Menschen ermutigen, über ihren Glauben zu sprechen. Man müsse erzählen, was uns im Glauben trägt. Sie erlebe in Gesprächen – auch mit Menschen, die nicht christlich sind – offene Herzen.

Braucht unsere Kirche ein Markenzeichen?

Frisch kritisierte das fehlende Kreuz im Logo des künftig erscheinenden neuen evangelischen Gesangbuches. Das Kreuz sei ein zentrales Symbol und Markenzeichen der Kirche, was nicht fehlen dürfe. Heinrich vertrat die Auffassung, dass nicht immer ein riesiges Kreuz in den Kirchen hängen müsse. Man könne, wenn man danach suche, Kreuze an vielen Stellen in der Kirche entdecken, wie oben an der Decke, in Gemälden oder im Taufbecken. Nach einem Beitrag eines Gastes aus dem Publikum setzte sich die Diskussion fort, bis zur Frage „Ist der Christus am Kreuz noch unser Markenzeichen oder den Menschen nicht mehr zumutbar?“

Diversität und Schubladen

Bei der Diskussion über unterschiedliche Meinungen in unserer Kirche waren sich beide einig, dass es Vielfalt geben müsse. Auch Schubladen seien möglich, wie zum Beispiel die eher konservativen oder die eher fortschrittlichen Christen. Kirche müsse ein Ort sein, „an dem Menschen miteinander reden, wo andere das nicht mehr können“. Das erfordere Mut: „Andere sollen sehen, was uns trägt, wenn wir von Gott erzählen“, so Heinrich.

Kirche und Politik?

Ein nächster Gast aus der Kommunalpolitik stellte die Frage, „wie politisch darf unsere Kirche sein?“ „Jesus war politisch, er war da, wo die Menschen waren, vor allem die Schwachen“, sagte Heinrich. Einig war man sich, dass Christen sich in der Gesellschaft engagieren sollten und es für die Kirche wichtig sei, mit der Politik klug und umsichtig im Gespräch zu bleiben.

Zuviel Strukturen und zu wenig Seelsorge?

Zwei Gäste, die nicht unserer Gemeinde angehören, stellten kritische Fragen. Einer sagte, er könne sich nicht mehr wiederfinden in der Kirche, in der er lange ehrenamtlich tätig gewesen sei. Die Kirche beschäftige sich zu viel mit sich selbst und habe zu wenige Kontakte zu den Gemeindegliedern. Die Kirche solle sich weniger um die internen Strukturen, sondern um die Seelsorge kümmern. Der Gast fragte, warum so viele Menschen aus der Kirche austreten, und ein weiterer Gast: „Wozu braucht es uns noch?“

Heinrich wies darauf hin, dass Entscheidungen zu Strukturen, die Mitarbeitende und Liegenschaften betreffen, „von oben“ getroffen werden müssten. Sie sei aber davon überzeugt, dass dennoch viele Entscheidungsspielräume vor Ort gegeben seien. „Die Kirche hat mehr als ein Wohlfühlprogramm zu bieten, die hat Hoffnung zu verkünden“, ergänzte Frisch. Heinrich meinte: „Dazu braucht es Identifikationsfiguren, die überzeugt ihren Glauben und ihre Beziehung zu Gott leben“.

Fazit

Diakon Geitner fasste die Veranstaltung zusammen: „Wir haben Klartext gesprochen und gerungen“. Es stünden die Fragen im Raum „Was heißt es heute als Christ zu leben und wie sieht die Zukunft der Kirche aus?“

Auszeichnung für Engagement

Das Wagnis dieses innovativen Formats zahlt sich aus: Das Vorbereitungsteam um David Geitner und Christian Kempf mit Pfarrer Jan-Peter Hanstein, Annemarie Wiehler, Joachim Wartha und Fritz Blanz erhält den Ehrenamtspreis der Diakonie Bayern. Die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 28. Oktober bei der Mitgliederversammlung der Diakonie Bayern in Nürnberg überreicht.

Text: Hans Dieter Munker
Bilder:  Christian Kempf      

Kirchenvorstandswahl 2024

Öffentliche Vorstellung der Kandidierenden am 1.10.

Dienstag 1. Oktober in St. Jakob ab 18:30 Uhr, Beginn 19:00 Uhr. Hier stellen unsere Kandidierenden persönlich vor und es gibt die Möglichkeit sie kennenzulernen und zu befragen. Der Gospelchor umrahmt die Vorstellung.

Du findest die Vorstellung unsere Kandidierenden auch auf unserer Homepage unter:
https://www.lauf-evangelisch.de/wahl-zum-kirchenvorstand-2024-2030/

Am 20. Oktober ist Kirchenvorstandswahl. Bestimmen Sie mit, wer für die nächsten sechs Jahre die Gemeinde in Lauf zusammen mit den  Hauptamtlichen leiten wird.

Es ist ein besonderes Kennzeichen der evangelischen Kirche, dass die Leitung der Gemeinde von Ehrenamtlichen und Hauptberuflichen gemeinsam wahrgenommen wird.
Der Kirchenvorstand trägt die Verantwortung für die Gemeinde, leitet und prägt sie. Er ist Impulsgeber und trifft Entscheidungen für die Gemeindearbeit. Menschen zum Glauben einzuladen und in die Gesellschaft hineinzuwirken – mit Neugier, Diskussionsbereitschaft, Offenheit für andere Menschen und Gottes Wirken.
Mit Deiner Wahl nimmst Du Einfluss darauf, wer die Kirchengemeinde in der kommenden Amtsperiode leiten wird. Du sprichst den Ehrenamtlichen deiner Wahl dein Vertrauen aus und stärkst ihnen den Rücken für die Aufgaben, die vor ihnen liegen.

So wird gewählt

Wahlrecht haben alle Kirchenmitglieder ab 16 Jahren, die am 20. Oktober 2024 seit mindestens drei Monaten der Kirchengemeinde angehören und in die Wählerliste eingetragen sind. Konfirmierte Jugendliche haben das Wahlrecht bereits ab 14 Jahren.

Du wirst angeschrieben

Bis Ende September 2024 erhältst Du eine Wahlbenachrichtigung mit allen Informationen und Unterlagen für die Briefwahl oder die Wahl im Wahllokal vor Ort.
Wichtig: Solltest Du keine Wahlbenachrichtigung erhalten, könnte das daran liegen, dass Du erst kurz vor der Wahl in die neue Gemeinde gezogen bist. Bitte dann im Pfarramt oder Gemeindebüro nachfragen, ob Du bereits in der Wählerliste stehst. Ggf. bittest Du darum, aufgenommen zu werden. Für die Wahlberechtigung muss der Wohnsitz seit drei Monaten – also seit dem 20. Juli 2024 – in der Gemeinde sein.

Wahllokale am Wahltag

 – Sonntag, 20.10.2024
1. Johannissaal 10:00 – 13:00 Uhr
2. Christuskirche 10:00 -13:00 Uhr
3. St.Jakob 10:00 – 13:00 Uhr
4. Kapelle Günthersbühl 10:00 – 12:00 Uhr
5. Kirche Dehnberg 10:00 – 12:00 Uhr

Es ist dabei unabhängig ob an dem Sonntag jeweils ein Gottesdienst stattfindet. Briefwahlunterlagen sind an das Pfarramt zu senden oder dort abzugeben.
Spätester Abgabetermin: Sonntag, 20.10.2024 um 13:00 Uhr

Die Auszählung beginnt am Sonntag, 20.10.2024 um 14:00 Uhr in St Jakob. Ab Montag 21.10. werden die vorläufigen Ergebnisse auf der Homepage veröffentlicht.

Wer bei der Auszählung unterstützen möchte, melde sich bitte bei Pfarrer Jan-Peter Hanstein

Bilder vom Mai 2024