Freizeit Dänemark 2021

In 2021 wird es „Hygge“ – das ist die skandinavische Bezeichnung für „Gemütlichkeit“

Die Evangelische Jugend Lauf fährt diesen Sommer gemeinsam mit 25 Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren nach Dänemark auf die Insel Langeland – in Kooperation mit der Evangelischen Jugend Rückersdorf.

Eine Anmeldung ist immer noch möglich! Dich erwarten 10 Tage Ostsee, skandinavisches Wetter und die Gemeinschaft mit Gott und untereinander.

Willst du das erleben? Dann melde dich mit dem offiziellen Flyer oder hier auf der Website an.

Reisedatum: 28.08.2021 –  06.09.2021

Leitung: Verena Elsterer (Diakonin aus Rückersdorf), Christina Höpfner (Diakonin aus Lauf), David Naßler und ein Team aus ehrenamtlichen Mitarbeitenden.

Preis: 570,00 €

Keiner soll wegen des Geldes zu Hause bleiben! Zuschüsse sind jederzeit möglich. Bitte nimm Kontakt mit der Leitung auf.

Wenn du Fragen hast, dann melde dich bei David Naßler per E-Mail an

Herzlich Willkommen Diakonin Christina Höpfner!

Gestern am 1. Juli ging es los. Für uns alle ein schöner Tag! Das Hauptamtlichen-Team ist wieder komplett und Tina ist gut angekommen! Die Rummelsberger Diakonin Tina Höpfner wird die Kinder- und Jugendarbeit unserer Kirchengemeinde leiten in Verbindung zu der Konfirmandenarbeit und dem CVJM Lauf. Gottes Segen und gutes Miteinander zum Neubeginn! Dann haben wir auch gleich noch ein Teamfoto gemacht an der Christuskirche nach einem Lunch im Cafe SCH-LAU 🙂#neubeginn#lauf#jetztgehtslos#wasdiakoninnensomachen#ejb#elkb#segen#vertrauen#jugendarbeit#gemeindearbeit#wasgeht#ichbinbereit

Unsere Gruppen und Veranstaltungen starten wieder! Neue COVID-19 Präventions-Regelungen in unserer Kirchengemeinde Lauf

Corona-Warn-App: Alle 10 bis 20 Minuten erzeugt die App eine Reihe von Zufallszahlen, sogenannte Bluetooth Beacons, und sendet diese aus.

(nach Evang. Landeskirche – Update 41, 8.6.2021 und (13. BayIfSMV) vom 5. Juni 2021

Allgemein  

  • Es gelten nur noch die Inzidenzgrenzen 50 und 100 mit der täglichen Bekanntgabe durch das Landratsamt Nürnberger Land.
  • Weiterhin gelten die bekannten Hygienemaßnahmen (Kontaktbeschränkungen, Mindestabstand von 1,5 m, Handhygiene, Belüftung, Maskenpflicht).
  • im öffentlichen Raum gelten diese auch für vollständig geimpfte und genesene Personen.
  • Nur bei privaten Zusammenkünften bleiben geimpfte und genesene Personen bei der Ermittlung der Zahl der Teilnehmer unberücksichtigt. Dürfen sich also beispielsweise bei einer Inzidenz unter 50 maximal zehn Personen treffen, so können hier zusätzlich noch vollständig geimpfte oder genesene Personen hinzukommen, ohne mitgezählt zu werden.
  • Für Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen gelten die Teilnehmerobergrenzen bedingt durch die räumlichen Bedingungen und jeweils besonderen Regelungen.
  • Grundlegend ist weiterhin das für alle Räume und Veranstaltungen (soweit diese noch zulässig sind) schriftlich vorliegende und aktuell gehaltene Infektionsschutzkonzept für kirchliche Räume. Das vom KV beschlossene allgemeine Schutzkonzept für die Gebäude sowie ein Rahmenkonzept für Gruppen und Veranstaltungen finden Sie hier.
  • Hygienekonzepte und Raumangaben/Zahlen sind in den Gemeindehäusern und Kirchen ausgehängt. Mitarbeiter:innen empfangen ihre Teilnehmer und weisen auf die geltenden Regeln hin. Zuständige Hauptamtliche informieren auf Anfrage.
  • Von den Kontaktbeschränkungen sind alle Haupt- und Nebenamtliche in Ausübung ihrer beruflichen oder dienstlichen Tätigkeit ausgenommen.

Gottesdienste

  • Anmeldepflicht entfällt bei Gottesdiensten bei einer Inzidenz unter 100. Dies gilt in Lauf nicht für die Christuskirche: Um hier niemanden abweisen zu müssen, bitten wir um Anmeldung zu Präsenzgottesdiensten und Kindergottesdiensten über die Homepage oder das Pfarramt.
  • Das Abendmahl wird als Wandelabendmahl mit Einzelkelchen gefeiert. Bei kleinen Teilnehmerzahlen auch im Halbkreis möglich.
  • Bei Gottesdiensten im Freien besteht keine Maskenpflicht.
  • Singen im Gottesdienst mit Maske ist bei einer Inzidenz von unter 100 wieder erlaubt.
  • Nur für Mitwirkende besteht Testpflicht, nicht für Gottesdienstbesucher. Alle – außer Genesene und Geimpfte, die an Gottesdiensten (liturgisch, in Ensembles oder Sicherheitsteams) mitwirken, müssen sich vor selbst testen oder testen lassen. Die Kirchengemeinde stellt die Selbsttests unentgeltlich zur Verfügung. Hygiene-Schutzvorkehrungen müssen unbedingt auch bei Vorliegen eines negativen Testergebnisses eingehalten werden.
  • Gottesdienste mit Kindern finden mit Anmeldung wieder statt.

Jugend und Konfirmanden

  • Kleingruppen bis 10 können ohne Maske und Abstandspflicht in eigenen Räumen gebildet werden. Sie sollen nicht gemischt werden und können sogar an einem Tisch essen. Diese Gruppen untereinander müssen Abstand halten und bei Plenen Maske tragen.
  • Bei Gruppen-Übernachtungen besteht Testpflicht.
  • Kontaktdokumentation über CoronaWarnApp und QR-Code.

Grundsätzlich findet ihr hier alle Details zum Umgang mit Corona in Handlungszusammenhängen der Jugendarbeit.

Gruppen

  • Veranstaltungen gemeindlicher Gruppen, auch wenn sie regelmäßig stattfinden, dürfen bei einer Inzidenz unter 50 in Gruppen bis zu 10 Personen stattfinden.
  • Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 ist das (auch regelmäßige) Zusammenkommen von insgesamt 3 Hausständen mit bis zu 10 Personen erlaubt.
  • Die zu den Hausständen gehörende Kinder bis 14 Jahren bleiben bei der Bestimmung der Gesamtzahl außer Betracht, ebenso die geimpften und genesenen Personen.

Musik und Chöre

Ansprechpartnerin ist Silke Kupper. Bisherige Hygienekonzepte werden wieder in Kraft gesetzt. Die Chöre treffen sich hauptsächlich wieder in der Johanniskirche und mit den bekannten Regeln. Ebenso proben die Musikesembles “Johannis Brass” und “Stadtstreicher” wieder.

Veranstaltungen

  • Gemeindliche Veranstaltungen aus besonderem Anlass und mit einem von Anfang an klar begrenzten und geladenen Personenkreis sind bei einer Inzidenz unter 50 bis zu 50 Personen in geschlossenen Räumen und bis zu 100 Personen unter freiem Himmel erlaubt. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 sind bis zu 25 Personen in geschlossenen Räumen und bis zu 50 Personen unter freiem Himmel zulässig. Geimpfte oder genesene Personen gehören zu der Gesamtzahl dazu. Eine Vermietung gemeindlicher Räume ist zu diesem Zweck möglich.
    Nur bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 müssen die Teilnehmer über einen Testnachweis verfügen.
  • Ein besonderer Anlass ist dann gegeben, wenn es sich um ein zeitlich begrenztes Ereignis von kurzfristiger Dauer handelt (z. B. Taufe, Konfirmation, Hochzeit, Bestattung, Jubiläum, runder Geburtstag)
  • Kontaktdokumentation aus Anmeldeliste ist Pflicht.

Erwachsenen- und Familienbildung

Inzidienz unter 100: Unser Familienhaus startet wieder mit dem gesamten Programm!

Hier gelten die Hygieneregeln des Evang. Familienhauses

Gremien wie Kirchenvorstand und Ausschüsse

Bis zur Sommerpause nach KV-Beschluss möglichst per Videokonferenz.

Kindertagesstätten:

Hier gelten die jeweiligen Regeln nach StMAS.

FSJ – Wäre das was für DICH?

  • Jung.
    • Offen für Neues.
      • Handwerklich geschickt.
        • Ein oder ein halbes Jahr Zeit.

Dann haben wir ein Angebot für Dich:

Wir, die Evang. Kirchengemeinde Lauf, suchen ab dem 1. September 2021 einen Menschen, der ein „Freiwilliges Soziales Jahr“ in unserer Kirchengemeinde leisten möchte.

In unserer großen Kirchengemeinde gibt es immer etwas zu tun: Reparaturarbeiten, Gartenarbeiten, Unterstützung von Gemeindeveranstaltungen, Winterdienst, Mithilfe im Büro usw. Bei allen diesen Tätigkeiten wird unser Hausmeisterteam tatkräftig unterstützt.

In dieser FSJ-Stelle bei der Evangelischen Kirchengemeinde kannst du dich ausprobieren und durch die Vielseitigkeit der Aufgaben in verschiedene Arbeitsbereiche hineinschnuppern. Somit kann dieses Jahr auch zur Orientierung für die eigene berufliche Zukunft genutzt werden.

  • Du musst zwischen 16 und 26 Jahren alt sein sowie deine Schulpflicht erfüllt haben, um das Freiwillige Soziale Jahr machen zu dürfen.
  • Du erhältst ca. 500,00 Euro monatlich für Deine Tätigkeit.

Interessiert? Noch Fragen?

Dann bewirb Dich mit einem Anschreiben und einem kurzen Lebenslauf bei Pfarrer Hanstein:

WIR SUCHEN DICH für unser TEAM!

Du bist Erzieherin,Sozialpädagogin, Hebamme oder ähnliches und hast Lust mit Eltern und Kindern zu arbeiten?

Dann bist du bei uns genau richtig!

Wir suchen wieder neue Eltern-Kind-GruppenleiterInnen für z.B.unsere Babykurse, Mini Clubs und Papa-Kind-Turnkurse, aber auch für Nachmittagskurse.

Wir freuen uns aber auch über deine Ideen und Visionen.

Bitte melde dich bei der pädagogischen Leitung Nadja Bauer unter 09123-9998400 oder per E-Mail

Alle Infos zu unserer Familienbildungsstätte findest du auch unter www.familienhaus-lauf.de

KINDERTAGESSTÄTTEN BETREUUNG AKTUELL

Das Vorgehen in Coronazeiten bei dem Betrieb in Kindertageseinrichtungen hat sich geändert. Es ist nicht mehr der Inzidenzwert am Freitag ausschlaggebend.

Derzeit ist entscheidend, ob die 7-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut an drei aufeinanderfolgenden Tagen den kritischen Wert von 50, 100 überschreitet bzw. an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschreitet. Die entsprechenden Regeln werden dann am Folgetag bekannt gegeben und gelten ab dem übernächsten Tag. 

Die zuständige Kreisverwaltungsbehörde hat unverzüglich amtlich bekanntzumachen, sobald ein relevanter Schwellenwert der 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen über- oder an fünf aufeinander folgenden Tagen unterschritten wurde.“

Dies geschieht über die Homepage des Landratsamtes unter folgendem Link:

Landkreis Nürnberger Land: Fragen zu Schule und Kindergarten (nuernberger-land.de)

Auch unsere evang. Einrichtungen KiTa Pusteblume, Arche Noah, Hort Hummelnest bekommen keine früheren Informationen, sondern müssen sich eigenverantwortlich täglich hier informieren. Erst nach der Anweisung der Bekanntgabe des LRA wissen wir verbindlich nach welchen Regelungen der KiTa-Betrieb stattfinden kann.  

Christina Höpfner – unsere neue Jugenddiakonin

Liebe Gemeinde, Liebe Jungs und Mädels der Evangelischen Jugend, 

ist euch, ist Ihnen das Spiel „Wer bin ich?“ bekannt? Man sitzt in einer lustigen Runde mit Freunden zusammen. An der eigenen Stirn pappt ein bunter Zettel mit einem prominenten Namen drauf. Ich selbst kann den Zettel ja nicht lesen, also versuche ich, über Fragen herauszufinden, wer ich bin. Die Freunde beantworten sie mit Ja oder Nein. Ich schöpfe Verdacht, wer ich sein könnte, vermute, setze die einzelnen Informationen zu einem Bild zusammen und dann kommt die Erkenntnis. Endlich weiß ich wer ich bin.

Wir drehen das Spiel einmal um: Ich weiß wer ich bin und ihr dürft raten:

Los geht´s! Ja, ich bin eine Frau. Ich bin verheiratet. Nein, ich wohne nicht in Lauf, sondern in Simmelsdorf. Ich bin in den 30ern. Wir haben einen Sohn. Ich liebe meinen Beruf. Nein, vor dem Computer sitze ich ungerne. Ich spiele am liebsten etwas mit Würfeln oder mit Karten. Ja, ich fahre gerne auf Freizeiten und arbeite am liebsten in kleinen Gruppen und mit Kindern und Jugendlichen. Es macht mir große Freude, Menschen auf ihrem Lebensweg zu begleiten. Malen ist nicht mein Hobby. Ich höre kein Rap oder HipHop. Ich genieße das Meer am liebsten auf einem Segelschiff. Ich trinke Kaffee und Tee. Ich liebe den Frühling und bin gern barfuß unterwegs. Nein, ich bin keine Pfarrerin. Mein Konfirmationsspruch ist mein Begleiter. Ja, ich bin „die NEUE“ im Hauptberuflichen Team.

Und – habt ihr, haben Sie eine Idee wer ich bin?

Richtig, ich bin die neue Diakonin! Mein Name ist Christina Höpfner – wobei sich mein Spitzname „Tina“ meist durchsetzt.

Los geht es für mich in Lauf am 01. Juli, und ich freu mich riesig auf die neuen Aufgaben und Veränderungen. Mein Weg führt mich nach neun Jahren von Nürnberg West nun nach Lauf, zu Euch und zu Ihnen. Aufgewachsen bin ich im wunderschönen, wenn auch katholischen Landsberg am Lech. Mit 17 Jahren zog ich nach Rummelsberg, um den Beruf der Diakonin zu lernen. 2009 war das geschafft, und ich trat meine erste Stelle in München an. Der Liebe wegen zog es mich 2012 zurück nach Franken – genauer gesagt nach Nürnberg in die Nikodemuskirche.
Mein Mann ist auch Diakon, er arbeitet als Migrationsberater für die Rummelsberger Diakonie.
Als Dream-Team gestalten wir unser Leben gemeinsam mit unserem Sohn Joshua.

Mit viel Erfahrung im Gepäck bin ich für die Kinder und Jugendlichen und ihre Familien in der Kirchengemeinde zuständig. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem Jugendausschuss, den Mitgliedern des Kirchenvorstandes und den Kollegen vor Ort. Ich bin gespannt auf unserer ersten Begegnungen und gemeinsamen Projekte. Ich freue mich darauf, die Menschen und die Stadt Lauf nun mit anderen Augen und beruflichen Aufgaben neu zu entdecken.
Möglichkeiten zum Kennenlernen werden wir hoffentlich viele haben – gerade jetzt im Sommer. Ob im Jugendhaus auf einen Kaffee, eine goldene Milch oder an der Eisdiele auf einen kurzen Plausch, ich freue mich auf jede einzelne Begegnung.
Ich wünsche Euch und Ihnen einen gesegneten Sommer.

Eure/Ihre

Tina Höpfner

Digitale Orgelführung (nicht nur) für Kinder

Die Orgel ist das Instrument des Jahres 2021 – und das wollen wir feiern.

Kantorin Silke Kupper hat gemeinsam mit dem Technikteam aus St. Jakob Cedric Behnke, Maxi Weidner und Thomas Reuß eine Orgelführung aufgenommen und es ist ein toller 14- minütiger Film entstanden. In dem Video gehen sie den Fragen nach: Wie viele Pfeifen hat denn die Orgel in der Johanniskirche? Wie entsteht der Ton? Und wie sieht die Orgel wohl von innen aus?

Die vier haben tatsächlich sämtliche Register gezogen, um euch die Orgel von innen und außen vorzustellen. Lasst euch überraschen und schaut euch das Video an:

https://youtu.be/5pOkPE3i6ck

Ein Tag mit Gott – Film der EJ Lauf

Begleite uns durch den Tag mit Aufstehen, Schule, Mittagessen, Freunde treffen und Jugendgruppe. Was an dem Tag passiert, das entscheidest du! Am Ende jedes Videos musst du eine Entscheidung treffen, was als nächstes passieren soll. Starte jetzt das erste Video mit diesem Link: www.ej-lauf.de/tag

Die Livestreamer der Kirchengemeinde – Lebensader in der Corona-Pandemie

Es gibt eine Werbekampagne der Bundesregierung während der Corona-Pandemie, in der gefragt wurde, was man während dieser Krise getan habe. Wenn mich das jemand fragen würde, dann antwortete ich: „Wir haben Livestreams von Gottesdiensten gemacht!“ Und wenn mir das jemand Anfang 2020 gesagt hätte, dann hätte ich ihn nicht ernst genommen…


Was braucht man also für einen Livestream? Bei uns in der Gemeinde war das ein technik- und medienbegeisterter Pfarrer, der schon kurz vor Beginn des ersten Lockdowns den Anstoß gab, Gottesdienste live im Youtubekanal zu übertragen. Dazu kam ein medienbegeisterter Ehrenamtlicher mit seinem Sohn, die, zunächst noch etwas ablehnend, diesen Gedanken aufgriffen und zur Tat schritten. Und schließlich waren wir in Lauf in der glücklichen Situation, über eine Kirche zu verfügen, die mit einem Audio- und einem Videomischpult ausgestattet war und in der die Lieder während des Gottesdienstes schon seit langem mit einem PC eingeblendet wurden. Halt, aber da fehlen doch noch die Kameras, wird der ein oder andere einwerfen. Ja, glücklicherweise fand sich ein Kamerateam, das gerade „arbeitslos“ und bereit war, seine professionellen Kameras nicht nur zur Verfügung zu stellen, sondern sie auch gleich zu bedienen.
Und so konnten die Livestreams dann starten… Das hört sich im Nachhinein sehr einfach an – war es teilweise auch – technische Feinheiten lasse ich mal weg. Unsere Gemeinde war auf diese Weise in der Lage, wöchentlich über vier Monate hinweg Gottesdienste live in HD-Qualität zu übertragen, die mit der Homepage der Gemeinde verlinkt waren und so mehrere hundert „Gottesdienstbesucher“ erreichten. Aktuell hat der erste gestreamte Gottesdienst vom 22.3.2020 über 5000 Aufrufe bei Youtube – so viele Personen hätten wir in einem Gottesdienst in keiner unserer Kirchen begrüßen können. Für den Kindergottesdienst drehte ein Team eigene Filme, die parallel zum oder nach dem „Erwachsenengottesdienst“ angeschaut werden konnten.

Aber natürlich gab es auch so etwas wie „Abnutzungserscheinungen“: Irgendwann musste die Gemeinde eigene Kameras anschaffen, was dank großzügiger Spenden möglich war. Das größere Problem war aber die Belastung der Mitarbeiter, denn Woche für Woche einen Livestream aufzunehmen, dem auch noch eine Probe am Samstag vorausging, geht irgendwann an die Substanz. Und da erst komme ich ins Spiel, denn nach den Sommerferien wurde ein zweites Team aufgebaut, das auch hauptsächlich aus Ehrenamtlichen besteht und seit Ende September 2020 aus einer weiteren Laufer Kirche im zweiwöchigen Wechsel mit dem anderen Team Livestreams sendet. Wir profitierten enorm von den Erfahrungen des „Ursprungsteams“, das dieses auch in vollem Umfang weitergab, sodass wir nicht bei Null starten mussten. Hinzu kommen begeisterte junge Leute, die jede Woche mit riesigem Engagement dabei sind und dabei helfen, Gottesdienste mit Bild und Ton zu übertragen. Wobei sich der „gute“ Ton fast schon als das größere Problem darstellt… Wie nimmt man den Ton einer Geige ab? Wie stellt man eine mehrköpfige Band coronakonform auf? Mit welchen Instrumenten haben wir es beim nächsten Gottesdienst überhaupt zu tun? Und wie viele Personen singen eigentlich? Hier hat sich eine gründliche Planung als beste Grundlage herauskristallisiert. Schon zur Probe am Samstag liegt ein relativ detaillierter Ablaufplan vor, sodass jeder Teilnehmer weiß, wo er wann sein muss, wann welches Lied kommt oder welcher Text als Epistel gelesen wird. Denn sowohl Liedtexte als auch die Lesungen werden natürlich im Bild auch eingeblendet. Aber auch bei der Kameraführung und beim Videoschnitt müssen Regeln für das „gute Bild“ beachtet werden, damit niemand abgeschnitten ist oder auf dem Bild zu klein erscheint. Nach ungefähr 50 Livestreams hat sich mittlerweile eine gewisse Routine eingespielt, was aber nicht bedeutet, dass besondere Gottesdienstformen auch wieder besondere Herausforderungen darstellen.
Auch die musikalische Gestaltung der Streaming-Gottesdienste hat sich im Laufe des Jahres verändert: Durften zu Beginn nur Hauptamtliche wegen der strengen Coronaauflagen musizieren, gestalten nun auch wieder Ehrenamtliche die Gottesdienste mit. Es wird rege zwischen Bandmusik und klassischer (Kirchen-) Musik abgewechselt, sodass die große Bandbreite der Laufer Kirchenmusik im Kleinen dargestellt werden kann. Profi-Musiker erhalten während der Pandemie Auftrittsmöglichkeiten und werden damit finanziell unterstützt und auch die einzelnen Gottesdienstprofile der Großgemeinde sind spürbar. Natürlich fordern die Proben (sowohl als Ensemble/Band plus Technikproben) den Musikern im Stream enorm viel Zeit ab, doch es ist gerade während aller Beschränkungen wunderbar live musizieren zu dürfen. Gott sei Dank verfügt unsere Kirchengemeinde über sehr gute Technik und Ehrenamtliche zum professionellen Mischen und Abnehmen eines guten Tons!
Auch wenn ich mir bewusst bin, dass Livestreams besonders in Bezug auf das Erleben der Gemeinschaft im Gottesdienst ihre Nachteile haben, haben sie aber auch eindeutige Vorteile: Dadurch, dass wir die Kamera nicht einfach mitlaufen lassen, sondern dass der Gottesdienst auf die Aufnahmen zugeschnitten ist, erreichen wir, dass der Zuschauer sich unmittelbar angesprochen fühlt, da er ja förmlich persönlich vom Pfarrer in seinem Wohnzimmer angesprochen wird. Hinzu kommen spezielle Kameraperspektiven, die Bilder ermöglichen, die ein „normaler Gottesdienstbesucher“ von seinem Platz in einer der hinteren Bänke gar nicht wahrnehmen kann. Und schließlich sind Einblendungen von Bildern oder Texten definitiv am Bildschirm besser erkennbar, als wenn sie per Beamer an die Wand geworfen werden. Ein weiterer großer Vorteil des Livestreams ist außerdem, dass so auch „große Gottesdienste“ möglich waren, die in Präsenz zu Coronazeiten nicht möglich gewesen wären. Ich denke hier besonders an die Abschiedsgottesdienste von David Geitner oder von Friederike Hoffmann. So konnten an diesen Gottesdiensten viel mehr Menschen teilnehmen, als es coronabedingt in der Kirche der Fall gewesen wäre. Und ihnen allen steht die Livechat-Funktion zur Verfügung, um so noch persönliche Wünsche und Grüße weiterzugeben.
Was bleibt als Fazit: Ein großer technischer Aufwand, der auch die Mitarbeit von vielen Ehrenamtlichen erfordert; der aber gleichzeitig das Potenzial bietet, junge Menschen an die Mitarbeit in der Kirchengemeinde heranzuführen. Die Chance, selbst etwas Neues zu lernen und die Chance, das Wort Gottes auf einem neuen Weg unter die Menschen zu bringen. Letztendlich auf diesem Wege als Kirchengemeinde für die Gemeindemitglieder da zu sein, auch wenn jeder Einzelne für sich alleine zu Hause sitzt.

Heiko Brandt, Philipp Höcht, Silke Kupper