Erinnerung an die Zahlung des Kirchgelds 2023!

Vielen Dank an die Vielen, die bereits ihr Kirchgeld 2023 gezahlt haben und zusammen bereits 59.000€ aufgebracht haben!

Sie erinnern sich? So sah unser Kirchgeldbrief aus 🙂

Alle anderen möchten wir freundlich erinnern: vielleicht haben Sie unseren Brief verloren, übersehen oder was auch immer? Jetzt ist die letzte Gelegenheit!

Um die vielfältigen Aufgaben unserer Kirchgemeinde erfüllen zu können, sind wir auf die finanzielle Unterstützung unserer Gemeindeglieder angewiesen. Dies geschieht neben Landeskirchensteuer, Spenden und Kollekten auch durch das Kirchgeld, das wir selbst erheben. Das Besondere am Kirchgeld ist: es kommt 100 % der Arbeit unserer Kirchgemeinde zugute und ist mit ca. 65.000 € im Gemeindehaushalt eingeplant.

Verpflichtet zur Kirchgeldzahlung sind

  • Alle Gemeindeglieder über 18 Jahren
  •  Gemeindeglieder über 18 Jahre, wenn ihre jährlichen Einkünfte höher als dem Grundfreibetrag von 10.908€ liegen
  • die Höhe des Kirchgeldes ist gestaffelt von 20€ bis max. 120€ (über 70.000€ Jahreseinkommen)

Wir bitten deshalb alle, die ihr Kirchgeld für 2023 noch nicht entrichtet haben, den für sie zutreffenden Betrag bar im Pfarramt oder auf das Kirchgeldkonto KG Lauf DE27 7605 0101 0240 1245 03 mit dem Vermerk „Kirchgeld 2023“ überweisen.

Oder Sie nutzen unsere Kirchgeldseite und zahlen Sie hier direkt!

Sie können auch mit dem Handy bezahlen!

Sie haben vergessen, ob Sie schon gezahlt haben? Ein Anruf bei Dagmar Weber im Pfarramt Tel 2201 genügt – Frau Weber wird Ihnen direkt Auskunft geben! Vielen Herzlichen Dank

Unser Pfarramt (Controlling 😊)

Stellungnahme der Regionalbischöfin zur Lage in Nahost

Folgende Presseinformation hat uns die Oberkirchenrätin im Kirchenkreis Nürnberg, Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyhern, zukommen lassen:

 
PRESSEINFORMATION vom 26.10.2023
Evangelische Dekan:innen zur Lage in Israel und Palästina:

Von Ecrusized, influenced by user Rr016. - Eigenes Werk, NYT, WSJ & Template map. Made using OpenTopoMap data. Israeli presence in Gaza Strip., CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=138592589


Auch in den kirchlichen Gremien der ELKB wird wach und besorgt über die Situation in Nahost diskutiert. Die Dekaninnen und Dekane aus dem Kirchenkreis Nürnberg schließen sich einer von den Dekaninnen und Dekanen im Kirchenkreis Ansbach-Würzburg vorgelegten Verlautbarung zur Lage in Israel und Palästina vom 19.10.23 an und erklären selbst:

„Auch fast drei Wochen nach den pogromgleichen Gräueltaten der Hamas an über 1400 israelischen Männern, Frauen und Kindern sind wir über die Geschehnisse schockiert. Terroristen haben das größte Massaker seit der Schoah an jüdischen Zivilisten verübt, und das ausgerechnet auf israelischem Staatsgebiet.
Auch im Bereich des Kirchenkreises Nürnberg fanden zur NS-Zeit grauenhafte Pogrome gegen jüdische Menschen und Einrichtungen statt. Die damaligen Kirchenvertreter schwiegen oft dazu. Deshalb hat sich unsere bayerische Landeskirche 1998 dazu verpflichtet, „das Bestreben des jüdischen Volkes nach einer gesicherten Existenz in einem eigenen Staat“ genauso zu unterstützen wie das gesicherte Leben von Jüdinnen und Juden hier bei uns.
Diese gesicherte Existenz ist jetzt massiv verletzt. Daher ist nun nicht der Moment, den Israelis kluge Ratschläge zu erteilen, wie es manche tun. Vielmehr sagen wir den Jüdinnen und Juden hier bei uns genauso wie in Israel, dass wir an ihrer Seite sind. Wir wollen nicht länger dulden, dass es in unserem Land Demonstrationen gibt, in denen zur Vernichtung des Staates Israel und seiner Bewohner aufgerufen wird. Wir sind auch darüber entsetzt, dass propalästinensische Aktivisten angefangen haben, die von jüdischen Menschen bewohnten Häuser in Deutschland mit einem Davidstern zu markieren. Wenn Synagogen das Ziel von Brennsätzen werden und wenn jüdische Kinder wegen der zu erwartenden Repressalien Angst davor haben, in die Schule zu gehen, dann bedrückt uns das sehr. Hinter diesen Anfeindungen sehen wir keine bloße „Kritik am Staat Israel“, sondern eindeutigen Antisemitismus.
Wir haben Verständnis dafür, dass es das aktuelle Ziel der israelischen Armee sein muss, die Terrororganisation der Hamas zu zerschlagen. Nur wenn Israel seine Bevölkerung vor Terroristen schützt, gibt es eine Chance auf Frieden für Israelis und Palästinenser. Die leider auch von vielen Christen vollzogene Gleichsetzung der Hamas-Massaker mit der militärischen Reaktion der Israelis weisen wir entschieden zurück. Denn hier wird verschwiegen, dass die Hamas die Tötung von Zivilisten absichtlich herbeiführt und die Israelis diese zu vermeiden sucht.
Gleichwohl sehnen wir uns nach einer politischen Lösung, der zufolge Israelis und Palästinenser ohne Gewalt nebeneinander in Frieden leben können. In unseren Gebeten sind wir mit allen verbunden, die derzeit von Gewalt und Leid betroffen sind. Wir hoffen auch auf humanitäre Unterstützung für die notleidende Bevölkerung im Gazastreifen. Wir beten für alle Menschen um Frieden!“
 
 
Zum Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Nürnberg gehören knapp eine halbe Million Evangelische im Großraum Nürnberg. In zehn Dekanaten sind rund 280 Kirchengemeinden zwischen Gräfenberg und Pappenheim, Hersbruck und Neustadt/Aisch organisiert. Und mittendrin die drei Großstädte Nürnberg, Fürth und Erlangen. (www.kirchenkreis-nuernberg.de).

Der BLICK Oktober/November 2023 online und interaktiv

Predigt im Fahrradgottesdienst in Lauf an der Pegnitz, in der Kirche in Güthersbühl von Pfr. i.R. Kuno Hauck, 11. Juli 2023

26 Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie?

27 Wer ist aber unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt?

28 Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht.

29 Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.

Matthäus 6, 26-29

Liebe Fahrradfreundinnen und Freunde, liebe Gemeinde,

„Seht die Vögel unter dem Himmel“, sagt Jesus in der Bergpredigt und erinnert die Menschen daran, wie wichtig es ist, sich als Teil der guten Schöpfung Gottes zu sehen.

„Seht die Vögel unter dem Himmel“.

Seit Jahren beobachte ich gerne Vögel und freue mich besonders, wenn ich einen Vogel entdecke, den ich schon länger nicht mehr oder noch nie gesehen habe.

Erst vor kurzem, als wir mit dem Fahrrad um einen See in Frankreich fuhren, entdeckte ich im Schilf einen seltenen Purpurreiher. Seit mehreren Jahren hatte ich keinen mehr gesehen. Sofort kehrten wieder um, um ihn genauer zu beobachten.

Wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist, nimmt man die Welt um einen herum unmittelbarer wahr. Meistens kann man auch sofort anhalten. Die Natur rauscht nicht einfach vorüber, sondern ist sichtbarer, riechbarer, spürbarer. Steigungen, auf die man mit dem Auto gar nicht achtet, werden plötzlich in den Beinen spürbar. Das haben alle, die heute mit dem Fahrrad von Lauf gekommen sind, gleich bei der Anfahrt nach Günthersbühl gemerkt.

Mit dem Fahrrad spüren auch E-Biker*innen schnell ihre Grenzen, wenn der Akku leer und man noch nicht am Ziel ist. Aber wie schön ist es dann, wenn eine steile Abfahrt kommt und man das Rad laufen lassen kann.

Zum Beispiel, wenn man gleich hier um die Ecke, von Tauchersreuth nach Beerbach runterbraust und ohne bremsen, schnell die 50 km/h und mehr erreicht sind. Und ist es nicht wunderbar, an blühenden Linden vorbeizufahren und sich von ihrem Duft verzaubern zu lassen?

Ja, auch die Wahrnehmung der Temperaturen ist ganz anders. Die Kühle am Morgen, die stechende Sonne, an Tagen wie heute. Dann über 33 Grad im Schatten und es gibt außer dem Fahrtwind keine Klimaanlage die man einschalten kann.

Wer viel in der Natur unterwegs ist, nimmt die Welt anders wahr.

„Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch.“

Wie lange wird das noch so sein, frage ich mich?

Wie lange noch können wir die Vögel in ihrem geschäftigen Treiben, unter dem Himmel beobachten? Das Vogelsterben hat dramatische Ausmaße angenommen. Eine Ursache neben vielen ist, dass Vögel keinen geeigneten Lebensraum und nicht mehr genügend Nahrung finden. Besonders betroffen sind die Vögel der Agrarlandschaften. „Sie säen nicht, sie ernten nicht“ sie leben von dem, was wir Menschen ihnen lassen und deshalb sterben sie jetzt aus.

Noch vor ein paar Jahren musste man bei einer Autofahrt im Sommer, regelmäßig die Windschutzscheibe mit einem Insektenschwamm reinigen. Jetzt kann man hunderte von Kilometern fahren ohne, dass dies notwendig ist.

„Seht die Vögel unter dem Himmel an …Seid ihr … nicht viel kostbarer als sie?“

Unsere Erde, Gottes Schöpfung, der wunderbare blaue Planet, der vielleicht einzige bewohnbare Planet im Weltall, ist ein einzigartiges Ökosystem, das Millionen von Jahren gebraucht hat, so zu werden, dass sie zur Heimat für uns Menschen werden konnte.

Seit 4,5 Milliarden Jahren kreist die Erde um die Sonne und Gott hat sich sehr lange Zeit gelassen mit seiner Entwicklung des homo sapiens, des späteren Menschen. Wenn man die Geschichte der Erde mit einem 24 Stundentag vergleichen würde, müssten wir eingestehen, dass es uns Menschen erst seit 4 Sekunden gibt. Seit es vernunftbegabte Menschen gibt, bestaunen, bewundern und besingen sie diese wunderbare Schöpfung, unseren einzigartigen Lebensraum.

So wie wir es auch im ersten Lied gemacht haben: Himmel, Erde, Luft und Meer, zeugen von des Schöpfers Ehr; meine Seele, singe du, bring auch jetzt dein Lob herzu.

„Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen“

Über viele Jahrtausende mussten sich die Menschen, abgesehen von einzelnen Naturkatastrophen, nie um ihre Existenz grundsätzlich sorgen machen.

Sie erlebten, dass das ökologische Gleichgewicht der Erde immer wieder ins Lot kam.

Sie erlebten, dass man sich auf die Worte am Ende der Sintflutgeschichte verlassen konnte: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“

Glaubt man den Meteorolog*innen, Klimaforscher*innen und Fachleuten haben wir Gott einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Harald Lesch, aus Fernsehen und Internet bekannter Astrophysiker und Philosoph erzählt in seinem Buch „Die Menschheit schafft sich ab“ folgenden bösen Witz.

„Treffen sich zwei Planeten.

Der Eine: „Du siehst aber schlecht aus.“

Der Andere: „Ich habe Menschen!“

Der Eine: „Oh, das geht vorbei.“

Wahrscheinlich sind wir tatsächlich die letzte Generation die die Erde noch vor dem berühmten Kipppunkt erlebt, den Moment, wo es kein zurück mehr gibt. Wissenschaftler verwenden dazu gerne das Bild des Tisches und des Tellers. Man kann einen Tisch mit einem Teller darauf kippen und zusehen wie der Teller sich langsam auf den Rand zubewegt. Irgendwann fällt der Teller vom Rand und zerbricht. Selbst wenn wir dann den Tisch wieder gerade stellen, ist der Teller kaputt.

Eckhart von Hirschhausen, hat beim Evangelischen Kirchentag in Nürnberg einen anderen eindrücklichen Vergleich verwendet. Er sagte, wenn wir ein Ei erhitzen, haben wir bald ein gekochtes Ei. Wir können es danach abkühlen wie wir wollen, es wird kein flüssiges Ei mehr werden.

Der Teller Erde bewegt sich mit einer erschreckenden Geschwindigkeit auf diesen Kipppunkt zu.

Wir können unsere Erde, Gottes gute Schöpfung, aber nicht einfach durch eine andere ersetzen. Gott wird uns auch keine neue geben.

Und jetzt? Was machen wir mit diesem Wissen und diesen Prognosen?

„Ich werde dieses Jahr noch einmal die Malediven besuchen“ sagte jemand zu mir, als ich nach seinen Urlaubsplänen fragte. „Man weiß ja nie, wann sie im Meer versinken bei dieser Klimakatastrophe.“ Ist das nicht zynisch im Hinblick auf die Menschen, die dort bald ihre Heimat verlieren?

Oder denken wir einfach: „So schlimm wir es sicher nicht kommen?“

Unsere Erde ist zu kostbar und zu einmalig, um nichts zu tun. Noch nicht lange her bekam ich ein Buch geschenkt mit dem Titel: „Warum Radfahren glücklich macht und dabei hilf, die Welt zu retten“.

Ein gutes Beispiel dafür, dass sich bei allen katastrophalen Klimanachrichten viele sich nicht entmutigen lassen.

Gestern gab es z.B. eine Sternfahrt von Lauf und Altdorf nach Hersbruck unter dem Motto: „Radeln für den Klimaschutz“. Rund 200 Radler*innen waren dabei.

Im Mai fuhren 170 Radfahrer*innen vom Kind bis zur Oma beim ersten KIDICAL MASS durch Lauf, um für sicherere Radwege ein Zeichen zu setzen. Am 21.7. wird es in Röthenbach eine Raddemo geben, weil der Stadtrat beschlossen hat aus der „Arbeitsgemeinschaft der fahrradfreundlichen Kommunen“ auszutreten.

Liebe Fahrradfreundinnen und Freunde, liebe Gemeinde,

natürlich rettet Radfahren allein nicht die Welt! Es zeigt aber, dass wir alle etwas tun können.

„Seid ihr denn nicht viel kostbarer …“. In der Bibel wird der Mensch als die Krone der Schöpfung beschrieben.

Das Klima schützen, heißt daher auch den Menschen zu schützen, Gottes Ebenbild. Jedes Zehntel Grad an Erderwärmung, was wir verhindern können, ist ein riesiger Erfolg. Radfahren macht glücklich das erleben viele, wenn sie mit dem Rad unterwegs sind, aber wichtig ist es, das Fahrrad auch im Alltag zu verwenden, nicht nur in der Freizeit.

Daher läuft parallel zum Stadtradeln, ja auch die Laufer Radl-Shopper-Aktion, die dazu einlädt, mit dem Fahrrad einzukaufen.

„Seht die Vögel unter dem Himmel, … schaut die Lilien auf dem Feld“.

Das heißt: Geht mit offenen Augen durch die Welt, und hinterfragt immer wieder euren Lebensstil.

Haltet Gottes Geist, die Liebe zur Schöpfung immer in euren Herzen.

Amen

Pfr. i.R. Kuno Hauck

Danke aus Winnyzja für den 2.Spendenlauf der Lebenshilfe

Liebe Schüler und Schülerinnen, liebe Lehrerinnen und Lehrer in Schönberg!

Zum zweiten Mal habt ihr einen Spendenlauf in eurer Bernhard-Leniger-Schule Schönberg durchgeführt. Dank der gesammelten Gelder von euch Eltern, Kindern und LehrerInnen konnten wir etwas Urlaub für unserer Flüchtlingskinder organisieren. Das hat uns geholfen, die Aufmerksamkeit von den schrecklichen Ereignissen in unserem Land abzulenken. Viele Kinder hier erinnern sich noch an ihre Geburtstage zu Hause. Viele Familien haben ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen, weil sie im Krieg zerstört wurden.

Es ist mehr als symbolisch, dass Kinder für Kinder einstehen! Ich danke allen Menschen, die an der Hilfe beteiligt sind. Gott weiß darum und er wird es gut machen. 

Im Namen von mir und unserem Team TRAPEZA danke ich allen!

Pfarrerin Larissa Kostenko,

Lutherische Kirchengemeinde in der Stadt Winnyzja, Ukraine

Die „Tafel Trapeza Winnyzja“ ist jetzt nicht mehr ein Restaurant, sondern eine Hilfsorganisation!

Winnyzja zu Ostern 2023

Zuerst wurden die Flüchtlinge im Cafe Trapeza („Mahlzeit“) versorgt, das die Kirchengemeinde angemietet hatte.  Später stellte es sich als einfacher heraus, die Flüchtlinge direkt in der Bezirksschule nebenan zu unterstützen. Nun wird die Schule wieder gebraucht für den Unterricht. Die Schulkinder wurden wegen der Belegung mit Flüchtlingen die ganze Zeit über online unterrichtet! Vor Ostern wurden die Flüchtlinge um Winnyzja herum verteilt, aber Larissa und ihre Helfer machen weiter – dank der Unterstützung aus Lauf. Die Kirchengemeinde mit ihrer unermüdlichen Pfarrerin Larissa Kostenko versorgt die ihnen bekannten Familien weiterhin an drei Orten mit Lebensmitteln und anderen lebensnotwendigen Gütern: in Gnivan, Tjaschliyw und in einem Hostel in Winnyzja, insgesamt 80 Personen mit vielen Kindern und Senioren. Sie brauchen pro Woche ca. 28.000 Griwna (UAH). Das sind nicht ganz 800€. Ca. 60.000€ Spenden haben wir seit einem Jahr aus Lauf überwiesen. Weiterhin sind sie auf Hilfe angewiesen.

 
Larissa schreibt: „Aufgrund der Situation beschlossen wir, zu analysieren und die richtige Lösung zu wählen. Ich habe Freude und Hoffnung in den Augen dieser Menschen gesehen. Sie sind nicht im Stich gelassen worden. Wir kümmern uns weiterhin um sie.“
Es sind immer auch Einzelschicksale: Larrissa hat einmal von Valentina Sidorenko aus Tschernihiw erzählt, die am 25.10.2022 mit der Diagnose Schlaganfall aus dem Zug in Winnyzja geholt wurde. Am 9.12.2022 wurde sie in der Schule untergebracht, in der die Migranten wohnten. Sie hat keine Verwandten, konnte nicht aufstehen und wurde von vielen Menschen gepflegt. Die wichtigste warme Mahlzeit erhielt sie von unserem TRAPEZA-Projekt. Die Köchin Inna brachte jede Mahlzeit persönlich zu ihr. Nachdem die Schule geräumt worden war, wurde Valentina in das Wohnheim auf Tjaschilow verlegt. Als Valeri und Larissa die Menschen mit allem versorgten, was sie brauchten, sahen sie sie wieder. Sie braucht eine Rehabilitation nach einem Schlaganfall. Dank der Unterstützung guter Menschen, konnten sie für 14 Tage stationär in der regionalen Klinik von Winnyza untergebracht werden. Ein Rehabilitationsarzt hat bereits begonnen, mit ihr zu arbeiten, und sie erhält die Behandlung, die sie braucht. Ihre Dankbarkeit kennt keine Grenzen.

Larissa schreibt: „Dank der Hilfe aus Lauf besucht TRAPEZA wöchentlich Menschen, die Hilfe brauchen, denn wir alle haben schwierige Tage, Stress und tägliche Probleme in unserem Leben. Es gibt ein einfaches Mittel, das jeden stärkt, nämlich die Bibel zu lesen und zu beten, zum Beispiel mit Worten aus dem Buch der Psalmen. Durch die Psalmen tröstet, stärkt, hilft, erleichtert und führt Gott.
„Gott ist unsere Zuflucht und Stärke, ein schneller Helfer in der Not” (Psalm 45,2).“

Trapeza geht weiter, dank der Menschen, die dafür spenden. Das können Sie gerne über das Spendenkonto der Kirchengemeinde tun, auch digital und regelmäßig über unsere Homepage! Herzlichen Dank!

Pfarrer Jan-Peter Hanstein, Fotos Larissa Kostenko privat

#tafelwinnyzja (demnächst auch auf Instagram)

Ihre Spende kommt direkt hier an! Die evangelische Kirchengemeinde hat in der Ukraine mit der deutschen lutherischen Kirchengemeinde Winnnyzja und Pfarrerin Larissa Kostenka vor Ort einen Partner gefunden. Über 30.000 Flüchtlinge kommen täglich durch die Region Winnnyzja in der Mitte der Ukraine. Es herrscht große Not an Lebensmitteln, weil vieles nicht mehr zu kaufen ist.