Sommerliche Streicherklänge

mit den Laufer Stadtstreichern

Am Sonntag, den 11. Juli 2021 genießen Sie mit den Laufer Stadtsreicher sommerliche Streicherklänge.

Beginn des Konzertes ist um 17.00 Uhr in der Johanniskirche.

(Einlass ab 16.15 Uhr)

  • Eintritt: 12,00 €
  • Schüler und Studenten: 8,00 €

Karten können ab dem 21.06.2021 hier reserviert werden. Bitte melden Sie sich im kompletten Hausstandverbund an, damit wir Sie entsprechend platzieren können und wir somit vielen Interessierten die Möglichkeit eine Teilnahme ermöglichen.

Reservierte Karten müssen bis 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn in Empfang genommen werden.

Am Eingang weisen Ihnen Ordner Ihre Plätze zu. Eine Sitzplatzreservierung ist nicht möglich. Bei gutem Besuch wird es auch einige “nur” Hörplätze geben. Eine Preisminderung für diese Plätze gibt es nicht.

Es gilt eine FFP2-Maskenpflicht während des gesamten Konzertes. (Bei einer 7-Tag-Inzidenz über 50 ist der Nachweis eines gültigen negativen Corona-Test-Nachweise nötig.)

Unsere Gruppen und Veranstaltungen starten wieder! Neue COVID-19 Präventions-Regelungen in unserer Kirchengemeinde Lauf

Corona-Warn-App: Alle 10 bis 20 Minuten erzeugt die App eine Reihe von Zufallszahlen, sogenannte Bluetooth Beacons, und sendet diese aus.

(nach Evang. Landeskirche – Update 41, 8.6.2021 und (13. BayIfSMV) vom 5. Juni 2021

Allgemein  

  • Es gelten nur noch die Inzidenzgrenzen 50 und 100 mit der täglichen Bekanntgabe durch das Landratsamt Nürnberger Land.
  • Weiterhin gelten die bekannten Hygienemaßnahmen (Kontaktbeschränkungen, Mindestabstand von 1,5 m, Handhygiene, Belüftung, Maskenpflicht).
  • im öffentlichen Raum gelten diese auch für vollständig geimpfte und genesene Personen.
  • Nur bei privaten Zusammenkünften bleiben geimpfte und genesene Personen bei der Ermittlung der Zahl der Teilnehmer unberücksichtigt. Dürfen sich also beispielsweise bei einer Inzidenz unter 50 maximal zehn Personen treffen, so können hier zusätzlich noch vollständig geimpfte oder genesene Personen hinzukommen, ohne mitgezählt zu werden.
  • Für Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen gelten die Teilnehmerobergrenzen bedingt durch die räumlichen Bedingungen und jeweils besonderen Regelungen.
  • Grundlegend ist weiterhin das für alle Räume und Veranstaltungen (soweit diese noch zulässig sind) schriftlich vorliegende und aktuell gehaltene Infektionsschutzkonzept für kirchliche Räume. Das vom KV beschlossene allgemeine Schutzkonzept für die Gebäude sowie ein Rahmenkonzept für Gruppen und Veranstaltungen finden Sie hier.
  • Hygienekonzepte und Raumangaben/Zahlen sind in den Gemeindehäusern und Kirchen ausgehängt. Mitarbeiter:innen empfangen ihre Teilnehmer und weisen auf die geltenden Regeln hin. Zuständige Hauptamtliche informieren auf Anfrage.
  • Von den Kontaktbeschränkungen sind alle Haupt- und Nebenamtliche in Ausübung ihrer beruflichen oder dienstlichen Tätigkeit ausgenommen.

Gottesdienste

  • Anmeldepflicht entfällt bei Gottesdiensten bei einer Inzidenz unter 100. Dies gilt in Lauf nicht für die Christuskirche: Um hier niemanden abweisen zu müssen, bitten wir um Anmeldung zu Präsenzgottesdiensten und Kindergottesdiensten über die Homepage oder das Pfarramt.
  • Das Abendmahl wird als Wandelabendmahl mit Einzelkelchen gefeiert. Bei kleinen Teilnehmerzahlen auch im Halbkreis möglich.
  • Bei Gottesdiensten im Freien besteht keine Maskenpflicht.
  • Singen im Gottesdienst mit Maske ist bei einer Inzidenz von unter 100 wieder erlaubt.
  • Nur für Mitwirkende besteht Testpflicht, nicht für Gottesdienstbesucher. Alle – außer Genesene und Geimpfte, die an Gottesdiensten (liturgisch, in Ensembles oder Sicherheitsteams) mitwirken, müssen sich vor selbst testen oder testen lassen. Die Kirchengemeinde stellt die Selbsttests unentgeltlich zur Verfügung. Hygiene-Schutzvorkehrungen müssen unbedingt auch bei Vorliegen eines negativen Testergebnisses eingehalten werden.
  • Gottesdienste mit Kindern finden mit Anmeldung wieder statt.

Jugend und Konfirmanden

  • Kleingruppen bis 10 können ohne Maske und Abstandspflicht in eigenen Räumen gebildet werden. Sie sollen nicht gemischt werden und können sogar an einem Tisch essen. Diese Gruppen untereinander müssen Abstand halten und bei Plenen Maske tragen.
  • Bei Gruppen-Übernachtungen besteht Testpflicht.
  • Kontaktdokumentation über CoronaWarnApp und QR-Code.

Grundsätzlich findet ihr hier alle Details zum Umgang mit Corona in Handlungszusammenhängen der Jugendarbeit.

Gruppen

  • Veranstaltungen gemeindlicher Gruppen, auch wenn sie regelmäßig stattfinden, dürfen bei einer Inzidenz unter 50 in Gruppen bis zu 10 Personen stattfinden.
  • Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 ist das (auch regelmäßige) Zusammenkommen von insgesamt 3 Hausständen mit bis zu 10 Personen erlaubt.
  • Die zu den Hausständen gehörende Kinder bis 14 Jahren bleiben bei der Bestimmung der Gesamtzahl außer Betracht, ebenso die geimpften und genesenen Personen.

Musik und Chöre

Ansprechpartnerin ist Silke Kupper. Bisherige Hygienekonzepte werden wieder in Kraft gesetzt. Die Chöre treffen sich hauptsächlich wieder in der Johanniskirche und mit den bekannten Regeln. Ebenso proben die Musikesembles “Johannis Brass” und “Stadtstreicher” wieder.

Veranstaltungen

  • Gemeindliche Veranstaltungen aus besonderem Anlass und mit einem von Anfang an klar begrenzten und geladenen Personenkreis sind bei einer Inzidenz unter 50 bis zu 50 Personen in geschlossenen Räumen und bis zu 100 Personen unter freiem Himmel erlaubt. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 sind bis zu 25 Personen in geschlossenen Räumen und bis zu 50 Personen unter freiem Himmel zulässig. Geimpfte oder genesene Personen gehören zu der Gesamtzahl dazu. Eine Vermietung gemeindlicher Räume ist zu diesem Zweck möglich.
    Nur bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 müssen die Teilnehmer über einen Testnachweis verfügen.
  • Ein besonderer Anlass ist dann gegeben, wenn es sich um ein zeitlich begrenztes Ereignis von kurzfristiger Dauer handelt (z. B. Taufe, Konfirmation, Hochzeit, Bestattung, Jubiläum, runder Geburtstag)
  • Kontaktdokumentation aus Anmeldeliste ist Pflicht.

Erwachsenen- und Familienbildung

Inzidienz unter 100: Unser Familienhaus startet wieder mit dem gesamten Programm!

Hier gelten die Hygieneregeln des Evang. Familienhauses

Gremien wie Kirchenvorstand und Ausschüsse

Bis zur Sommerpause nach KV-Beschluss möglichst per Videokonferenz.

Kindertagesstätten:

Hier gelten die jeweiligen Regeln nach StMAS.

Konzert mit Christoph Zehendner

Am Freitag, den 4. Juni 2021 veranstalteten die Laufer Basarfrauen gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde Lauf ein Konzert mit dem christlichen Liedermacher Christoph Zehendner.

Aufgrund der aktuellen Situation wurde das Konzert “nur” auf dem Youtube-Kanal der Kirchengemeinde „C1 Lauf“ live online übertragen. Haben Sie das Konzert verpasst oder möchten Sie es noch einmal anhören, dann wählen Sie sich einfach, wie Sie es von den Livestream-Gottesdiensten kennen, bei „C1 Lauf“ ein.

Da keine Eintrittskarten verkauft werden konnten, wird das Konzert rein auf Spendenbasis finanziert werden. Die Laufer Basarfrauen und die evangelische Kirchengemeinde freuen sich über Ihre Spende weiter unten auf dieser Seite!

Was für ein Konzert erwartet Sie?

„Ehrlich, persönlich, anspruchsvoll. Live wirken die Lieder von Christoph Zehendner besonders stark. Der gelernte Journalist nimmt seine Hörerinnen und Hörer mit auf die Reise. Lädt zum Schmunzeln, Nachdenken und Mitmachen ein. Erzählt wahre Geschichten, die das Herz berühren. Erinnert an Menschen, die ihn inspiriert haben, z. B. in Indien, in Israel, auf Teneriffa oder nebenan. Berichtet von Mutter Teresa, einem verfolgten Christen, Stammvater Abraham und den “Christusträger-Brüdern”.

Die geschliffenen Texte machen Mut zum Wagnis. Und erinnern an das, was letztlich zählt: Dankbarkeit, Staunen, Zuwendung, Gemeinschaft und Liebe.“

“Heimspiel”- Gemeindefreizeit 2021

vom 2. – 7. August 2021

Unsere Gemeinde-Sommerfreizeit mit Pfarrer Thomas Hofmann findet wieder in der ersten Augustwoche statt! Und zwar, wie schon 2020 von Jung bis Alt sehr gelungen, als „Heimspiel“-Freizeit, also Ferien-Bibelwoche in der Laufer Christuskirche mit paralleler Kinder-Bibelwoche jeweils um 11.00 Uhr.

Von Montag 2. bis Samstag 7. August können Sie täglich eine stärkende, vertiefende Andacht um 11.00 Uhr für „Urlauber“ oder um 19.00 Uhr für Arbeitende besuchen.

Dazwischen sind private Aktivitäten und Ausflüge sowie Singen im Freien möglich nach Vereinbarung und Abstandsregeln. Am Samstag zum Abschluss-Abend bitte beide Uhrzeiten einplanen.

So können Sie auch teilnehmen, wenn Sie nicht ins Allgäu hätten mitfahren können. Täglich ein biblischer Impuls sowie Möglichkeiten für Aktionen und Ausflüge unter Corona-Abständen laden ein zu einer „Aufbaukur“ für Ihren Glauben, bequem vor Ort. Wir bitten um Anmeldung entweder mit dem Formular auf unserer Homepage oder per Mail an bzw. unter Tel. 09123 2447.

Je nach den dann geltenden Gastronomie-Richtlinien kann man das Mittagessen im SCH-LAU-Café entweder abholen oder sogar abstandsgerecht an Tischen einnehmen, bei trockenem Wetter im Freien.

Zusätzlich planen wir eine Online-Übertragung der Ansprachen, evtl. live oder zeitversetzt, per Link an Angemeldete. Möglichst durchgehende Teilnahme ist ratsam, aber im Verhinderungsfall nicht Voraussetzung.

(Das Allgäu-Quartier hatte uns aufgrund der unklaren Corona-Lage abgeraten, freut sich aber sehr über anschließende Buchungen für Individual- oder Familienurlaub unter www.Lindenhof.com oder Telefonnummer 08860 913 000.)

Pfarrer Thomas Hofmann

Oasentag für Frauen



Wir laden alle interessierten Frauen aus den Kirchengemeinden im Dekanatsbereich Altdorf und Hersbruck herzlich ein.

Samstag, den 24. Juli 2021 auf Hof Birkensee

Der Oasentag steht unter dem Motto:

Gott kennt meine Sehnsucht –

Meinen tiefsten Herzenswünschen auf der Spur

  • Lassen Sie uns gemeinsam diesen Tag erleben!
  • Wir freuen uns auf Sie!

Im Namen des  Dekanats:

Gabriele Klein, Edda Kresin, Brigitte Liwanetz

Der Kreativshop öffnet wieder

Ab Samstag, den 5. Juni 2021 öffnet der Kreativshop wieder seine Tür.

Schauen Sie in unserem kleinen Laden am Kirchenplatz 11, gleich neben der Johanniskirche, vorbei und entdecken Sie so manches neue Stück in unserem Sortiment.

Unsere Öffnungszeiten:
Donnerstag: 9.30 bis 12.30 Uhr, 16.00 bis 18.00 Uhr
Samstag: 9.30 bis 12.30 Uhr

Es freut sich auf Sie, Ihr Kreativ-Team.

Telefon: 09123 – 14254

FSJ – Wäre das was für DICH?

  • Jung.
    • Offen für Neues.
      • Handwerklich geschickt.
        • Ein oder ein halbes Jahr Zeit.

Dann haben wir ein Angebot für Dich:

Wir, die Evang. Kirchengemeinde Lauf, suchen ab dem 1. September 2021 einen Menschen, der ein „Freiwilliges Soziales Jahr“ in unserer Kirchengemeinde leisten möchte.

In unserer großen Kirchengemeinde gibt es immer etwas zu tun: Reparaturarbeiten, Gartenarbeiten, Unterstützung von Gemeindeveranstaltungen, Winterdienst, Mithilfe im Büro usw. Bei allen diesen Tätigkeiten wird unser Hausmeisterteam tatkräftig unterstützt.

In dieser FSJ-Stelle bei der Evangelischen Kirchengemeinde kannst du dich ausprobieren und durch die Vielseitigkeit der Aufgaben in verschiedene Arbeitsbereiche hineinschnuppern. Somit kann dieses Jahr auch zur Orientierung für die eigene berufliche Zukunft genutzt werden.

  • Du musst zwischen 16 und 26 Jahren alt sein sowie deine Schulpflicht erfüllt haben, um das Freiwillige Soziale Jahr machen zu dürfen.
  • Du erhältst ca. 500,00 Euro monatlich für Deine Tätigkeit.

Interessiert? Noch Fragen?

Dann bewirb Dich mit einem Anschreiben und einem kurzen Lebenslauf bei Pfarrer Hanstein:

Geistesgaben im Dienst – 1. Kor 12. Ökumenischer Predigttausch Pfingstmontag 2021, Jan-Peter Hanstein in St. Otto, Lauf

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes <des Vaters>und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit <uns> allen! (2.Kor.13,13)

Liebe Schwestern und Brüder,

danke, dass ich hier und heute predigen darf. Viele unserer gemeinsamen Festen und Veranstaltungen vor Ort sind ausgefallen. Und ich stehe hier als Repräsentant und Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde, die oft andere Entscheidungen in der Krise getroffen hat als ihr hier in St. Otto. Besonders schmerzhaft die Absage unserer gemeinsam geplanten Gottesdienst an Heilige Abend 2020 auf dem Marktplatz. Das erste Mal in der Geschichte von Lauf Ökumenischer Gottesdienst am dem höchsten Feiertag der Deutschen – Heilig Abend. Wir Evangelischen haben für uns die Entscheidung getroffen, unter den besonderen Umständen des Lockdowns nicht mitmachen zu können, so gerne wir gewollt hätten.

Und glaubt mir: ich habe selbst niemals eine für mich schwierigere Entscheidung getroffen. Wenn ich mitteile, was ich daraus gelernt habe, überrascht euch das und mich vielleicht auch. Zum ersten Mal habe ich als Evangelischer die Erfahrung gemacht, wie es sich anfühlt, „Nein“ sagen zu müssen. Und ohne euch als Katholiken zu nahe zu treten – sonst ist es ja immer umgekehrt. Wir Evangelischen drängen und bitten und betteln – ein bisschen Abendmahl beim ökumenischen Kirchentag, ein bisschen Bewegung in der Ämterfrage und gerade die Rolle bei Frauen und Männern – und die Spitze der katholischen Kirche, die Bischöfe und vor allem Rom sagen – NEIN.

Im Vorfeld des ökumenischen Kirchentages 2021 hat wieder das Abendmahl in den Medien alle anderen Themen überlagert. Es wurde nicht davon gesprochen, dass eh fast alles online geschehen muss, nicht über die Einigung auf gemeinsame Ziele – sondern: Nein, Abendmahl und Eucharistie kann nicht gemeinsam gefeiert werden, aber immerhin – ganz Neu: Auch ihr Evangelischen seid herzlich eingeladen. Autsch. Da war doch was… Bin ich heute eingeladen? Und wenn ja, darf ich unter diesen Bedingungen mitfeiern oder schaue ich zu?

Die lange Zeit von Corona hat uns ökumenisch gesehen nicht nähergebracht, so ist zumindest meine Einschätzung. Zeit, einen Schritt zurückzugehen und unsere Visionen zu überprüfen.

Paulus schreibt nach Korinth. In der Großstadt existiert eine Gemeinde, die längst so groß geworden ist, dass sie in verschiedene Gruppen und Bewegungen zerfallen ist. Es stellt sich die Frage, ob bei so vielen Verschiedenheiten überhaupt noch von einer Gemeinde gesprochen werden kann. Paulus schreibt in seinem ersten Brief:

Der eine Geist und die vielen Gaben 1. Kor 12 EÜ

1 Auch über die Gaben des Geistes πνευματικῶν möchte ich euch nicht in Unkenntnis lassen, meine Brüder und Schwestern. 2 Als ihr noch Heiden wart, zog es euch, wie ihr wisst, mit unwiderstehlicher Gewalt zu den stummen Götzen. 3 Darum erkläre ich euch: Keiner, der aus dem Geist Gottes redet, sagt: Jesus sei verflucht! Und keiner kann sagen: Jesus ist der Herr!, wenn er nicht aus dem Heiligen Geist redet. 4 Es gibt verschiedene Gnadengaben χαρισμάτων, aber nur den einen Geist.

Es ist erstaunlich, wie klar Paulus in einer vollkommen konfusen Situation ist, wie er theologisch die teils rätselhaften Phänomene in der Korinth erklärt und einordnet.

Ein Pfingsten hat sich ereignet in Korinth, dass Menschen vollkommen überwältigt sind von der neuen Freiheit. Alle reden durcheinander, die Zunge gelöst, manche in eigenen Sprachen, Streit bricht aus über die Wunder und die Kräfte. In unser bürgerlichen Kirche würden wir uns erschreckt und ratlos über die Hysterie abwenden. Vielleicht sogar diese Menschen bekämpfen, die so von sich und dem Geist eingenommen sind. In der Reformationszeit traten diese Wirkungen auf. Luther wusste genau, wie gefährlich es werden konnte für die ganze reformatorische Bewegung, wenn sie in diese Ecke gestellt werden könnte und bekämpfte selbst die Schwärmer und Pfingstler unbarmherzig und tödlich. Auch eine große Schuldgeschichte auf evangelischer Seite, aber der Macht-Missbrauch der Gaben des Geistes und Massenhysterie wie in Münster ließen den Oberen damals keine andere Wahl. Auch wenn sie oft im eigenen Interesse über das Ziel hinausgeschossen sind und der Geist auf Jahrhunderte gedämpft war. Auch der Geist der Revolution…

Aber Paulus hatte nur seinen Schreibgriffel.

1) Redender Gott

Er stellt zuerst fest:

Klar, dass ihr überwältigt seid. Früher waren eure Götzen stumm. Jetzt seid ihr dem lebendigen Gott begegnet und dieser redet mit euch im Geist!

Für mich die erste Erkenntnis: Gott redet. Auch jetzt. Auch heute. Vielleicht sogar durch mich. Ich habe versucht, zu hören was der Geist uns sagen möchte. Ich habe lange gezögert, diese Predigt so niederzuschreiben. Es ist nicht alles festgefügt. Gottes Wort schafft Neues!

2) Jesus ist der Herr

Paulus zieht Grenzen: Gottes Geist kann nicht sagen, dass Jesus nicht der Herr ist. Und jeder der bekennt, dass Jesus der Herr ist, spricht dieses im Geist.

Er verwendet wirklich den einfachen Namen Jesus, er meint den Jesus, wie er wirklich gelebt hat als Mensch, was er gesagt hat, wie er gestorben und auferstanden ist und zum Herrn wurde. KYRIOS ist in diesem Fall noch stärker als der Titel Christus. Kyrios wurde für Gott selbst verwendet!

Davon kann der Geist nicht abweichen. Sonst ist es nicht der Geist Gottes. Jeder der glaubt, empfängt dankbar die Gabe des Geistes.

Also: Gott ist lebendig und spricht und wirkt durch seinen Geist. Der Geist ist der Geist Jesu!

Paulus schreibt weiter:

4 Es gibt verschiedene Gnadengaben χαρισμάτων, aber nur den einen Geist.

5 Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn. 6 Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber nur den einen Gott: Er bewirkt alles in allen. 7 Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt.

3) zum Nutzen aller

Die Geistesgaben, die Wirkungen ist keine spektakuläre Spielerei, sondern sollne den anderen nützen! Das ist die dritte Bedingung.

8 Dem einen wird vom Geist die Gabe geschenkt, Weisheit mitzuteilen, dem anderen durch denselben Geist die Gabe, Erkenntnis zu vermitteln, 9 einem anderen in demselben Geist Glaubenskraft, einem anderen – immer in dem einen Geist – die Gabe, Krankheiten zu heilen, 10 einem anderen Kräfte, Machttaten zu wirken, einem anderen prophetisches Reden, einem anderen die Fähigkeit, die Geister zu unterscheiden, wieder einem anderen verschiedene Arten von Zungenrede, einem anderen schließlich die Gabe, sie zu übersetzen. 11 Das alles bewirkt ein und derselbe Geist; einem jeden teilt er seine besondere Gabe zu, wie er will.

4) jetzt erst beschreibt Paulus den Reichtum von Geistesgaben – er nennt sie „Charismatoi“ – Geschenke aus Gnade.

Es gibt nicht einfach weise Menschen, die Autorität besitzen, sondern einfach eine Gabe Worte zu finden, die andere als „weise“ also hilfreich empfinden.

Dann gibt es diejenigen die ihre Kenntnisse gut vermitteln, andere die stark glauben und andere aufrichten, Menschen, die Kranke versorgen und heilen, – alles der eine Geist: Machttaten, Prophetie, Geisterunterscheidung, Zungenrede und deren Übersetzung.

11 Das alles bewirkt ein und derselbe Geist; einem jeden teilt er seine besondere Gabe zu, wie er will.

Und wir staunen.

Ich möchte euch heute an Pfingsten 2021 aufrufen und fragen. Was ist deine Gabe Gottes? Was hat dir Gott geschenkt? Was sagen andere, was du besonders gut kannst? Jeder und jede, die hier sitzen und hören hat eine besondere Gabe. Vom Geist Gottes für andere. Denkt darüber nach, werdet euch klar!

11 Das alles bewirkt ein und derselbe Geist; einem jeden teilt er seine besondere Gabe zu, wie er will.

Meine Gabe ist, glaube ich, gar nicht so sehr schön und eindrücklich predigen zu können, meine Begabung ist, verschiedenste Menschen in einem Team zusammenzuhalten und anzuleiten. Zumindest sagt man mir das nach. Auch wenn da oft was schief geht.

Überlegt – was ist eure Gabe, die ihr in den Dienst für andere stellt!

Die Gabe zu leiten, erwähnt Paulus übrigens bewusst nicht unter den Geistesgaben. Seine Gaben sind demokratisch verteilt. Leiten ist keine Gabe sondern ein Dienst διακονιῶν – Luther übersetzt mit Amt. …

Nach dem Bild vom Leib Christi schreibt er und wiederholt er:

27 Ihr aber seid der Leib Christi und jeder Einzelne ist ein Glied an ihm. 28 So hat Gott in der Kirche die einen erstens als Apostel eingesetzt, zweitens als Propheten, drittens als Lehrer; ferner verlieh er die Kraft, Machttaten zu wirken, sodann die Gaben, Krankheiten zu heilen, zu helfen, zu leiten, endlich die verschiedenen Arten von Zungenrede.

Also neben den Gaben für alle gibt es die eingesetzten Apostel, Propheten und Lehrer. Leider scheint Paulus wirklich nur Männer diese Ämter geben zu wollen. Gerade in Korinth scheint er persönliche Probleme mit geistbegabten und vorlauten Frauen gehabt zu haben, deshalb ist er situationsbezogen polemisch im 1.Korinther 11:5 (Luther drastisch Übersetzung 1912)

Ein Weib aber, das da betet oder weissagt mit unbedecktem Haupt, die schändet ihr Haupt, denn es ist ebensoviel, als wäre es geschoren. Ich lasse euch aber wissen, daß Christus ist eines jeglichen Mannes Haupt; der Mann aber ist des Weibes Haupt; Gott aber ist Christi Haupt.

1Kor 14,34 Das Weib schweige in der Gemeinde. Wollen sie etwas lernen, so lasset sie daheim ihre Männer fragen. Es steht den Weibern übel an, in der Gemeinde zu reden.

Das klingt zunächst einmal danach, dass Ihr Katholiken recht habt, dass Frauen nicht die höchsten Weihen der Kirche erhalten können. So steht es tatsächlich da. Für mich ist Paulus im Eifer des Gefechts weit über das Ziel hinausgeschossen, weit hinter seinen sonstigen Erkenntnissen zurückgeblieben. Es muss dort Frauen gegeben haben, die ihn so sehr angefochten haben, dass er prinzipiell geworden ist. Wir Evangelischen reden ganz nüchtern von den nützlichen Charismen für alle und den Menschen, die geprüft, gewählt und schließlich auf Zeit eingesetzt werden. Männer und Frauen. Ordination statt Weihe. Die Unterschiede evangelisch und Katholisch in dieser Frage empfinde ich schon als Anfechtung und schmerzhaft.

Ich möchte das illustrieren am Arbeitsrecht:

Ich bin ja auch Vorgesetzter von ca. 200 Angestellten in Kirchengemeinde und verschiedensten Werken. Wenn hier jemand sagen würde, eine Frau wäre für eine bestimmte Aufgabe nicht geeignet, allein weil sie eine Frau ist, wäre diese Bemerkung ein Grund für eine sofortige und fristlose Entlassung.  

Klar könnte ich hier sagen, dass es verschiedene Konfessionen geben muss wie verschiedene Geistesgaben. Aber ich glaube nicht, dass der Geist so wirkt. Das hat mehr mit menschlichen Traditionen und Machtverhältnissen zu tun.

Habe ich von meiner Vision erzählt? Ich dachte als junger Theologe, dass ich es erleben würde, dass evangelisch und katholisch sich zusammentun würden, eine Kirchenleitung bilden, Caritas und Diakonie sich zusammenschlössen und wir einfach zwei verschiedene Riten in den Gottesdiensten feiern könnten – so wie ich die Anglikaner erlebt habe: „high church“ – hochkirchlich liturgisch und „low church“ – unliturgisch modern mit Betonung auf Predigt. Ich dachte als junger Mann, wenn die Katholische Kirche ein ökumenisches Konzil ausrufen würde und auf ein paar besonders katholische Attribute verzichten würde wie die Unfehlbarkeit des Papstes, dann stände einer gewissen Einheit auf Dauer nichts im Wege. Wir Evangelischen hätten keinen Grund mehr zu protestieren. Ich dachte wie viele andere, dass wir uns aufeinander zu bewegen würden. Aber jetzt mit 54 Jahren bin ich ziemlich ernüchtert. Es gibt neben dem ökumenischen Bewegung eben auch eine sehr menschliche Art sich gegeneinander zu profilieren.

Wenn wir Evangelischen euch Katholiken drängen und sagen: Wie ist das mit den Frauen als Priesterinnen – dann sagen sie zu Recht: Evangelisch gibt’s schon. Lasst uns unseren Weg.

Und wenn die Katholiken sich von machen evangelischen Gottesdiensten abwenden, weil die Sprache geschwätzig wird  und die Liturgie peinlich formlos, dann sagen wir Evangelischen: na und? Die einzig wahre Liturgie habt ihr, aber lasst uns halt experimentieren und Neues ausprobieren.

Ich weiß nicht, ob ich richtig liege: wenn wir heute nach 100 Jahren Ökumene immer noch evangelisch und katholisch sind, dann sind wir es trotzdem und gerade deshalb bewusst. Ich fürchte, in vielem liegen wir sogar weiter auseinander, als wir es noch vor Jahrzehnten waren. Diese Dynamik der Profilierung gegeneinander liegt in einer aufgeregten Zeit, in der Konflikte wesentlich eher berichtet werden als Einigungen und liebevolle Handlungen.

Ich gebe zu, dass dieser Gedanke für mich sehr ernüchternd ist. Ich nicht weiß, was im Kern der Ökumene wirklich unsere Ziel sein soll. Aber eines weiß ich:

Bei aller Vielfalt der Gaben und Ernsthaftigkeit der Dienste, dem Überschwang und der Nüchternheit, das 12. Kapitel im ersten Korintherbrief bleibt ein Übergangskapitel. So wie unsere neuen konfessionellen Abgrenzungsbewegungen im 21. Jahrhundert ein Übergang sein werden. Vielleicht müssen die beiden alten Streithähne Evangelisch und Katholisch schrumpfen, an Macht und Einfluss verlieren und Gott schafft etwas ganz Neues durch den Geist Jesu ….

Paulus steuert auf das nächste Kapitel zu mit den Worten:

29 Sind etwa alle Apostel, alle Propheten, alle Lehrer? Haben alle die Kraft, Machttaten zu wirken? 30 Besitzen alle die Gabe, Krankheiten zu heilen? Reden alle in Zungen? Können alle übersetzen?

31 Strebt aber nach den höheren Gnadengaben! Dazu zeige ich euch einen überragenden Weg:

Und es folgt das wunderbare Kapitel 13:

Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.

Wenn ich heute im Einfluss eines sehr protestantischen aufbegehrenden Geistes stand, dann war das noch nicht der Geist Jesu. Bei allem was wir glauben und Tun – ohne die Liebe ist alles nix!

Ich danke für die geschwisterliche Liebe, die vieles im Innern zusammenhält, die uns verbindet über schmerzhafte konfessionelle Grenzen hinweg. Lasst und den Geist nicht dämpfen, denn mit Liebe wird Gott uns und unsere Kirchen und auch unsere Gemeinde in Lauf erhalten und jeden Tag neu schaffen. Denn es ist Gottes Geist, der alles bewirkt. In diesem Geist feiern wir gemeinsam Pfingsten. Und ich hoffe, dass ich trotz allem, was ich heute gesagt habe, wiederkommen darf …

AMEN

WIR SUCHEN DICH für unser TEAM!

Du bist Erzieherin,Sozialpädagogin, Hebamme oder ähnliches und hast Lust mit Eltern und Kindern zu arbeiten?

Dann bist du bei uns genau richtig!

Wir suchen wieder neue Eltern-Kind-GruppenleiterInnen für z.B.unsere Babykurse, Mini Clubs und Papa-Kind-Turnkurse, aber auch für Nachmittagskurse.

Wir freuen uns aber auch über deine Ideen und Visionen.

Bitte melde dich bei der pädagogischen Leitung Nadja Bauer unter 09123-9998400 oder per E-Mail

Alle Infos zu unserer Familienbildungsstätte findest du auch unter www.familienhaus-lauf.de

Orgel-Kaleidoskop 2021

Die Dekanatskantorin Heidi Brettschneider wird im Jahr der Orgel an 30 Sonntagen Kirchenorgeln aus dem Dekanat zum Klingen zum Klingen bringen.

Noch können Sie die Orgel in Dehnberg abrufen.

Ab Pfingstsonntag ist dann die Orgel in der Johanniskirche zu hören.