Gemeinsam wachsen – Ehe leben mit Gott

Ein offener Ehe-HauskreisHerz, geformt aus Händen und im Format eines Herzens, mit einem Fragezeichen und einem Ausrufezeichen

Unsere Ehe, als Mann und Frau, ist ein Abenteuer, das Gott mit uns schreibt. Im Ehe-Hauskreis möchten wir Raum schaffen, um dieses Abenteuer bewusst zu gestalten – mit Gott im Zentrum.
Wir treffen uns in zwangloser Atmosphäre, um über Themen des Ehealltags zu sprechen, biblische Impulse aus dem Buch „Liebe und Respekt“ zu hören und füreinander zu beten.
Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern um echtes Miteinander, gegenseitige Unterstützung und geistliches Wachstum.
Paare aller Altersstufen sind einmal im Monat herzlich eingeladen.

Gemeindehaus Christuskirche, 1. Stock, Martin-Luther-Str. 15

Die nächsten Treffen sind (jeweils Donnerstag, 19:30–21:00 Uhr):

  • 19. März 2026
  • 30. April 2026
  • 28. Mai 2026
  • 25. Juni 2026
  • 23. Juli 2026
  • 3. September 2026
  • 1. Oktober 2026
  • 12. November 2026
  • 10. Dezember 2026

Kontakt:
Barbara und Günter Schlegl, Tel.: 09123 3837

Liebe und Respekt

eine Buchempfehlung

Nicht nur für unseren Ehe-Hauskreis “Gemeinsam wachsen” empfehlen wir dieses Buch von Emerson Eggerichs.
Wir können es auch uneingeschränkt für jede Partnerschaft empfehlen, die eine biblische und geistliche Perspektive sucht.

Ihr Team Herzenssache

ISBN 9783865914927

Friedensgebet der Religionen

Samstag, 14.11. I 17.30 Uhr I Johanniskirche / Ditib-Moschee

Grenzen überwinden

Wir leben gerade in einer Zeit, die viele verunsichert und Angst macht – Kriege, die uns plötzlich wieder so nahekommen, die unglaublich schnelle Veränderung vom industriellen in das digitale Zeitalter, Wohlstandsverlust, drohende Klimakatastrophe uvm. Unsere Antwort in solchen Zeiten ist oft, dass wir versuchen uns zu schützen, indem wir Grenzen hochziehen, äußere, aber auch innere.

Als Christen, Muslime, Juden kommen wir zusammen und erleben, wie wohltuend es ist, Grenzen zu überwinden, sich neugierig zu begegnen und wahrzunehmen, was uns – auch in unserer Unterschiedlichkeit – gemeinsam bewegt und vereint.

Wir wollen in diesem Friedensgebet darüber nachdenken, welche Grenzen wir zwischen uns erleben und wie wir Grenzen überwinden können, so dass mehr Frieden im Kleinen wie im Großen möglich wird.

Das Friedensgebet wird von einem multireligiösen Team zusammen mit Schülerinnen und Schülern vorbereitet und wird musikalisch begleitet vom Vokalensemble St. Otto und dem Jugendchor der Evangelischen Kirchengemeinde und der Musikgruppe „Dostluk“ (Freundschaft).

Samstag 14.11. 2026 – Beginn: 17.30 Uhr in der Johanniskirche, anschließend Abend der Begegnung in der Laufer Ditib-Moschee (dort ist auch eine Moscheeführung möglich).

Kirche zwischen Umbruch und Aufbruch … was wir für uns heute aus der ehemaligen DDR lernen können.

Freitag, 13. November I 19.00 Uhr I Gemeindehaus Christuskirche

Mehr als 40 Jahre lebten Menschen ihren Glauben in einem Land, das es heute nicht mehr gibt. Sie lebten trotz oft widriger Umstände Kirche, erlebten Umbruch und Aufbruch. Welche Impulse kann es aus diesen Erfahrungen für Kirche, Glauben und Leben heute geben?

Ort: Gemeindehaus Christuskirche Lauf, Martin-Luther-Straße 15
Referenten: Dorit und Michael Steeger (Lauf), lebten in der DDR, seit Jahrzehnten ehrenamtlich in evangelischer Kirche engagiert

HORCH AMOL: „Sicherheit im öffentlichen Raum – gefühlte Unsicherheit oder reale Gefahr?”

Donnerstag, 22.10. | 19.00 Uhr | Gasthof „Zur Linde“ – Wollner


Verständigungsorte – HORCH AMOL

Mit dem Gesprächsformat „Verständigungsorte – HORCH AMOL“ laden die Evangelische Kirchengemeinde und der CVJM Lauf regelmäßig dazu ein, aktuelle gesellschaftliche Themen offen und respektvoll zu diskutieren.

In fränkischer Wirtshausatmosphäre stehen Zuhören, Austausch und unterschiedliche Perspektiven auf Augenhöhe im Mittelpunkt.

Am Donnerstag, 22. Oktober 2026, geht es um das Thema „Sicherheit im öffentlichen Raum – gefühlte Unsicherheit oder reale Gefahr?“. Vertreterinnen und Vertreter aus Polizei, Jugendgerichtsbarkeit, der jüdischen und muslimischen Gemeinschaft sowie junge Menschen bringen ihre Erfahrungen und Sichtweisen ein und kommen mit den Gästen ins Gespräch.

Die Veranstaltung findet im Gasthof „Zur Linde“ (Wollner Saal) in Lauf statt. Ab 18 Uhr besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Abendessen, der Gesprächsabend beginnt um 19 Uhr.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen – zum Zuhören, Nachfragen und Mitreden.
Für das Vorbereitungsteam: David Geitner

Gasthof „Zur Linde“ Wollner Saal, Neunkirchener Str. 6
Donnerstag, 22. Oktober 2026
Abendessen ab 18:00 Uhr
Beginn 19:00 Uhr

Brunch & Talk im Oktober: Thema: „Was macht uns reich? Von Wohlstand und Verzicht.“

Sonntag, 11.10. | St. Jakob | 9.30 Buffet, 10.30 Talk

Ökumenischer Gottesdienst mit Buffet und Podiumsgespräch im Gemeindezentrum St. Jakob

Am 3. Oktober 2026 jährt sich der Todestag des Franziskus von Assisi zum 800. Mal. Der Heilige war nicht nur Mystiker, Dichter, Brückenbauer und Ordensgründer, er lebte und forderte auch ein radikales Armutsideal. Dabei ging es ihm nicht „nur“ darum, in Armut zu leben. Er wollte vielmehr der Aufforderung Jesu – „verkauf deinen Besitz und gib ihn den Armen“ (vgl. Mt 19,21; Lk 18,22) – entsprechen, um Jesus nachzufolgen. Welchen Lebensstil würde Franziskus heute wählen?

Wir wollen das Andenken an Franziskus zum Anlass nehmen, um unsere Wohlstandsgesellschaft auf den Prüfstand zu stellen: Was ist ein gutes Leben? Welche materiellen Grundlagen genügen für ein gutes Leben? Ist unser auf Wachstum fixiertes Wirtschaftssystem noch zeitgemäß? Wie kann der/die Einzelne dem Diktat des „Schneller, höher, weiter“ entkommen?

(Foto: Timm Richter )

Timm Richter vertritt das Ideal eines „Langsamer, tiefer, näher“. Herr Richter ist als Referent des Buchs „Echter Wohlstand – Ein Plädoyer für neue Werte“ von Vivian Dittmar bei uns zu Gast. Außerdem ist er Geschäftsführer der von Frau Dittmar gegründeten „Be-the-Change Stiftung für kulturellen Wandel“ https://be-the-change.de/.

(Foto: Schwester M. Claudia Hink)

Als zweite Referentin konnten wir Schwester M. Claudia Hink gewinnen. Sie trat 1981 in die Gemeinschaft der St. Franziskusschwestern von Vierzehnheiligen ein und ist seit 14 Jahren im Ordensreferat des Erzbistums Bamberg tätig. Ihr ist der Hl. Franziskus ein großes Vorbild.

Zum ersten Mal feiern wir Brunch and Talk als ökumenischen Gottesdienst. Das Vorbereitungsteam ist entsprechend gewachsen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Gemeindezentrum St. Jakob, Breslauer Str. 21
Sonntag, 11.10.2026; das reichhaltige Frühstücksbuffet wird um 9.30 Uhr eröffnet; der Talk beginnt um 10.30 Uhr.
Musikalische Gestaltung: ist angefragt.

Das Ev. Familienhaus e.V. sorgt für die Kinderbetreuung.

Christustag Bayern

Sonntag, 4.10. | Johanneskirche, Hersbruck | 10.00 – 12.00 Uhr

Christus Tag Bayern: „Trotz aller Unsicherheit – Jesus ist unser Friede“ am Sonntag, den 4. Oktober von 10.00 – 12.00 Uhr in der Johanneskirche Hersbruck.

Mit Prof. Dr. Mihamm Kim-Rauchholz, Bad Liebenzell/Chicago, USA. Sie ist bekannt für ihre tiefgründige Lehre in eingängiger schöner Sprache.

Es laden ein: Pfarrer Jürgen Kleinlein, Landessynodaler Martin Knodt, Pfarrer i.R. Gerhard Metzger, Pfarrer i.R. Reinhold Pfindel, Prädikant Martin Pflaumer in Verbindung mit dem Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern (ABC).

Gottesdienst zur Hämmernkirchweih

Sonntag, 27.09.2026 I 9.30 Uhr I Schloßplatz vor der Wenzelburg

Herzliche Einladung zum Open Air Gottesdienst anlässlich der Hämmern Kirchweih vor der Wenzelburg.

Musikalisch wird der Gottesdienst gestaltet von dem Duo „Cafe Rooibos“ (Dagmar Brandt, Thorsten Franke) und liturgisch von Pfarrer Thomas Reuß und Pfarrer Stefan Alexander

Bei schlechtem Wetter feiern wir den Gottesdienst in St. Otto.

Hämmernkirchweih vor einigen Jahren

Vortrag Katharina Melanchton

Montag, 14.9. I 19.30 Uhr I Johanniskirche

Die evangelische Kirchengemeinde Lauf lädt historisch Interessierte zu einem Vortrag mit Dr. Andrea König aus Lauf ein. Sie ist zuständig für die Frauenarbeit der Evangelischen Kirche in Bayern.

Leicht war das Leben nicht an der Seite des großen Reformators und Schulgründers. Wer war sie wohl? Die Bürgermeistertochter Katharina Melanchthon war Wittenbergerin und brachte einen interessanten Hintergrund in ihre Ehe mit einem der Reformatoren ein. Wenig ist von ihr überliefert, vieles wurde ich nachgesagt. In den schriftlichen Zeugnissen ihres Mannes offenbart sich eine glaubensstarke und mutige Frau, die hilfsbereit und selbstlos viele Gäste, Studenten und Verwandte in ihrem Haushalt aufnahm. Erfahren Sie etwas über die Geschichte einer weitgehend unbeachteten Frau der Reformation.

“Wer bestimmt, was Deutschland denkt?”

19.03.26 | Dritte Ausgabe von „Horch amol” bringt Redaktionsleiter und Influencer-Pfarrerin ins Gespräch

HORCH AMOL – Gespräche im Wirtshaus

Lauf an der Pegnitz. Wer entscheidet eigentlich, welche Nachricht uns morgens am Frühstückstisch erreicht – und welche nicht? Dieser Frage ging die dritte Auflage der Gesprächsreihe „Horch amol” nach, zu der die Evangelische Kirchengemeinde Lauf und der CVJM beim Wollner in den Wintergarten nach Heuchling eingeladen hatten. Vor gut gefüllten Tischen diskutierten Andreas Sichelstiel, Redaktionsleiter der Pegnitz-Zeitung, und Pfarrerin Dr. Tia Pelz, die als „Pfarrerin von nebenan” auf Instagram rund 30.000 Menschen erreicht, unter der Moderation von Frank Wüst (CVJM). Schnell wurde klar: Die Antwort auf die Titelfrage ist komplizierter – und ehrlicher –, als man erwarten würde.

Zwei, die entscheiden – und es zugeben

Sichelstiel macht keinen Hehl daraus: Am Ende entscheide er mit seinem neunköpfigen Team in der täglichen Redaktionskonferenz, was in die Zeitung kommt. Nicht der Bürgermeister, nicht der Verleger. Dabei helfen zunehmend Daten: Nicht nur Klickzahlen, sondern vor allem die sogenannte „Media Time” – wie lange Leser tatsächlich an einem Text dranbleiben – dient als Kompass. Trotzdem: „Wir machen auch bewusst Dinge, die nicht gut geklickt werden, einfach weil wir es wollen.”

Pelz, die von der bayerischen Landeskirche für ihre Arbeit als Teil des „Seeleute”-Teams bezahlt wird, genießt eine andere Freiheit: „Die Frage, wer entscheidet, was ich mache? Ja, ich.” Was sie postet, sei sehr persönlich, aber nie privat – ein Unterschied, den viele nicht verstehen würden. Ihren Weg in die sozialen Medien fand sie nach dreieinhalb Jahren als Gemeindepfarrerin in der Bay Area, wo zwei Drittel der Gemeinde sonntags im Gottesdienst saß. Zurück in Nürnberg-Ziegelstein, vor 40 bis 50 von 3.000 Gemeindegliedern, stellte sie fest: „Der Gemeindebrief? Steht drin, weiß aber keiner.”

Zwischen Jagdinstinkt und Verantwortung

Am lebendigsten wurde der Abend, als es um die Spannung zwischen Reichweite und Haltung ging. Sichelstiel schilderte seine jahrelange Recherche zum Schadstoff PFOS im Birkensee – eine Geschichte, die Behörden mauern ließ, Anwälte auf den Plan rief und am Ende doch „nicht so goutiert wurde draußen”. Trotzdem hält er sie für eine der wichtigsten seiner Karriere. Und er erzählte von einem erschossenen Asylbewerber am Laufer Bahnhof, dessen Geschichte die Redaktion bewusst differenziert aufarbeitete – gegen den Strom der Empörung und trotz übelster Kommentare auf Facebook.

Pelz kennt die Schattenseiten der Sichtbarkeit ebenso. Wenn der Instagram-Algorithmus ihre progressiv-theologischen Beiträge in konservative Bubbles spült, werde sie „als Hexe beschimpft, die man verbrennen soll”. Ihre Strategie: schnell blocken, manchmal mit Ironie reagieren – und weitermachen. Denn auf der anderen Seite stehen Nachrichten wie die eines jungen Mannes, der vor zehn Jahren aus dem Irak floh und sie über Instagram kontaktierte, weil er mehr über den Glauben erfahren wollte. „Dafür lohnt es sich.”

KI als Werkzeug, nicht als Autor

Beide nutzen Künstliche Intelligenz – und beide ziehen klare Grenzen. Bei der Pegnitz-Zeitung baut KI inzwischen Zeitungsseiten, prüft Rechtschreibung und kann Texte kürzen. „Aber im Impressum stehe ich, nicht die KI”, betont Sichelstiel. Pelz lässt sich aus einer sechsstündigen Predigtvorbereitung in 30 Sekunden Instagram-Slides generieren, geht aber immer noch selbst drüber. Generische KI-Texte von Kolleginnen erkennt sie sofort: „Diese Halbsätze mit Punkt am Ende.”

Überschriften, Clips und der Kampf um Aufmerksamkeit

Aus dem Publikum kam engagierte Kritik an reißerischen Überschriften und die Sorge über Filterblasen und Bot-Netzwerke. Sichelstiel räumte ein, dass Online-Logiken auf den Print durchschlagen, verteidigte aber den Grundgedanken: „Eine Überschrift ist das Eingangstor.” Pelz pflichtete bei: „Das muss knallen, sonst kommt der tolle Inhalt nicht zu den Leuten.” Dass dabei das Bild noch vor der Überschrift entscheide, ob ein Artikel gelesen wird, darüber waren sich beide einig. Überhaupt verschiebt sich die Arbeit massiv ins Visuelle: Wo zur Kommunalwahl früher ein Bericht am nächsten Morgen reichte, produzieren Redaktionen heute Reels aus dem Rathaus. „Ich habe manchmal das Gefühl, wir brauchen eigentlich Fernsehleute”, gesteht Sichelstiel, „und keine Leute mehr, die nur schreiben können.” Viele Redakteure kämen aber genau aus dem Schreiben – und liebten es. Die Printqualität leide, wenn die Kapazität ins Bewegtbild fließe. Auch Pelz bestätigt: Bei Instagram entscheide die erste Folie, das erste Bild, die ersten Sekunden eines Videos. 15-Sekunden-Clips würden massenhaft abgespielt, ab einer Minute sinke die Reichweite rapide.

Auch die schwindende Kommentarkultur in Tageszeitungen wurde im Publikum beklagt. Ob es nicht Mut brauche, sich als Zeitung klar zu positionieren – gerade, wenn in den sozialen Medien ohnehin so schlecht kommentiert werde? Sichelstiel gab offen zu: Für einen klugen Kommentar brauche man oft mehr Zeit als für den Artikel selbst. „Früher saßen in der Politikredaktion kluge Männer, die den ganzen Tag Zeit hatten, sich gewichtige Gedanken zu machen. Das haben wir heute nicht mehr.” Die verdichteten Arbeitsabläufe ließen kaum Raum, und zugleich traue man sich kaum noch, wenn jede Meinungsäußerung sofort zum Shitstorm einlade. Pelz sieht ihre Rolle da anders: Sie sei erkennbar subjektiv, stehe für eine offene progressive Theologie und kommentiere bewusst auch Missstände in der eigenen Kirche. „Ich finde es großartig, dass meine Landeskirche mich dafür bezahlt, sie zu kritisieren. Das ist Freiheit.”

Kein Handy vor 14 – eine Pfarrerin gegen den Strom

Ein Publikumsbeitrag lenkte den Blick auf die junge Generation. Pelz erzählte von ihrer Zeit in der Bay Area, dem Herzen des Silicon Valley: Ausgerechnet dort, wo die Technologie entsteht, herrschte unter den Eltern Konsens – kein Smartphone vor 14, keine Tablets in der Schule, keine Screen Time. „Die Leute, die diese Technologie bauen, geben sie ihren Kindern nicht.” Zurück in Deutschland setzten sie und ihr Mann das konsequent um: Ihre fast zwölf- und dreizehnjährigen Kinder haben als Einzige in der Klasse kein Handy. „Sie überleben es.” Auch ihre handyfreie Konfirmandenzeit funktioniere prächtig – die einzigen, die murrten, seien die Kolleginnen und Kollegen, nicht die Jugendlichen. „Die reden plötzlich miteinander.”

Wer bestimmt nun – Algorithmus oder wir?

Und wer bestimmt nun, was Deutschland denkt? „Der Algorithmus bei Facebook”, sagt Sichelstiel nüchtern – weil er Emotionen belohne, nicht Information. Pelz kontert mit einem anderen Akzent: Nicht das Gleichdenken sei das Ziel, sondern Medienkompetenz. „Wir müssen uns klarmachen, wer welche Interessen hat.”

Bücher statt Bubbles

Zum Schluss gaben beide ihren persönlichen Tipp: Sichelstiel empfahl, bewusst in fremde Bubbles zu schauen und mit Menschen zu reden, die man sonst nicht trifft. Pelz zitierte eine Freundin: „Leaders are readers” – und plädierte für eine halbe Stunde Buch am Abend, weil dort das Denken anders angeregt werde als im Takt der Algorithmen.

Die nächste „Horch amol”-Veranstaltung ist für den Herbst geplant.

Text und Bilder Jan-Peter Hanstein mit Unterstützung von Claude AI und Transkript mit MS Copilot AI