Dialog der Religionen in Lauf

Den Dialog der Religionen gibt es in Lauf schon lange –

Aktuelle Nachrichten aus Ökumene und interreligiösem Dialog

Stellungnahme des Kirchenvorstands zum interreligiösen Dialog der Kirchengemeinde Lauf und zur aktuellen Diskussion um den Ruf des Muezzin in der DITIB Moschee Lauf

Hergang Die Stadt Lauf genehmigte den Antrag des DITIB-Moscheevereins vom 6.4.2020 auf den Ruf zu einem „Corona-Gebet“ zeitgleich mit dem Glockenläuten der evangelischen Johanniskirche um 19 Uhr bis zum 3. Mai 2020 sowie den regelmäßigen Ruf zum Freitagsgebet gegen 13:30 Uhr mit dem Vermerk „jederzeit widerruflich“. In der Pegnitz-Zeitung wurde am Donnerstag, den 30.4. ein…

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Gemeinsam die Schöpfung bewahren – Religions for future

Eindrücke vom Friedensgebet der Religionen Die zunehmende Erderwärmung, Plastikmüll überall, die Ausbeutung der Ressourcen sind Themen, die die Welt gerade in den letzten Jahren in Atem halten. Welchen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung können die Religionen geben? Dazu stellten sich VertreterInnen der evangelischen, katholischen, orthodoxen, jüdischen und muslimischen Gemeinden gemeinsam im Friedensgebet der Religionen: Im…

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Hier ein Überblick über gemeinsame Aktionen:

Friedensgebet 2019 mit Moscheevorstand, Bürgermeister Bisping, Imam Saruhan Senol, evang.luth. Pfarrerin Nikol-Eryazici, griech.orth. Achmandrit Titos Gianoullis, röm.kath. Gemeindereferentin Gabriele Netal-Backöfer (Stehende)
  • – 9/11 war erster Anlass zu Kundgebung auf dem Marktplatz, gemeinsam mit den Muslimen das Entsetzen ausdrücken und Terrorismus zu verurteilen.
  • – Demonstration und Menschenkette gegen Rassismus für ein tolerantes Miteinander
  • – Podiumsdiskussion in der Stadtbücherei zur Bedeutung von Religion für das Leben – in Zusammenarbeit mit der Stadt Lauf
  • – interkultureller Frauentreff
  • – gegenseitige Einladungen der Gemeinden
  • Friedensgebete ( seit 2008 )
  • mit wechselnden Partnern und Partnerinnen
  • gemeinsames Thema – jeweils die Sicht der Schriften und Überlieferungen zusammengetragen.
  • Grenzen, Fremde, Armut, Gastfreundschaft, Schöpfung….
  • Erstaunlich viele Parallelen in den Überlieferungen!!!
  • Musik und liturgische Gesänge des anderen auf sich wirken lassen.
  • Jüdische und orthodoxe Partner waren auch dabei.
  • Viel Zulauf und Zuspruch der Bevölkerung!
  • Gelegenheit die Gotteshäuser der anderen kennen zu lernen.
  • Gemeinsames Fest nach dem Friedensgebet – meist in der Moschee.

Dialogabende zu theologischen Themen: ( seit 2013 )

Gemeinsame Aktion der Jugend bei dem Friedensgebet in der Johanniskirche 2019
  • – Gottesbild
  • Menschenbild
  • – gemeinsame Gestalten der hl. Schriften ( Maria, Abraham, Jesus, Jakob… )
  • – die „ Religionsgründer“ – Jesus und Mohammed
  • – die Feste im Jahreskreis
  • – die Feste der Familie

Gegenseitiges Kennenlernen der Gebets- und Gottesdiensformen:

  • – Besuch in der Moschee
  • – Besuch eines katholischen Gottesdienstes
  • – Einladung zum Fastenbrechen im Ramadan
  • Immer nach dem Prinzip: Input – theologische Beiträge
  • und Austausch – Fragen aneinander stellen können, sich aus dem Leben erzählen.

Grundlagen der evangelischen Haltung

Verantwortlich für diesen Arbeitsbereich ist Pfarrerin Nikol-Eryazici.

Grundlagen der katholischen Haltung:

Gemeinsame Friedensgebete in Assisi mit Vertretern der anderen Religionen schon unter Papst Johannes Paul II seit 1986.

aus einem Bericht über das Friedensgebet in Assisi:

…Vertreter aller Weltreligionen versammeln sich am Sonntag zu einem dreitägigen Friedenstreffen in Assisi. Auch Papst Franzsikus wird zu einem ökumenischen Friedensgebet am Dienstag anreisen.

Zu den Podien, Vorträgen und Gebeten werden in der mittelitalienischen Kleinstadt nach aktuellen Veranstalterangaben mehr als 500 Delegierte von neun Glaubensgemeinschaften und 12.000 weitere Teilnehmer erwartet. Papst Franziskus reist am Dienstag zu einem ökumenischen Friedensgebet der christlichen Konfessionen und zur Abschlusskundgebung aller Religionen an. Während der gesamten Zeit gelten hohe Sicherheitsvorkehrungen.

Atheisten und Religionsvertreter diskutieren

Eröffnet wird das Treffen am Sonntagnachmittag im Beisein von Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella und mit dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. aus Istanbul. Am Montag und Dienstagvormittag diskutieren die Religionsvertreter, aber auch Atheisten in 29 Podiumsveranstaltungen über Fragen des interreligiösen Dialogs, Globalisierung, gerechte Wirtschaft, Ökologie, Konfliktberichterstattung in den Medien, Terrorismus und Migration.

Das Gesprächsforum unter dem Motto “Durst nach Frieden”, das von der katholischen Gemeinschaft Sant’Egidio organisiert wird, findet 30 Jahre nach der ersten derartigen Begegnung statt. 1986 lud Johannes Paul II. (1978-2005) unter dem Eindruck des Kalten Krieges nach Assisi ein. Seither richtete Sant’Egidio jährlich ein Friedenstreffen in wechselnden Städten aus.

Das 2. Vatikanische Konzil stellt 1965 neue Weichen:

…das Zweite Vatikanische Konzil (1962-65) stelle einen wichtigen Moment nicht nur für die katholische Kirche, sondern für die gesamte Menschheitsgeschichte dar. Das betonte der katholische Tübinger Theologe und Konzilsexperte Peter Hünermann in einem „Kathpress“-Interview aus Anlass des 50. Jahrestages seit Konzilseröffnung am 11. Oktober 1962. Eine ganze Reihe von Ergebnissen des Konzils wie etwa die Öffnung gegenüber anderen Religionen könne man deutlich als „Gabe des Geistes“ erkennen.