Hämmernkirchweih am Sonntag 27.9. – Ökumenischer Gottesdienst wegen schlechtem Wetter in St. Otto

Auch wenn das Fest der Hämmernkirchweih wegen COVID-19 Prävention am Sonntag 27.9. abgesagt wurde, findet der ökumenische Festgottesdienst statt. Nun aber nicht wie geplant am Schlossplatz, sondern wegen der ungünstigen Witterung in der kath. Kirche St. Otto.

In der evang. Johanniskirche findet daher kein Gottesdienst an diesem Sonntag dem Sonntag 27.9. statt.

Hämmernkirchweih vor einigen Jahren – ohne Corona Hygiene Regeln
Hämmernkirchweih vor einigen Jahren – ohne Corona Hygiene Regeln

Christustag Bayern 3. Oktober 2020

Andacht, Vortrag, Podiumsdiskussion

Unter dem Motto „Wahrheit, die trägt: Christus“ findet am Samstag, 3. Oktober, dem Tag der deutschen Einheit, eine Glaubenskonferenz in der evangelischen Christuskirche in Lauf statt (Martin-Luther-Straße 17).

Frau Gabriele Braun

Beginn ist um 10 Uhr mit einer Andacht des Hersbrucker Dekans Tobias Schäfer zum Thema des Tages sowie zum Tag der Deutschen Einheit.

Hauptreferentin ist die promovierte Theologin Gabriele Braun – der Titel ihres Vortrags lautet: „Festgehalten von der Wahrheit“.

Ein hochkarätiges Podium schließt den Christustag in Lauf ab: Bezirkstagspräsident Armin Kroder, der mittelfränkische Polizeipräsident Roman Fertinger sowie der Dirigent und Präsident der Hochschule für Musik Nürnberg, Professor Christoph Adt, sprechen zum Thema „Festhalten an der Wahrheit“.

Ende ist gegen 12.30 Uhr.

Anschließend kleines Mittagessen im gemeinnützigen SCH-LAU-Café.

Wegen der begrenzten Plätze wird um Anmeldung gebeten unter oder Tel. 2447.

Vor Ort sind die zum Zeitpunkt gültigen Corona-Auflagen und Hygienekonzepte zu beachten.

Der Christustag in Lauf steht unter Leitung von einem Team um Pfarrer Thomas Hofmann (Lauf), Pfarrer Hans Weghorn (Neunkirchen a. Sand) und Martin Pflaumer vom Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern (ABC), der den Christustag Bayern im Jahr 2012 ins Leben gerufen.


Wegen der Corona-Beschränkungen wird der Christustag auch online angeboten – live zwischen 10 und 15 Uhr sowie mit zeitversetzter Aufzeichnung der Predigten und Vorträge.

Online-Programm und weitere Informationen unter www.christustag-bayern.de

Wichtelgottesdienst zu Erntedank am 04.Oktober

Alle Familien mit kleinen Kindern sind herzlich eingeladen mit uns Erntedank zu feiern! Einfach mal „Danke“ sagen für das Essen, das uns so selbstverständlich schmeckt oder auch nicht. Denn es ist ein Geschenk von Gott an uns.

Wann?
am Sonntag, 04.Oktober, 10.45 Uhr
Wo?
in St.Jakob (Breslauerstraße)
Wie mit Hygieneregeln?
Jede Familie sitzt gemütlich auf einer Decke zusammen auf dem Boden. Gesungen wird wenig und (bei den Erwachsenen) mit Maske, dafür umso mehr getanzt, gebastelt und eine spannende Geschichte miterlebt.

Inklusiver Gottesdienst zum Erntedankfest!

Herzliche Einladung zum Mittendrin-Gottesdienst am Sonntag, den 4. Oktober um 10.30 Uhr in der katholischen Kirche St. Otto in Lauf. Dankbarkeit ist das Thema dieses inklusiven Gottesdienstes. Wie stark empfinden wir dies gerade in den letzten Monaten, Wochen und Tagen, wenn wir an die besonderen Zeiten der Pandemie denken, aber auch, wo können wir sie nicht spüren, weil wir verängstigt, enttäuscht und frustriert sind.

Das Mittendrin-Vorbereitungsteam, eine Arbeitsgemeinschaft der Offenen Behindertenarbeit im Landkreis Nürnberger Land bestehend aus Vertretern der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden, des Caritas Verbandes und der Lebenshilfe Nürnberger Land versuchte in der Vorbereitung für diesen Gottesdienst nachzuspüren, wo Netzwerke greifbar sind, die uns dankbar werden lassen, aber auch wo sie uns fehlen. Der Gottesdienst wird in einfacher Sprache gestaltet.

Für Hörgeschädigte wird ein Gebärdendolmetscher übersetzen. Die musikalische Begleitung übernimmt die Schmetterlings-Band der Lebenshilfe.

Der Gottesdienst wird auch über den Kanal Youtube: Kath.Pfarrei St.Otto – Lauf a.d.Pegnitz live übertragen

Herzlich Willkommen zu Präsenzgottesdiensten!

Wir feiern wieder Gottesdienste gemeinsam vor Ort in unseren Kirchen. Feiern Sie mit!

Di, 29.9. 10-11 Uhr Erntedankgottesdienst in der Kita Heuchling
Do, 1.10. 9-11 Uhr Erntedankgottesdienst im Eckert´schen Kindergarten
Fr, 2.10. 8-11 Uhr Erntedank Godi Vorschulkinder Kindergarten Am Hardt
Sa, 3.10. 8-20 Uhr Christustag

Wir tun unser Möglichstes für einen feierlichen Gottesdienst und um Sie und andere zu schützen. Dazu beachten wir die offiziellen Auflagen und haben für jede Kirche ein Corona-Hygiene Schutzkonzept.

Die Teilnahme an den Gottesdiensten erfolgt auf eigene Gefahr. Wenn Sie Bedenken haben, bleiben Sie besser zu Hause und nutzen sie stattdessen Gottesdienste im Internet oder Fernsehen: wir werden für alle Daheimgebliebenen auch weiterhin den Livestream-Gottesdienst sonntags um 10:30 Uhr im Internet übertragen.

Allgemeingültige Hinweise für die ungewohnte Situation:
– Kommen Sie pünktlich vor dem Gottesdienst.
– Wählen Sie sich einen markierten Platz, der den Mindestabstand von 2 Metern einhält (außer bei Ehepaaren und Menschen aus derselben Hausgemeinschaft/Familie). Wenn Sie sich unsicher fühlen, können Sie auch nach einem gesonderten Platz hinten oder auf den Emporen fragen.
– Es ist nur erlaubt, ohne Mundschutz zu singen, wenn der Mindestabstand von 2 Metern gegen ist. Man dankt, wenn Sie dennoch Mundschutz tragen.
– Die Gesangbücher sind vor Ihrem Besuch eine Woche nicht benutzt worden. Bitte lassen Sie sie nach dem Gottesdienst am Platz liegen.
– Das Abendmahl wird wir bei besonders angekündigten Gottesdiensten mit Einzelkelchen ausgegeben.
– Vermeiden Sie Ansammlungen vor und nach den Gottesdiensten und halten Sie die Kontaktbeschränkung ein.
– Bitte bleiben Sie bei Krankheitsanzeichen zu Hause.

Damit alle folgenden Gottesdienste stattfinden können, brauchen wir Helfer pro Gottesdienst! (Mesner, Lektor und zum Teil weitere Ordner). Überlegen Sie sich, ob Sie mithelfen können und melden Sie sich im Pfarramt per Email oder Telefon 2201


Präsenzgottesdienste in den verschiedenen Kirchen

Johanniskirche – Sonntag, 9.30 Uhr (wöchentlich)

In der Johanniskirche feiern wir festlich und traditionell gestaltete Gottesdienste, mit etwas weniger Gesang als vor Corona, doch dafür mit einem Schwerpunkt auf klassischer Kirchenmusik. Eine Anmeldung für die Gottesdienste ist in der Regel nicht erforderlich.

Kunigundenkirche – Sonntag, 10.45 Uhr (im Wechsel)

In der Kunigundenkirche feiern wir meditative und ruhige Gottesdienste.

Unter den gegeben Umständen kann die Kirche Platz für ca. 25 Besucher bieten. Eine Anmeldung für den Gottesdienst ist nicht erforderlich.

St. Jakob – Sonntag, 10.45 Uhr (im Wechsel): Präsenz bzw. 10.30 Uhr Livestream (im Wechsel)

Mit frischer Musik und einfacher Sprache feiern wir in St.Jakob Gottesdienst und erfahren Gott mit allen Sinnen.

Zu den Präsenzgottesdiensten haben ca. 35 Personen in unserem Saal Platz. Eine Anmeldung für den Gottesdienst ist nicht erforderlich.

Christuskirche – Sonntag, 10.30 Uhr Präsenz (im Wechsel)
bzw. Livestream ( im Wechsel)

In der Christuskirche können Gottesdienste zu Bandmusik und in kreativer Form besucht werden.

Parallel zu den Präsenzgottesdiensten bietet unser KiGo-Team einen Kindergottesdienst an.

Im Wechsel werden Livestreamgottesdienste aus der Christuskirche gesendet, die dann auch im Gemeindehaus Christuskirche übertragen werden.

Zu Präsenzgottesdiensten, den Livestream-Übertragung ins Gemeindhaus und dem Kindergottesdienst melden Sie sich bitte unter folgender Telefon-Nummer an: 0176 75 989 402

Dehnberg Sonntag, 10.45 Uhr (im Wechsel)

Nikolauskirche Dehnberg

Traditionell und dörflich ist der Gottesdienst in der schönen Kirche St.Nikolaus in Dehnberg.

Eine Anmeldung für den Gottesdienst ist nicht erforderlich.

Günthersbühl – Draußengottesdienste mit Ausweichmöglichkeit

Auch wenn die hübsche und gemütliche Kirche in Günthersbühl klein ist, haben dennoch etwa 20 Personen mit Abstand Platz. Deshalb sollen in Zukunft auch wieder ab und an Gottesdienste in Günthersbühl stattfinden, wenn es nicht mehr möglich ist, im Freien zu feiern.

  • am 03.10, 15.00 Uhr (Erntedank)
  • am 18.10, 9.30 Uhr (Kirchweihgottesdienst)

Präsenzgottesdienste in der Christuskirche

In der Christuskirche finden wieder Präsenzgottesdienste statt. Allerdings ist auch hier nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern möglich. Deshalb ist eine Anmeldung erforderlich.

Eine Anmeldung ist vor dem Gottesdienst von Donnerstag bis Samstag telefonisch oder per SMS unter folgender Telefonnummer möglich:

0176 75 989 402

Bitte geben Sie Ihren Namen und die Anzahl der Personen aus Ihrem Hausstand an, welche zusammen mit Ihnen am Gottesdienst teilnehmen.

Zur Info: In den Sommerferien findet parallel zum Hauptgottesdienst KEIN Kindergottesdienst statt.

Hörst Du nicht die Glocken? Eine Reportage über unsere Laufer Glocken

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Eigentlich wollten wir in Lauf in diesem Jahr den 700. Geburtstag Hermann Kesslers feiern, des Gründerstifters unseres Glockengießer-Spitals. Aber der Tag des Offenen Denkmals, der 13. September, wurde bundesweit abgesagt und auch das vorgesehene Fest muss wegen Corona ausfallen. In diesem Artikel gedenken wir der großen Verdienste Hermann Kesslers und stellen das Handwerk in den Mittelpunkt, das ihm und seiner Frau Wohlstand und Ehre brachte.

Glockengießer haben die Welt mitgeprägt und überall akustische Denkmäler geschaffen. Seit 3 Jahrtausenden werden Glocken gegossen. Von China ausgehend, kennen alle Völker höherer Kulturstufen Glocken. Sie sind hörbare Zeichen kultischer Handlungen. Das älteste bis heute erhaltene Glockenspiel stammt aus einem Grab in China. Obwohl in vorchristlichen Zeiten in einer von unserer sehr verschiedenen Kultur entstanden, nahm das Christentum Glocken sehr bald in Gebrauch. Der erste richtige Glockenturm wurde um 500 in Ravenna gebaut. Irisch-schottische Missionare brachten Glocken nach Mitteleuropa. Die Übernahme des keltischen Wortes „Cloch“ in unserem Wort „Glocke“ erinnert daran. Dass die Glocken gegen Ende des 6. Jahrhunderts an Größe gewonnen haben und schon damals mit einem Seil bewegt wurden, geht aus den Schriften des fränkischen Bischofs Gregor von Tours hervor. Ab dem 7. und 8. Jahrhundert entstanden Türme, die ein mehrstimmiges Geläut ermöglichten. Immer mehr verband sich der Glockengebrauch mit der Liturgie. Kaiser Karl der Große erließ in den Kapitularien eingehende Weisungen über Anschaffung und Verwendung von Kirchenglocken. Die älteste 1038 gegossene Glocke Deutschlands hängt in Bad Hersfeld. In den Klöstern verbreitete sich die Kunst des Glockengießens. Die besten historischen Glocken stammen aus dem 15. und 16. Jahrhundert und wurden immer mehr von bürgerlichen Glockengießern gestaltet. Sie erreichten oft besondere klangliche und künstlerische Schönheit. Das Handwerk des Glockengießens wurde vom Vater an den Sohn weitergegeben und sorgfältig gehütet. So entstanden ganze Glockengießer-Dynastien. In Nürnberg gab es mehrere solcher Glockengießer-Familien, eine der bedeutendsten war die unseres Stifters Hermann Kessler, genannt Glockengießer, und seiner Frau Elsbeth. Sie selbst blieben kinderlos und vermachten ihren Reichtum dem Spital der Stadt Lauf. Dort verbrachten sie auch ihren Lebensabend. Ihre Grabstätte ist im vorderen Teil der Ruine St. Leonhard eingebettet und wurde von den Altstadtfreunden gerade neu gestaltet mit Epitaphien der Stifter. Es gab weitere Zweige der Familie, die die Tradition des Glockengießens sehr erfolgreich fortführten.

Neue Epitaphien zu der Grablege des Stifterehepaars in der Spitalruine

In den beiden Weltkriegen brauchte man die Metalle der Glocken für militärische Zwecke. Im ersten Weltkrieg 1917/18 wurden für die Kriegswirtschaft fast 50 % der Glocken eingeschmolzen. Im 2. Weltkrieg folgte die Glockenbeschlagnahme bereits wenige Monate nach Kriegsbeginn, hinzu kam dann die Bombenzerstörung der Kirchen. So gab es nach den Kriegen einen großen Bedarf an Glocken. Bis heute werden sie bei uns nach dem traditionellen Lehmformverfahren mit Bronzeguss hergestellt. Jede Glocke wird individuell berechnet, geformt und gegossen und ist damit ein Unikat. So hat auch jede ihren Ton, ja eine Vielzahl von verschiedenen Teiltönen. Wenn verschiedene Glocken gleichzeitig läuten, ergibt sich ein mehrstimmiges Geläut. Mehr als 30 Glocken unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Größe hängen in Türmen und Dachreitern unserer Stadt Lauf und den dazu gehörigen Ortschaften.

Frühgebetsglocke ca.1500

In der St. Johanniskirche sind glücklicherweise die historischen Glocken erhalten geblieben. Sie mussten weder eingeschmolzen werden noch wurden sie von Bomben zerstört. Allerdings musste die kleinste und älteste Frühgebetsglocke 1942 bei der Kreishandwerkerschaft Hersbruck-Lauf abgegeben werden und kam in ein Zentrallager nach Amberg. Fälschlicherweise wurde sie mit dem Ort Lauf-Schönberg eingetragen und landete bei der Rückgabe deshalb in Schönberg. Dort stand sie ungenützt, bis sie auf Initiative des Schönberger Pfarrers Berthold wieder in die Stadtkirche nach Lauf gebracht wurde. So haben wir in der Johanniskirche ein sehr wertvolles Ensemble von 4 verschiedenen historischen Glocken (Aufzählung nach Alter):

  • Frühgebetsglocke, wahrscheinlich aus der Werkstatt der Familie Glockengießer aus vorreformatorischer Zeit um 1500; 62 cm Durchmesser, 49 cm Höhe, 175 kg, Ton g‘‘. Sie trägt einen gotischen Fries, darunter die Inschrift: ave maria, gracia plena dominus tecum (Gegrüßet seist du, Maria, du bist voller Gnade, der Herr ist mit dir). Sie wurde immer früh um 4 Uhr geläutet, wenn die Bauern in den Stall gehen mussten.
  • Schräg darunter hängt die mittlere Glocke, möglicherweise aus derselben Werkstatt, erstes Viertel 16. Jhdt.; Durchmesser 88 cm, Höhe 74 cm, 550 kg, Ton b‘. Die Glocke hat denselben spätgotischen Fries wie die erste, darunter die Inschrift: quia quem regina celi senare alleluia (Alleluja erschalle ihm (dem Erlöser), den die Himmelskönigin auf ihren Mutterarmen trug). Diese beiden ältesten Glocken ähneln sich sehr und stammen aus derselben Zeit.
  • Die große Glocke von 1597 von Christof (II) Glockengiesser; Durchmesser 1,17 m, 1100 kg, Ton ges‘. Inschrift: christof glockengiesser zu nurmberg goss mich anno 1597, ferner: gottes wort bleibt ewig, glaub dann bist du selig, außerdem: dieser zeit seien die verorden herrn landpfleger anno domini 1597 hans welser, ioachim nuczel, paulus harstorfer, christof tucher, iacob starck, dazu: Verzierung mit Stadtwappen von Nürnberg über dem Stadtwappen von Lauf, an einer Seite der gekreuzigte Christus mit Maria und Johannes, auf der anderen Seite der Heilige Laurentius mit dem Rost.
  • „10-Uhr-Glocke“; Durchmesser 77 cm, Höhe 60 cm, Gewicht 260 kg, Ton es‘‘. Inschrift: 1712 goss mich Iohann Balthasar Heroldt. An der Seite trägt sie ein Wappenschild, im Inneren das Wappen der Reichsstadt Nürnberg, welches umgeben ist von Wappenschilden der amtierenden Landpfleger Wolf Iacob Nützel, Georg Andreas Imhof, Georg Christof Kress, Veit Hieronymus Holzschuher, Iohann Christoph Detzel, unten das Wappenschild des Pflegers von Lauf Iohann Paulus Tucher.

Das 4-stimmige Geläute (ges‘, b‘, es‘‘, g‘‘) hängt in einem 2-stöckigen Holzglockenstuhl an Holzjochen. Alle 4 Glocken wurden 1998 im Schweißwerk Lachenmeyer, Nördlingen, detailliert begutachtet und runderneuert. Dazu wurden sie abgenommen und in der Werkstatt bearbeitet. 2000 kamen die Glocken zurück an ihren Platz. Danach wurde das Schwingungsverhalten des Turmes und das Resonanzverhalten der Glocken untersucht, 2012 hat man eine baudynamische Kontrolle am Glockenturm vorgenommen und ausgewertet. Dabei hat man Ungleichmäßigkeiten festgestellt. Anschließend wurden die Glocken nochmals bearbeitet und die Empfehlungen des Gutachtens umgesetzt. Inzwischen können alle Glocken wieder geläutet werden und schwingen ausgewogen im Turm.

Oben: neueste 10-Uhr-Glocke von 1712 aus der Werktstatt Balthasar Heroldt
Unten: mittlere 11-Uhr-Glocke vom Anfang 16.Jhd.

Für die Glocken gibt es eine vom Kirchenvorstand beschlossene Läute-Ordnung, die der Mesner umsetzt. Das Glockengeläut begleitet den Gottesdienst, der eine halbe Stunde vorher eingeläutet wird, eine Glocke läutet während des Vater-Unsers, bei besonderen Segenshandlungen wie der Einsegnung der Konfirmanden oder beim Segen bei Trauungen gibt es volles Geläut. Auch am Samstagnachmittag um 14 Uhr wird nach altem Brauch der Sonntag auf diese Weise eingeläutet. Bei einer Aussegnungsfeier wird die kleinste Glocke geläutet und begleitet die Urne zum Salvatorfriedhof. Manchmal ruft die Glocke zu Gebeten bei besonderen Anlässen, z. B. zum Friedensgebet – auch zur zeitgleichen Fürbitte in Krisenzeiten wie der unseren mit Corona. Glocken dürfen aber nicht zu politischen Zwecken missbraucht werden.

Über all die Jahrhunderte hatten Glocken sowohl eine profane als auch eine geistliche Funktion. Sie geben räumliche und zeitliche Orientierung. Immer wieder wird berichtet, dass Menschen durch den Glockenklang nach Hause fanden, wenn sie sich verirrt haben. Man konnte also Entfernungen und Richtungen einschätzen. Die Glocken verkünden durch Schläge die vollen Stunden ebenso wie Viertelstunden. Als es noch keine Armbanduhren gab, richteten sich alle Menschen nach dem Schlag der Glocken. Die Frühglocke rief zum Aufstehen und Versorgung der Tiere, um die Mittagszeit wurde das Essen angekündigt, die Abendglocke rief das Ende des Arbeitstages aus. Verbunden waren diese Geläute oft mit bestimmten Gebeten. In den Klöstern finden die Tagzeiten- oder Stundengebete statt: das Morgenlob um 6 Uhr, Mittagsgebet um 12 Uhr, Vesper um 19 Uhr und Complet um 21 Uhr.

Im christlichen Verständnis ist das Bewusstsein lebendig, dass der Tag und das Leben überhaupt vom Gebet begleitet wird. Glocken rufen auf zum Lob Gottes und verbinden damit Himmel und Erde.

Text: Susanne Koch-Schächtele

Bilder der Glocken: Matthias Bisping

Taufen und Trauungen in Zeiten von Corona? Ja.

Schon immer sind Taufen und kirchliche Trauungen ganz besondere Tage. Doch Feste feiern in Zeiten von Corona ist in jedem Fall etwas besonderes und auch anders, als Sie es sich vielleicht einmal vorgestellt haben. Auch in den Gottesdiensten bei Taufen und Trauungen müssen Abstandsregeln, begrenzte Besucherzahl und Maskenpflicht vor dem Hinsetzen eingehalten werden und manches wird dadurch anders.

Doch auch wenn der Trausegen mit Abstand gesprochen wird, ist er intensiv. Und es ist ein inniger und ganz bewusster Moment, wenn Sie als Eltern selbst Ihrem Kind das Wasser bei der Taufe über den Kopf gießen.

Ja, wir werden kreativ in diesen Zeiten. Auch unter diesen Bedingungen gestalten wir für Sie einen stimmigen Gottesdienst – im Vertrauen darauf, dass Gott auch und gerade in diesen Zeiten dabei ist und wirkt.

Wenn Sie also Mut, Wille und Freude zur Taufe oder Trauung in diesen Zeiten finden oder einfach mit uns gemeinsam darüber nachdenken wollen, melden Sie sich auch jetzt gerne: wir sprechen mit Ihnen und freuen uns schon auf einen ganz besonderen Gottesdienst.

Für die verschiedenen Kirchen haben wir Hygienekonzepte erstellt, wo unter anderem auch die Besucherzahlt festgelegt ist.

Weitere allgemeine Informationen zur kirchlichen Trauung und Taufgottesdiensten finden sie hier:

Hochzeit
Taufe