Taufen und Trauungen in Zeiten von Corona? Ja.

Schon immer sind Taufen und kirchliche Trauungen ganz besondere Tage. Doch Feste feiern in Zeiten von Corona ist in jedem Fall etwas besonderes und auch anders, als Sie es sich vielleicht einmal vorgestellt haben. Auch in den Gottesdiensten bei Taufen und Trauungen müssen Abstandsregeln, begrenzte Besucherzahl und Maskenpflicht vor dem Hinsetzen eingehalten werden und manches wird dadurch anders.

Doch auch wenn der Trausegen mit Abstand gesprochen wird, ist er intensiv. Und es ist ein inniger und ganz bewusster Moment, wenn Sie als Eltern selbst Ihrem Kind das Wasser bei der Taufe über den Kopf gießen.

Ja, wir werden kreativ in diesen Zeiten. Auch unter diesen Bedingungen gestalten wir für Sie einen stimmigen Gottesdienst – im Vertrauen darauf, dass Gott auch und gerade in diesen Zeiten dabei ist und wirkt.

Wenn Sie also Mut, Wille und Freude zur Taufe oder Trauung in diesen Zeiten finden oder einfach mit uns gemeinsam darüber nachdenken wollen, melden Sie sich auch jetzt gerne: wir sprechen mit Ihnen und freuen uns schon auf einen ganz besonderen Gottesdienst.

Für die verschiedenen Kirchen haben wir Hygienekonzepte erstellt, wo unter anderem auch die Besucherzahlt festgelegt ist.

Weitere allgemeine Informationen zur kirchlichen Trauung und Taufgottesdiensten finden sie hier:

Hochzeit
Taufe

Schutzkonzept der Evangelischen Kirchengemeinde Lauf für die Nutzung der Gemeinderäume

In Zeiten der Corona Pandemie – Stand: Juni 2020

Dieses Konzept wurde erstellt in Anlehnung an die derzeitigen Vorgaben des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege und darüber hinaus der aktuellen Empfehlungen des Bayerischen Jugend Rings (BJR)

Grundsätzlich gelten folgende Regeln:

Abstand
  • Das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes
  • Abstand halten: mindestens 1,5 Meter
  • Bei grippeähnlichen Symptomen ist eine Teilnahme nicht gestattet
  • Nies- und Hustenetikette einhalten: in Armbeuge niesen oder husten
  • Regelmäßiges Händewaschen: 20-30 sec
  • Nicht ins Gesicht fassen

Darüber hinaus ist zu beachten:

  • Häufiges Lüften: Empfohlen wird nach jeder Stunde 10 Minuten
  • Eine regelmäßige Desinfektion (Materialien, Türklinken, Toiletten) muss vorgenommen werden
  • Dokumentation der Kontakte (Teilnehmer der Gruppentreffen, Ort, Zeit):
  • Informationspflicht an beteiligte Personen u.a. die GruppenleiterInnen
  • Bei paralleler Belegung mehrerer Räume ist dafür zu sorgt, dass die Pausen nicht gleichzeitig stattfinden, um die aufeinandertreffende Personenzahl zu begrenzen.
  • Bei sportlichen Aktivitäten gilt das aktuelle Hygienekonzept des Bayrischen Landessportverbandes (BLSV).
  • Für musikalische Gruppen gilt zusätzlich noch ein entsprechendes Hygienekonzept

Mieter der Räumlichkeiten der Gemeindehäuser haben sich an das vorgelegte Hygienekonzept zu halten

2. Durchführung von Gruppentreffen in den Gemeindehäusern

(Vorrangig sollten Gruppenstunden im Freien stattfinden!)

  • Abstand halten von 1,5 m ab Betreten des Grundstücks
  • Bei Eintritt und Verlassen des Gemeindehauses ist ein Mund- und Nasenschutz zu tragen.
  •  Abstand in den Gruppenräumen entweder 1,5 m oder bei Unterschreitung der Abstandsregel mit Maske
  • Gruppenbildung vor den Gemeindehäusern nur unter Wahrung des Mindestabstandes und der Maskenpflicht
  • Eingang: durch Haupteingang (während der Veranstaltung sind die Türen offen zu halten)
  1. Mitarbeiter empfängt die Teilnehmer am Eingang, achtet auf Händedesinfektion und gibt Anweisungen über Ort der Veranstaltung und Verhalten
  2. Das Tragen von Mund-/Nasenschutz in den Räumen richtet sich nach den jeweils gültigen Vorschriften; außerhalb der Gruppenräume, im Treppenhaus und Foyer ist ein Mund/Nasenschutz zu tragen!
  3. Die Anzahl der Teilnehmer richtet sich nach den jeweiligen Vorgaben;
  4. Die Gruppengröße richtet sich nach der Raumgröße.
  • Möglichst kontaktloses Programm ausarbeiten
  • Auf vorgeschriebenen Abstand beim Spielen und Sitzen achten
  • Auf gemeinsames Singen ist nach Möglichkeit zu verzichten, falls Singen zwingend erforderlich, unbedingt darauf achten, dass in die gleiche Richtung gesungen wird.
  • Kein gemeinsames Kochen und Essen
  • Toilettengänge / Räume verlassen: nur Einzeln und mit Mund/Nasenschutz

Eine Checkliste mit den wichtigsten Regeln um Überblick können Sie hier herunterladen:

Post ins Seniorenheim

Karten, Briefe, Gedichte, Geschichten, Fotos, Bilder, Basteleien, Rätsel: die vielfältigsten „Grüße von draußen“ von Groß und Klein gingen schon im Pfarramt ein und wurden an die Altenheime Weitergeleitet. An alle, die schon etwas geschickt haben: Vielen, vielen Dank!
Hier ein paar wenige Impressionen von der Post, die bereits weitergegeben wurde:

Bitte machen Sie weiter! Das Besuchsverbot in den Seniorenheimen wird noch länger andauern.


Ein kleiner Gruß von „draußen“ für die Seele.

Was so ein Brief verändern kann, das kennen Sie vielleicht, dieses schöne Gefühl: „Da wird an mich gedacht.“ Gerade haben wir alle wenig Kontakte und freuen uns, wenn sich jemand bei uns meldet. Ganz besonders aber sind die Männer und Frauen, die in Seniorenheimen leben, zum eigenen Schutz von der Außenwelt abgeschlossen.

Die Idee….

Der Gedanke an diese vielen lieben Menschen in den Heimen, die jetzt nicht mehr besucht werden können, hat uns sehr bewegt. Lange haben wir gegrübelt: Was kann man tun – zusätzlich zu dem, was die Angehörigen schon versuchen und die Pflegerinnen und Pfleger so wunderbar leisten? Da kam eine inspirative Idee aus einer Gemeinde in Würzburg, die wir gerne auch in Lauf umsetzen möchten: ein Aufruf für „Post ins Seniorenheim“.

Machen Sie mit!

Nehmen Sie Zettel und Stift und legen Sie los! Ob Brief, Gedicht, Bild oder Gebet…
Senden Sie Ihren Gruße einfach ans Evangelische Pfarramt (Kirchenplatz 11, 91207 Lauf). Wir verteilen und leiten ihre Grüße an unsere drei Seniorenheime weiter. Dort wird die Post dann vorgelesen und gezeigt.

Also dann: Händewaschen, an die Stifte, fertig, los!

Vielen Dank. Auch an alle, die bereits etwas geschickt haben!

Kirchensteuer in Zeiten von CORONA – das Kirchensteueramt Bayern informiert

Das Bundesministerium der Finanzen hat in einem Schreiben aus der vergangenen Woche bekanntgegeben, dass unmittelbar von der Corona-Krise betroffene Steuerzahler eine zinslose Stundung erhalten bis 31.12.2020, bei mittelbar betroffenen Steuerzahlern werden Stundungen im üblichen Rahmen gewährt. Die Anträge werden momentan überwiegend von Gewerbetreibenden/Selbständigen gestellt. Unsere Kirchensteuerämter orientieren sich an der staatlichen Handhabung, d. h. Stundung auf Antrag. Weiteres (z. B. Teilerlass/Erlass bei wirtschaftlicher Notlage) kann zu gegebener Zeit im direkten Kontakt von Kirchensteuerzahler/Steuerberater und zuständigem Kirchensteueramt geklärt werden.

Auf der Homepage des Evang.-Luth. Kirchensteueramtes Nürnberg wird darüber unter dem Stichwort CORONA wie folgt informiert (www.kirchensteueramt.de):

In Bayern ist aufgrund der Corona-Pandemie derzeit der Katastrophenfall erklärt. Seit 21. März 2020 besteht in diesem Rahmen eine Ausgangssperre. Dies hat auch Auswirkungen auf die Arbeit der Kirchensteuerämter.

Falls Sie durch Corona in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten
Viele Menschen in Bayern sind – unabhängig von der Gesundheitsfrage – in wirtschaftlichere Hinsicht schon jetzt massiv betroffen.

Derzeit ist noch nicht absehbar, wie sich die Corona-Pandemie entwickelt. Soweit keine Besonderheiten vorliegen, stunden wir Ihnen fällige Rückstände oder Vorauszahlungen auf Antrag gerne zinslos bis 31.10.2020. Dann ist die Krise hoffentlich eingedämmt und es ist klarer, in welchem Umfang Sie betroffen sind. Wir können dann gemeinsam überlegen, wie es weitergehen kann.
Nehmen Sie bitte Kontakt mit Ihrem Kirchensteueramt auf, wenn Sie eine Stundung oder Ratenzahlung wünschen.
Im Übrigen schließen wir uns gerne an die
Vorgehensweise der bayerischen Finanzämter an.

München, 26. März 2020

Oberkirchenrat DR. Hans-Peter Hübner



Besondere Zeiten: Trauerfeiern unter freiem Himmel

Es ist Ausnahmezustand zur Corona-Prävention: Schulen und viele Geschäfte sind geschlossen, Gottesdienste sind abgesagt, Taufen, Trauungen…
Doch wir lassen Sie nicht alleine! Und schon gar nicht bei einem Todesfall!

Wir kommen selbstverständlich zu Aussegnungen und Trauergesprächen und sind auch telefonisch intensiv für Sie da.
Und wir dürfen aktuell auch nach Absprache mit dem Gesundheitsamt in eingeschränkter Weise Beerdigungen durchführen.

Wenn Sie einen Todesfall haben, müssen Sie sich leider folgendes überlegen:

  • Kann die Urnenbeisetzung zu einem späteren Zeitpunkt (nach dem Katastrophenfall) stattfinden?
  • Wenn dies nicht möglich ist, dann kann eine Bestattung/ Urnenbeisetzung trotz Veranstaltungsverbot durchgeführt werden,
    allerdings mit folgenden Einschränkungen:
    • Die Feier findet im Außenbereich statt.
    • Nur der engste Familienkreis ist dazu eingeladen.
    • Ort und Zeit der Trauerfeier darf nicht im Vorhinein öffentlich bekannt gemacht werden.

Gerne begleiten wir Sie in dieser schweren Zeit in so einer besonderen Zeit.

Kontaktieren Sie auch gerne direkt uns Pfarrer und Pfarrerinnen.

Wir sind telefonisch für Sie da!

Auf allen Kanälen erreichbar!

In diesen Zeiten geht Gemeindearbeit einfach anders. Wir versuchen es jetzt mal so:

Wir sind telefonisch für Sie da!

Demnächst auch per whatsapp, skype, …
Außergewöhnliche Zeiten brauchen außergewöhnliche Antworten. Unserer Antwort an alle Laufer:

  • Rufen Sie uns an! Bei Fragen!
  • Wenn Sie mit jemandem sprechen möchten!
  • Wenn Ihnen die Decke auf den Kopf fällt!
  • Oder einfach so!

Auch wenn wir alle möglichst direkte Kontakte vermeiden sollen, so ist doch immer noch der Kontakt per Telefon oder Internet möglich. Diesen wollen wir nutzen!

Wir werden demnächst Online-und Telefonsprechstunden bekanntgeben!

Wir hören und sehen uns!

Pfarrer i.R. Rudolf Albrecht verstorben – ein Nachruf

Denn ich will den Namen des HERRN preisen. Gebt unserm Gott allein die Ehre!

5. Mose 32,3

Die Evangelische Kirchengemeinde Lauf trauert um

Rudolf Albrecht +2.10.2019

Pfarrer im Ruhestand

Mit großer Wertschätzung und voller Dankbarkeit

werden wir sein Andenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am 11.11. um 11:30 Uhr auf dem Altstädter Friedhof in Erlangen statt.

NACHRUF Pfarrer Rudolf Albrecht

Pfarrer Albrecht hatte zunächst seit 1.12. 1962 die 2.Pfarrstelle inne mit dem 2.Pfarrhaus hinter der Stadtkirche. Er übernahm im Frühjahr 1964 die neu geschaffene 4.Pfarrstelle und zog mit seiner Familie in das neu gebaute  Pfarrhaus. Für den Stadtteil links der Pegnitz gab es nur die Spätgottesdienste in der Kantine der Firma Sembach, aber das war dem ständigen Wachstum dieses Stadtteils längst nicht mehr angemessen. So setzte sich Pfarrer Albrecht vehement ein für einen Kirchenneubau, der endlich 1971 mit der Grundsteinlegung der Christuskirche Wirklichkeit wurde.

Lauf links war kein „einfaches Pflaster“ – die Bewohner dort waren wenig  kirchlich eingestellt. Aber Pfarrer Albrecht gelang es, zum Beispiel für die Stammarbeiter-Siedlung in der damals noch bestehenden Gaststätte Perl Gemeindeabende zu veranstalten, bei denen die Wirtschaft bis zum letzten Platz besetzt war.

Er stellte auch den Kontakt zu den Christusträgern in Bensheim-Auerbach her, zu denen er als Tertiärbruder gehörte. Sie kamen erstmals 1968 nach Lauf zu einer Jugendevangelisationswoche „Das gerade Wort bei schräger Musik“. Diese Woche hatte auf uns junge Leute in Lauf damals einen großen Einfluss.

„Albi“, wie wir ihn als Jugendliche nannten, hatte ein offenes Haus, einen offenen Keller und ein offenes Herz für uns Jugendliche. Er und seine Frau luden ins Pfarrhaus ein und begleiteten junge Menschen auf den ersten Schritten in ein Leben als Christ. Albi machte Mut, auch eine Band zu gründen, unterstützte die Musiker und stellte ganz selbstverständlich sein Auto für die Bandeinsätze zur Verfügung. Er gestaltete regelmäßig moderne Jugendgottesdienste und Offene Abende in Lauf und an anderen Orten, immer bedacht, uns als Mitarbeiter einzubinden.


Oft ließ Albi uns auch alleine Jugend- und Familiengottesdienste planen und gestalten und übertrug uns so viel Verantwortung. Er initiierte viel, konnte aber auch loslassen; wir fühlten uns nie überwacht und kontrolliert. Dadurch machte er uns zu mündigen Christen und ermunterte zu aktivem, selbstständigem Engagement.

Mit drei Familien lebten Albrechts ein verbindliches Miteinander mit gemeinsamem Gebet, wöchentlicher Abendmahlsfeier und gemeinsamer Verantwortung für die Gemeinde. Davon gingen viele Impulse für die Menschen in unserer Stadt aus. Die Hauskreis- und Seelsorgearbeit nahm  u.a. hier ihren Anfang.  Neue offene Formen des Gemeindegottesdienstes waren ihm wichtig, wurden von manchen aber auch kritisch beäugt.  

Pfarrer Albrecht hatte ein weites Herz. Er stellte Kontakte her zur jüdischen Gemeinde in Nürnberg, zu Kommunitäten, zur Ökumene, zu Freikirchen, und konfrontierte uns mit verschiedenen theologischen Strömungen.

Gerne und oft besuchten wir die Christusträger, gerne und oft waren sie in Lauf zu Gast mit ihren beiden Bands. Und Pfarrer Albrecht war die treibende Kraft, die diese Begegnungen am Laufen hielt.

Sein gutes Verhältnis zu seinen Kollegen, insbesondere seinem „Pfarrbruder“ Gottlob Heß, zeigte uns Ehrenamtlichen wie wichtig ein vertrauensvolles Miteinander der Hauptamtlichen ist. Er war nicht abgehoben, sondern dem Menschen zugewandt, ehrlich in seinem Wesen; sein spitzbübisches Lächeln und sein Humor bleiben in Erinnerung.

Als er 1986 verabschiedet wurde, übernahm er eine Stelle als Krankenhausseelsorger in Erlangen, wo er bis zu seinem Tod am 2.10.2019 lebte. Wir danken ihm und seiner Frau Inge für alle Dienste in Lauf. Wir befehlen Rudolf Albrecht in Gottes gute Arme – er darf jetzt schauen, was er geglaubt hat.

Dankbare Erinnerungen von Uschi Friedrich, Gabi Huthmacher, Jogi Wartha, Jutta Schmitt, Peter Scharrer, Peter Danner, Uschi und Johannes Höcht.