Bibellesen heute über Joel 2

Das heutige Bibellesen mit Pfarrer Hofmann schließt noch Joel 1 ab und wendet sich dann dem 2. Kapitel des Prophetenbuches zu. Zum Mit- oder Nachhören klicken Sie HIER!

500 Jahre: erste Lutherbibel!

Auf den Tag genau das 500. Jubiläum feierte der erste Teil der deutschen Lutherbibel: Am 21. September 1522 wurde das “September-Testament” veröffentlicht. Luther hatte das Neue Testament auf der Wartburg in nur gut 2 Monaten aus dem griechischen Urtext in gutes Deutsch übersetzt und seitdem immer wieder verfeinert.

Dies war in der damaligen katholischen Kirche ein revolutionäres Ereignis! Zwar gab es zuvor schon einzelne Bibelteile auf Deutsch. Doch erst durch Sprach-Genie Luther hat sich Gottes Wort in Erstauflage von 3000 Exemplaren in ganz Deutschland verbreitet – und wurde stilbildend für ein einheitlich verständliches Frühneuhochdeutsch.

Anmerkung von Pfarrer Thomas Hofmann: Wenn ich in diesen Tage die Zeit finde zu einer Video-Aufnahme, lade ich mein Luther-Gedicht von 2017 auf YouTube hoch, das seinerzeit das Laufer Publikums-Voting bei der Poetry-Slam-Kategorie “Luther” gewann (Alle Rechte: (c) 2017, Pfarrer Thomas S. Hofmann), aber hier schon einmal mein Text:

Klar, als lutherischer “Paster” fall ich durch das Slammer-Raster,

weil Ihr viel mehr Übung habt, technisch mich vom Acker schabt.

Liebe Leut, ma’ sollt’s net maana, heut tritt an a Lutheraner,

einer, der die Botschaft liebt, und der Gott die Ehre gibt.

Heuer wern’s 500 Jahr, dass – was bitter nötig war –

Luther nahm Papier und Hammer, denn: “Beim Ablasshandel kammer

nimmer zuschaun tatenlos!”, damals war der Irrtum groß

und das Elend obendrein in den Herzen, groß und klein.

Martin Luther schreibt dagegen an, und das der Wahrheit wegen,

nagelt 95 Thesen, dass es alle Leute lesen,

mutig dran ans schwarze Brett, an der Kirchentür steht fett:

Wenn únser Herr und Meister spricht:  „Tut Buße“, meint er wahrlich nicht,

dass wir Ablassbriefe kaufen   und auf Knien die Stufen laufen,

sondern dass das ganze Leben   sei für Gott und Mensch gegeben.

Damals ein bahnbrechend‘ Werk   an der Tür in Wittenberg.

Oder, wie es sagen Slammer, diese Tat, die war  „the hammer“.

Was heut mancher glatt verpennt, is:  WIE kam Luther zur Erkenntnis,

dass Jesus ihm Gnade schenkt, wenn man glaubend an ihn denkt?

Hat‘s entdeckt im Bibellesen, SO ist er von Angst genesen

und vom únruhigén Gewissen, nicht nur hoffen, man darf‘s WISSEN,

dass uns Gott die Schuld vergibt    und uns unbegreiflich liebt!

Denn in Römer 1, Vers 17, liest er, was ihm lieb, stehn:

Die Gerechtigkeit vor Gott kommt aus Glauben, kommt von Gott!

Was Gewissheit uns erlaubt: Angenommen ist, wer glaubt.

Ich dacht‘, die Tür geht mir auf – des Paradieses

Ja, die Tür geht mir auf – als ich las dieses,

ja, die Tür geht mir auf – des Paradieses,

und es fuhr mir so rein, hey, der Himmel ist mein,

alle Zweifel zu klein für den Herrn, der mich liebt aus Gnade!

Wer sich Jesus anvertraut, glaubend auf den Heiland baut,

dem wird so das Heil geschenkt   und der Weg zu Gott gelenkt.

Nicht mit allen guten Werken,   Leute, bitte tut’s euch merken,

kann den Himmel man verdienen, nein, denn Jesus schenkt es Ihnen!

Nichts und niemand kann es rauben    denen, die von Herzen glauben.

Dieses Glück selbst zu erleben, will uns Gott noch heute geben.

Was in Römer steht 1, 17, das gilt auch noch 20-17!

Das zu glauben, war genug, daher kennt man diesen Spruch:

„Gottes Wort und Luthers Lehr’ vergehen nun und nimmer mehr.“

Luther hätt ja sagen können: “Was ich fand, will ich nicht gönnen

Allen andern, Jungen, Alten, denn ich will’s für mich behalten.”

Nein, der Martin war getrieben   ganz von Jesu Christi Lieben,

Hey, das müssen ALLE wissen, doch die Mittel warn besch…eiden.

S‘gab noch keine deutsche Bibel, die was taugt, und ihm wurd‘  übel,

als er sah, wie unbekannt    war, das da darinnen stand.

Doch das Heil erkennt man dort, ganz allein in Gottes Wort.

Unsanft auf ein Pferd gezerrt, auf der Wartburg eingesperrt

Gut bewacht, die Heimat weit,   nutzt der Luther diese Zeit.

Mit Decknamen „Junker Jörg“   macht er sich sofort ans Werk:

Übersetzt ganz eloquent   er das Neue Testament.

Hat dem Volk aufs Maul geschaut, lange an dem Stift gekaut,

bis die Formulierung passte, was er da in Worte fasste.

Mancher Satz, den Luther schrieb, eine Redewendung blieb,

noch bis heute kennt man sie. Luther war ein Sprach-Genie!

Kam ihm mancher gar zu römisch, konnt’ er werden auch polemisch,

und – da juckt die Wimper mich – nicht mit Worten zimperlich.

Kommt uns mancher Satz recht herb oo,  galt doch: „sine vi sed verbo“

“Mit dem Wort, nicht mit Gewalt”, Gottes Reich gewinnt Gestalt.

Einmal, sage ich mit Bangen, Luther ist zu weit gegangen,

schwer enttäuscht und krank und bitter   rutscht ihm raus ein Wortgewitter:

„Von den Jud’n und ihren Lügen“, dem ist nichts hinzuzufügen.

Zwar will er nicht an Leib und Leben, und trotzdem krieg ich Magenheben.

Diese 18 schlimmen Seiten kann und will ich nicht bestreiten,

aber denk dran – Seiten-Hieb! – , dass Luther 50.000 schrieb!!

Unter ganzen Büchermetern ist sein abfälliges Zetern

eher eine Randnotiz. Deshalb finde ich’s nen Witz,

wenn man diffamiert den Luther! “Ethisches” Kanonenfutter!

Über solche Ehr-Abreißer, Besserwisser und Klugsch…wätzer

kriege manchmal so `ne Wut ich:   Wärt ihr heut mal halb so mutig!

Rechte, Linke, Islamisten   schmähen Jud’n, als wenn sie wüssten,

dass kaum einer regt sich auf. Judenhass nimmt seinen Lauf.

Heute musst du kaum was wagen, kannst die freie Meinung sagen.

Doch wird vieles heut versteckt, bleibt politisch bloß korrekt.

Vieles, was uns klingt zu hart, war halt damals „state of art“,

meint ja nicht mehr heut den Papst – Franzískus, wie mein Herz du labst!

Mittlerweil’ sind die “Katholen” fast dabei, zu überholen

uns in Sachen Bibeltreue. Und ich sage es aufs Neue,

dass in Lauf die Ökumene    ist `ne enge, reiche, schöne.

Die Ehe, wie die Forschung zeigt, hat ihn spät erst überzeugt.

Ging das Werben und das Haus   eher von der Käthe aus.

Doch der Martin, frisch vermählt,   hat mal einem Freund erzählt,

dass die Freuden überwiegen, seit im Bett zwei Zöpfe liegen.

Schwärmt von ihrem Körperbau: „Ich schlaf oft mit `ner schönen Frau“.

Doch dabei meint er nur sie, untreu waren sie sich nie.

Luther sagte oft: was täte ich denn ohne meine Käthe?

Chefin, Mutter, Bäuerin,    Kochen, Bierbraun, Kind erziehn

Sechs eigene und Pflegekinder,   Knechte, Mädge, Schweine, Rinder,

Oft auch Streitigkeiten schlichten,  den depressiven Mann aufrichten,

ständig Angst, es nehmen “Cops”    ihren Ehegatten hops.

Eigentlich das Luther-Jahr    ehrt das Luther-Ehepaar.

Aber was die Hauptsach’ ist:  Alle Ehre Jesus Christ,

dass am letzten vom Oktober    nicht das ganze Fest-Zinnober,

sondern Gott im Mittelpunkt, der in unsre Herzen „funkt“:

Glauben, Hoffen, Beten, Lieben,  dass wir nicht dieselben blieben,

sondern uns verwandeln lassen    von dem Gott, der nicht die Massen,

sondern jeden einzeln sieht, liebend an sein Herz uns zieht.

Das ist Reformation, wenn nicht nur als Unterton,

wenn vom Bischof bis zum Kind   wir Nachfolger Jesu sind –

und je länger, desto mehr,   jeder Christ ein “Luther” wär.

Christuskirche Lauf: Volle Kirche, viele Ehrenamtliche, gut geklicktes Online-Angebot. Ein Artikel im SONNTAGSBLATT

SONNTAGSBLATT BAYERN, Timo Lechner

So geht Kirche der Zukunft. abgerufen am 10.9.2022

Es gibt Gemeinden, die modernisieren ihre Kirche aufwendig, um möglichst viele Menschen zu erreichen. In der Laufer Christuskirchengemeinde sind die Leute aber schon da: Bei fast jedem Gottesdienst predigt Pfarrer Hofmann vor vollem Haus.

Tauffest 2019 in der Christuskirche

In der Christuskirche “links der S-Bahn” spielt sonntags keine Orgel, sondern eine Band. Liedtexte werden auf eine Leinwand gebeamt.

Jahrzehnte bevor der Reformprozess “Profil und Konzentration” von der Landessynode für die evangelische Kirche in Bayern beschlossen wurde, hat man sich in Lauf an der Pegnitz bereits auf den Weg gemacht und Profile für die Kirchen festgelegt.

Im Falle der Christuskirche ist klar: Hier spielt sonntags keine Orgel, sondern eine Band. “Gesangbücher bleiben auch draußen, Liedtexte werden auf eine Leinwand gebeamt”, erklärt Pfarrer Jan-Peter Hanstein, der seit sieben Jahren Pfarramtsleiter in Lauf ist.

Rund 30 Ehrenamtliche helfen bei einer Veranstaltung mit

Eine Tradition, die schon kurz nach der Weihe der Kirche am 1. Advent 1971 ihren Anfang genommen hat und die seither gepflegt wird. “Es ist eine echte Mitmach-Kirche, und das seit mittlerweile drei Generationen”, meint Hanstein. Die Gemeinde sei dabei eng verzahnt mit dem CVJM Lauf, der vorwiegend mit den regelmäßigen “Lighthouse”-Gottesdiensten Akzente setzt. Gemeinsam stellt man bei Veranstaltungen zeitweise um die 30 Ehrenamtliche, die während der Feier als Lektoren oder Fürbittgestalter, Musiker oder Techniker dienen, den Kirchenkaffee oder manchmal das Mittagessen im angeschlossenen Gemeindezentrum vorbereiten.

Aus einem Pool von rund 150 Personen, die teils auch unterschiedliche Aufgaben begleiten, lässt sich schöpfen. Jane Dubrikow ist Teil des Kreativ-Teams, das die Gottesdienste mit vorbereitet. “Die Themen sind aktuell und lebensnah, man kann sich als junger Erwachsener gut damit identifizieren”, sagt die 31-Jährige, die gleich nach der Konfirmation hier “hängen geblieben” ist. Viele kämen auch durch Angebote wie Hauskreise oder Alpha-Kurse wieder in die Gemeinde und bringen sich ein.

Bis zu 6.000 Klicks für die Online-Gottesdienste während Corona

Schon 2018 begannen Überlegungen, die Fassade und deren Fenster zu sanieren und auch innen mit neuer Licht- und Klangtechnik und einer Fußbodenheizung den zeltförmigen Bau auf Vordermann zu bringen. Es sei klar gewesen, dass dies eine lohnenswerte Investition in die Zukunft ist, erklärt Pfarrer Hanstein. Corona bremste Anfang 2020 das Gemeindeleben wie allerorts aus, sorgte allerdings auch für einen gehörigen Digitalisierungsschub. Gottesdienste wurden fortan live auf Youtube gestreamt und erreichten bis zu 6.000 Klicks.

Lighthouse Gottesdienst für jüngere Menschen

Wenn die Kirchengemeinde in den kommenden Monaten viel Geld in die Hand nehmen will, um die Kirche für die kommenden Jahrzehnte technisch fit und weiter attraktiv zu machen, dann kommt nicht nur die alte Ölheizung raus und eine Fußbodenheizung rein, die über eine Wärmepumpe angesteuert wird. Allein rund 100.000 Euro sollen für Netzwerk- und Videotechnik, Saallicht und Akustikplatten ausgegeben werden. Man will den Kirchenraum auch für größere Zusammenkünfte nutzen und anderen innerhalb der politischen Gemeinde zur Verfügung stellen.

Von einem entsprechenden Antrag zur finanziellen Förderung, der von der bayerischen Landessynode im Herbst behandelt werden soll, erhofft sich der Pfarrer einiges. Allerdings könne er auch auf den Rückhalt der Gemeinde bauen. “Wir sind wohl die einzige Gemeinde in Bayern, die 2021 mehr Spenden als vor Corona erhalten hat.”

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Timo Lechner Redakteur Nürnberg | Kirche, Religion, Soziales, Kultur

Heute Bibellesen Joel 1

Heute um 19 Uhr im Gemeindehaus Christuskirche beginnt eine neue Reihe: die sogenannten “Kleinen Propheten” – mit dem Buch Joel. Oder erleben Sie es online durch Ihren Klick HIER.

Der angekündigte Abschied von Pfarrer Thomas Hofmann aus Lauf, erläutert von Pfarrer Hanstein

Stellungnahme der evangelischen Kirchengemeinde Lauf zu dem angekündigten Stellenwechsel von Pfarrer Thomas Lauf

Pfarrer Thomas Hofmann hat am vergangen Sonntag, den 8.7. per Videobotschaft angekündigt, die Pfarrei Nikodemuskirche in seiner Heimatstadt Bayreuth zu übernehmen. Pfarrer Hofmann folgt einem Ruf des dortigen Kirchenvorstands aus eigener Initiative, die von dem Landeskirchenrat so bestätigt wurde. Als Kirchenvorstand haben wir keine Möglichkeit mehr, darauf Einfluss zu nehmen. Diese Veränderung nach fast 20 Jahren hochengagierten Dienstes weckt starke Anteilnahme nicht nur bei Gemeindegliedern. Jetzt ist es noch nicht an der Zeit, all seine Arbeit zu würdigen – schließlich werden wir ihn und seine Familie erst im Frühjahr Mitte 2023 in allen Ehren verabschieden. Bis dahin möchte er möglichst ungestört seinem Pfarrdienst ausüben.

Pfarrer Hofmann erklärt auch seine Motivation zu wechseln. Seine Begründung lässt aber Gemeindeglieder mit weiteren Fragen zurück, die ich beantworten möchte. Ich schreibe als Kollege von Thomas Hofmann und als Sprecher des Kirchenvorstands Lauf, nicht als Dienstvorgesetzter. Das ist Dekan Schäfer in Hersbruck.

Wie kam es zu diesem Wechsel durch die Landesstellenplanung?

Verschiedentlich wurde in unserem Gemeindejournal „Blick“ wie auch in Zeitung und Medien über die „Landesstellenplanung“ der evangelischen Kirche Bayern berichtet.

Wir gehören zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Die Evangelisch-Lutherische Landessynode in Bayern ist unser Kirchenparlament, in dem VertreterInnen der Kirchengemeinde, der Werke und der Angestellten der Landeskirche demokratisch Beschlüsse fassen. Sie müssen sich mit den Realitäten in Bayern befassen und darauf reagieren.

Geburtenstarke Jahrgänge von evangelischen Mitgliedern sterben und ebenfalls geburtenstarke Jahrgänge von Pfarrern gehen zunehmend in Pension. Dazu kommen zur Zeit viele Austritte und wir verlieren so ca. 1% der Mitglieder im Jahr. Eine Gemeindestelle versorgt durchschnittlich 1700 Mitglieder. In dichter mit Evangelischen besiedelten Gebieten und großen Kirchengemeinden wie Nürnberg wird mit zwei- bis dreitausend Mitgliedern pro Pfarrstelle gerechnet. Da die Landestellenplanung bisher nur alle 10 Jahre erfolgte, wird 2024 wieder angepasst. Die Mitgliederveränderungen sind in Bayern örtlich sehr verschieden. So wachsen in Ober- und Niederbayern manche Gemeinde stark durch Zuzug von jungen Familien und die Kirche in Bayern hat dort in den letzten 10 Jahren 9 neue Kirchen gebaut. Die Veränderung des PfarrerInnen-Nachwuchses verhält sich ähnlich dem allgemeinen Fachkräftemangel und ist in keiner Weise mit dem Priestermangel in der katholischen Kirche vergleichbar. 

Die Landesstellenplanung 2024 kürzt moderat 10% der Stellen und reagiert damit auf Mitgliederschwund und verfügbaren Personal. Die Synode beschließt weist jedem Dekanat ein Stellenkontingent aus Pfarrstellen und Diakonen- bzw. Gemeindepädagogen zu.

Auch die gemeindeübergreifenden Dienste wie Jugendarbeit, Erwachsenenbildung, Kirchenmusik und Seelsorge sind in diesem Pool enthalten. In Lauf von 5 auf 4 gekürzt – eine halbe Pfarrstelle und eine halbe Diakonenstelle. Wer nachrechnet, kommt auf 20% und nicht 10% Kürzung. Das liegt am Plan des Dekanatsausschusses: gemeindeübergreifende Dienste wie die Jugendarbeit wurden verstärkt, daher werden die Kirchengemeinden 20% gekürzt.

Unser Kirchenvorstand hat dafür gekämpft, dass Lauf weniger gekürzt wird und damit argumentiert, dass die Kirchengemeinde mit Kirchenmusik, sozialen Einrichtungen und auch der Christuskirche weit über das Stadtgebiet hinauswirkt. Der Dekanatsausschuss hat aber umgekehrt argumentiert, dass Lauf organisatorisch sehr gut aufgestellt ist und schon längst in dieser größeren Einheit Synergieeffekte nutzen kann, die andere Kirchengemeinde in neuer Zusammenarbeit erst erreichen müssen. Unser Erfolg ist in diesem Prozess sogar ein Nachteil. Wir unterlagen im Dekanatsausschuss mit 2:13 Stimmen.

Pfarrer Hofmann ist in seiner Bekanntgabe darauf eingegangen, warum von vier Pfarrern mit teilweise ebenfalls langen Dienstzeiten ausgerechnet er wechseln muss. Die Kürzung erfolgt nach Kirchengemeindeordnung und nicht nach Verhalten, Erfolg oder Sozialpunkten wie in Firmen. Die Pfarrstellen wurden von 1-5 aufgebaut, die 5. Pfarrstelle haben wir vor 20 Jahren verloren, nun wird seine 4. Stelle halbiert.

Die Landeskirche sieht auch nicht gerne, dass „reiche“ Kirchengemeinden wie Starnberg oder vielleicht auch Lauf eigene Stellen finanzieren – die dort angestellten Pfarrer fehlen dann woanders. Auf Dauer ergibt das ein erhebliches Ungleichgewicht. Außerdem verlässt kaum ein beamteter Pfarrer diesen privilegierten Status. Befristete Stellen anderer Berufsgruppen wie Musiker oder Pädagogen sind leichter anzustellen und zu finanzieren. Das wird durchaus schon angedacht.

Ich möchte auch auf einen wichtigen theologischen Grund eingehen, warum Pfarrer kein Job wie jeder andere ist. 

1) Als PfarrerInnen werden wir berufen – d.h. von der Kirche und von Gott in die Gemeinden gesendet. Genau auf diesem Weg ist  Pfarrer Hofmann vor fast 20 Jahren als junger Mann in die Kirchengemeinde gekommen und verlässt sie auf diese Weise wieder. Thomas Hofmann geht der evangelischen Kirche in Bayern als guter Pfarrer nicht verloren – er folgt dem Ruf in die Nikodemuskirche nach Bayreuth und wird dort seine Sendung fortsetzen. Die Gemeinde dort freut sich darüber, während wir natürlich traurig sind.

2) Normalerweise wechseln PfarrerInnen nach dem Pfarrerdienstgesetz alle 10 Jahre die Gemeinde. Durch besondere familiäre Gründe können es 15 Jahre werden. PfarrerInnen haben die Aufgabe Menschen allein auf Christus ausrichten und nicht auf sich selbst.

Außerdem sind die neuen Impulse wichtig, die PfarrerInnen und andere Hauptamtliche aus ihren vorherigen Erfahrungen an anderen Orten mitbringen. Deswegen müssen PfarrerInnen verschiedene Stationen durchlaufen und ihre vertrauten Stellen immer wieder verlassen, um neue Erfahrungen mit Gott zu machen. Jesus ist da sogar Bayern zu klein, wenn er sagt: „Gehet hin in alle Welt …“ (Mt 28)

3) Bekannt ist:  “PfarrerInnen kommen und gehen – die Gemeinde bleibt.” Pfarrer Hofmann hat die Kirchengemeinde Lauf und besonders den C1-Gottesdienst mitaufgebaut, damit Menschen sich auf Gott verlassen. Glauben wird immer auch von Menschen vermittelt. Aber Jesus Christus bleibt, auch wenn diese Menschen uns verlassen.

Der Kirchenvorstand Lauf wird zusammen mit den Hauptamtlichen in Ruhe reagieren und in absehbarer Zeit eine neue 0,5 Stelle ausschreiben. Das Profil Christuskirche bleibt ein wichtiges Projekt der Gesamtgemeinde.

Wir sind Pfarrer Thomas Hofmann dankbar, dass er in seinem persönlichen Statement auf alle diese Faktoren hingewiesen hat. Thomas Hofmann hat für sich und unsere Kirchengemeinde in einer schwierigen Situation eine gute Lösung gefunden. Für persönliche Gespräche stehen Ihnen die PfarrerInnen und der Kirchenvorstand Lauf gerne zur Verfügung

Geschäftsführender Pfarrer Jan-Peter Hanstein

Auswirkungen der Landesstellenplanung 2024 in Lauf

(Artikel in unserem Gemeindebrief BLICK, April/Mai 2022)

Die Corona-Pandemie hat die neue Landesstellenplanung 2020 der bayerischen evangelischen Landeskirche zwar etwas verzögert – aber nicht grundsätzlich ausgebremst. Bei dieser Planung geht es vor allem darum, wie theologische, pädagogische und kirchenmusikalische Stellen in ganz Bayern verteilt werden. Weil die Mitgliederzahl stetig zurückgeht, wird im Rahmen der Personalplanung ungefähr 10% der bisherigen Stellen abgebaut. Der Rückgang der Mitgliederzahlen und der Abbau der Stellen verläuft ungefähr parallel, daher sollte sich an dem Verhältnis von GemeindepfarrerInnen zu Gemeindemitgliedern mit durchschnittlich 1:1600 nichts ändern.

Klarheit und Freiheit

Die Dekanate entscheiden diesmal selbst, wie sie mit dem von der Landessynode beschlossenen Stellenkontingent umgehen. Der Dekanatsausschuss (DA) Hersbruck hat nach intensiver Vorarbeit seinen zweiten Entwurf am 26. Februar in der Dekanatssynode vorgestellt. Dieser weicht von dem landeskirchlichen Entwurf etwas ab:

Zugunsten übergemeindlicher Dienste vor allem in der Jugendarbeit, aber auch der Erwachsenenbildung kürzt er sogar 20% der Gemeinde-Stellen.

Das Dekanat wurde auf acht Regionen aufgeteilt, die kooperieren bzw. sich zu Pfarreien zusammenschließen werden. Unsere Kirchengemeinde Lauf ist wegen seiner Größe eine eigene Region– daher es gibt keine Gebietsveränderungen.

Kürzung von 5 auf 4 Stellen

Im Jahr 2010 hatte unsere Kirchengemeinde Lauf und Dehnberg 9.118 Mitglieder. 11 Jahre später sind es nun 7.955 – ein Rückgang von 12,75%. Der Rückgang der evangelischen Mitglieder im traditionell mehrheitlich evangelischen Lauf hat drei Gründe:

1. Demographische Entwicklung: Mehr verstorbene Mitglieder als Geborene bzw. Getaufte.

2. Gesellschaft: Mehr Austritte als Eintritte in der Evangelischen Kirche. Die Gründe dafür werden am meisten in der Öffentlichkeit diskutiert. Andererseits haben wir immer mehr Engagierte in den Kirchengemeinden, was sich an der Zahl der Ehrenamtlichen ablesen lässt. Wir sind unterwegs von einer Volkskirche zu einer Mitgliederkirche.

3. Fluktuation: Die evangelischen Bürger waren in Lauf über Jahrhunderte eine starke Mehrheit, seit dem 2. Weltkrieg zogen tendenziell mehr Evangelische aus Lauf weg als zu.

2010 wurden unserer Kirchengemeinde vier Vollzeit-Pfarrstellen und eine DiakonInnenstelle zugewiesen. Nach dem vorliegenden Beschluss des Dekanatsausschusses verlieren wir bis 2024 eine halbe Pfarrstelle. Außerdem wird eine halbe Stelle unserer Diakonin zur Dekanatsjugend verlagert. Lauf verliert damit sogar 20% ihrer Stellen.

Dies liegt im Plan des DA. Das Verhältnis Stellen zu Kirchenmitgliedern erhöht sich in Lauf wieder auf ca. 1:2000 und liegt damit höher als veranschlagt. Daher legte der Kirchenvorstand Lauf mit seinen Dekanatsausschussmitgliedern Joachim Wartha und Jan-Peter Hanstein Widerspruch ein. Sie wurden aber mit 3:12 überstimmt. Begründung des DA: Lauf arbeite bereits im Hauptamtlichen-Team bewährt zusammen und müsse keine mühsamen Fusionen wie andere Gemeinden bewältigen. Dem DA gilt Lauf anscheinend als Vorbild für andere Regionen im Dekanat. Zum Beispiel wird in Hersbruck Altensittenbach mit der Pfarrei Stadtkirche und Johanniskirche zusammengehen. [siehe Grafik].

Trotzdem empfindet der Kirchenvorstand die Kürzung als ungerecht, weil in diesem Entwurf nicht gewürdigt wird, dass die Kirchengemeinde Lauf auch viele überregionale Aufgaben in Bereichen der Diakonie, Familienbildung und Sozialarbeit übernommen hat.

Positiv ist, dass unsere KantorInnenstelle um 0,25% aus dem Dekanatsstellenanteil auf 0,75% angehoben wird und damit als Vollzeitstelle gesichert bleibt. Wie bisher finanziert die Kirchengemeinde Lauf die 0,25% der KantorInnenstelle zusammen mit der Kirchengemeinde Hersbruck selbst. Auch der Dienstsitz von Diakonin Tina Höpfner bleibt in Lauf. Durch die Zusammenarbeit mit der Dekanatsjugend erhoffen wir uns durchaus Synergien.

Schmerzhaft ungeklärt bleibt die Stelle der Krankenhausseelsorge, gerade im Krankenhaus Lauf. Der DA erhofft sich noch eine Drittfinanzierungen für die Bezirksklinik Engelthal oder Trägern wie der Lebenshilfe. Ehrenamtliche Besuchsdienste könnten von Pfarrern oder Honorarkräften betreut werden. Eine Seelsorgestiftung im Dekanat soll angeregt werden.

Transformation statt Reformation

Schmerzhafte Veränderungen stehen an: Mitte des nächsten Jahres 2023 wird sich der Kirchenvorstand Lauf mit den Hauptamtlichen zusammen auf den Weg machen, die Arbeit der Kirchengemeinde entsprechend den Ressourcen anzupassen. Wie die Kürzung einer halben Pfarrstelle dienstrechtlich umgesetzt wird, lässt sich noch nicht abschließend sagen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Die verbliebenen 3,5 Stellen in Lauf sind so zu beschreiben, dass sie zukünftig sowohl für PfarrerInnen attraktiv bleiben als auch effektiv Gemeindearbeit ermöglichen. Manches Gewohnte wird wegfallen, neue Ideen werden sich durchsetzen. Diese Anpassung erfolgt eher in einer langsamen Transformation als durch eine plötzliche Reformation.

Blick in Zukunft – kein Grund zur Panik

Mein persönliches Fazit: Im Vergleich zu anderen Konfessionen und Landeskirchen erfolgen die Stellenkürzungen auch im Blick auf verfügbares Personal mit Augenmaß. Lauf kann sich nicht von der demografischen Entwicklung ihrer Mitglieder und dem weniger werdenden Nachwuchs abkoppeln. Auch in zukünftigen Jahrzehnten wird Lauf eine handlungsfähige Kirchengemeinde mit vielen tausend Mitgliedern bleiben. Sie werden dann Mitglieder sein, die sich bewusst für Kirche entschieden haben, mit motivierten Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen, vernetzt in den Stadtteilen mit Spielräumen in modern ausgestattetet Gebäuden und Kirchen. Ich bleibe zuversichtlich mit dem Blick auf Gottes Wirken:

Dennoch soll die Stadt Gottes sich erfreuen an ihren Brünnlein, da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind. Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie fest bleiben; Gott hilft ihr früh am Morgen. Psalm 46,5+6

Jan-Peter Hanstein, 1. Pfarrer und Vorsitzender des Kirchenvorstands

Pfarrer Thomas Hofmann: Abschied, aber erst 2023

Es fällt mir nicht leicht, es heute öffentlich zu machen: Die Stellenkürzung trifft mich, überraschend steht schon eine Stellenperspektive fest, doch lasst uns dieses gemeinsame Dreivierteljahr vor unserem Wechsel zum 2023 Gott und den Menschen dienen – und weiterhin!
Jetzt also ist es offiziell: Wie bereits berichtet, wird unsere Laufer Kirchengemeinde im neuen Landesstellenplan nicht nur von 1,0 auf 0,5 Diakonenstelle, sondern auch von 4,0 auf 3,5 Pfarrstellen gekürzt bzw. den Mitgliederzahlen angepasst.

Wen trifft es?

Zum einen kürzt die Landeskirche laut Dekan Tobias Schäfer „von hinten“, also im Laufer Fall an „meiner“ vierten der sonst gleichrangigen vier Pfarrstellen. Zum anderen sind Pfarrer Reuß und Pfarrerin Nikol-Eryazici zum Stichtag über dem Alter der (normalen) Versetzbarkeit, und Kollege Hanstein ist kürzer in Lauf als ich. Daher trifft die Stellen-Halbierung mich (Thomas Hofmann), nach mittlerweile gut 19 Jahren in Lauf.  Spätestens 30.06.2024 muss der neue Landesstellenplan umgesetzt sein, doch sollte man nicht bis zum „Ende der Ausbau-Strecke“ warten.

Welche Alternativen wurden überdacht?

  1. Das Dazu-Nehmen einer anderen halben Pfarrstelle (ob in einer anderen Gemeinde, Schule oder Seelsorgebeauftragung) hätte bedeutet, dass ich nur noch mit der Hälfte meiner Arbeitszeit in Lauf hätte arbeiten können. Dies wäre vielen Laufern schwer vermittelbar gewesen und mit realistisch „zwei ¾-Stellen“ bei meinem Anspruch an mich selbst kräftemäßig nicht „gesund“ bzw. ratsam.
  2. Mehrmals haben mir wohlhabende Mitchristen eine Spenden-Finanzierung der fehlenden halben Stelle an die Kirche angeboten und hätten diese auch verlässlich ermöglicht. Doch wollte ich nicht in den Ruf geraten, dass Menschen für „mich“ Geld sammeln. Zudem: falls kein Laufer Pfarrkollege wechselt, wäre die Spendenfinanzierung ja bis zu meinem Ruhestand nötig gewesen; und wenn in fünf bis zehn Jahren eine weitere halbe Stelle gekürzt würde, Geld für eine GANZE Pfarrstelle.
  3. So blieb mir nur die Lösung, mich langfristig nach einer anderen Gemeinde umzusehen. Ohne Selbstmitleid, aber mit Schmerz muss sich unsere Familie mit dem Gedanken an unsern Abschied von Lauf auseinandersetzen. Eine Pfarrstelle zu finden, war mir nie bange. Zahlreiche Tipps über vakante oder freiwerdende Stellen, die mich in der Nähe halten wollen, nehme ich als Kompliment.

Wann und wohin?

Hatte ich auswärtige Anfragen stets abgelehnt, kam in diese Situation der Ruf und die Bitte einer Kirchengemeinde meiner Heimatstadt, ob ich nach der baldigen Pensionierung des Noch-Inhabers die 1,0-Pfarrstelle übernehmen möchte. Weil sowohl Kirchenvorstand als auch Dekan und Regionalbischöfin nach meiner Einwilligung einstimmig die Besetzung durch mich ohne Ausschreibung beantragten, hat die Pfarrstellen-Kommission des Landeskirchenrats am Montag, 27.06. beschlossen:
Ab 1. September 2023 (!) soll ich anfangen in der Bayreuther Nikodemuskirche.
Nur wegen des Ausschreibungsverzichts ist die Perspektive so ungewöhnlich frühzeitig bekannt und erlaubt noch die Fortsetzung von Laufer Aufgaben sowie eine Fortbildungs- und Zwischenphase ab Frühjahr 2023 nach dann 20 Jahren in Lauf.

Menschlich kam uns der Gedanke: WENN schon ein Stück weg von unserm geliebten Lauf und engen Glaubensgeschwistern, dann in die Nähe unserer alten Eltern und Freunde. Doch weiß ich mich auch im Gebet, durch Winke und Verheißungen Gottes auf diesen Weg geführt, so wie 2003 hierher nach Lauf.

Ohne (zu viel) Wehmut durchstarten!

Doch NOCH BIN ICH DA! – und werde noch meinen aktuellen Konfi-Jahrgang 2023 konfirmieren. Ich lade Sie und Euch ein, dass wir noch eine gesegnete Zeit miteinander er-beten, nutzen, manche Kreise und Dienstgruppen selbstständiger machen und so vorbereiten auf die kommende Zeit. Nicht in voreilender Kürzung von Angeboten, sondern mit kostbaren Monaten voller Gemeinschaft mit Gott und mit Menschen, die uns sehr wichtig sind – und bleiben.

Bitte beten Sie mit um Gottes Führen für unsere Laufer sowie die dortige Gemeinde, auch für uns als Familie. Auch, dass die vielfältigen Aufgaben durch eine geeignete Person auf der dann halben Pfarrstelle, anteilig durch das ganze Pfarrteam sowie durch Euch engagierte Ehrenamtliche in gute Hände kommen.

Jetzt (und sicher noch öfter mal) traurig – aber noch einmal getrost in Lauf durchstartend,
Ihr/Euer Pfarrer und Glaubensbruder Thomas Hofmann mit Familie

Ein Stellungnahme von Pfarrer Jan-Peter Hanstein zu dieser Nachricht finden Sie hier.

Online-Bibellesen über 3. Joh.

Im heutigen “Bibellesen mit Pfarrer Hofmann” geht es um den kurzen 3. Johannesbrief. Heute um 19.00 Uhr, diesmal NUR online durch Ihren KLICK HIER! Natürlich können Sie dieses oder auch vergangene Bibelstunden nachhören unter demselben YouTube-Kanal.

Der 3. Johannesbrief aus der Lutherbibel 2017:

1 Der Älteste an den lieben Gaius, den ich lieb habe in der Wahrheit.
2 Mein Lieber, ich wünsche, dass es dir in allen Stücken gut gehe und du gesund seist, so wie es deiner Seele gut geht.
3 Denn ich habe mich sehr gefreut, als Brüder kamen und Zeugnis gaben von deiner Wahrheit, wie du wandelst in der Wahrheit.
4 Ich habe keine größere Freude als die, zu hören, dass meine Kinder in der Wahrheit wandeln.
5 Mein Lieber, du handelst treu in dem, was du an den Brüdern tust, zumal an fremden.
6 Sie haben deine Liebe bezeugt vor der Gemeinde; und du wirst gut daran tun, wenn du sie weitergeleitest, wie es würdig ist vor Gott.
7 Denn um Jesu Namens willen sind sie ausgezogen und nehmen von den Heiden nichts an.
8 Solche sollen wir nun aufnehmen, damit wir Gehilfen der Wahrheit werden.
9 Ich habe der Gemeinde geschrieben; aber Diotrephes, der unter ihnen der Erste sein will, weist uns ab.
10 Darum, wenn ich komme, will ich ihn erinnern an seine Werke, die er tut; denn er verleumdet uns mit bösen Worten und begnügt sich nicht einmal damit: Er selbst weist die Brüder ab und hindert auch die, die sie aufnehmen wollen, und stößt sie aus der Gemeinde.
11 Mein Lieber, nimm nicht das Böse zum Vorbild, sondern das Gute. Wer Gutes tut, der ist von Gott; wer Böses tut, der hat Gott nicht gesehen.
12 Demetrius hat ein gutes Zeugnis von jedermann und von der Wahrheit selbst; und auch wir sind Zeugen und du weißt, dass unser Zeugnis wahr ist.
13 Ich hätte dir viel zu schreiben; aber ich will es nicht mit Tinte und Feder an dich schreiben.
14 Ich hoffe aber, dich bald zu sehen; dann wollen wir mündlich miteinander reden.
15 Friede sei mit dir! Es grüßen dich die Freunde. Grüße die Freunde, jeden mit Namen.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.
Die Verwendung des Textes erfolgt mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft. www.die-bibel.de

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Bibellesen über Brief-Schluss

Die finalen Verse 1. Johannesbrief 5, 13-21 sind heute Thema im Bibellesen mit Pfarrer Hofmann, das Sie live oder nach-erleben können durch Ihren Klick HIER.

13 Das habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt, euch, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes.
14 Und das ist die Zuversicht, mit der wir vor ihm reden: Wenn wir um etwas bitten nach seinem Willen, so hört er uns.
15 Und wenn wir wissen, dass er uns hört, worum wir auch bitten, so wissen wir, dass wir erhalten, was wir von ihm erbeten haben.
16 Wenn jemand seinen Bruder sündigen sieht, eine Sünde nicht zum Tode, so mag er bitten, und Gott wird ihm das Leben geben – denen, die nicht sündigen zum Tode. Es gibt aber eine Sünde zum Tode; bei der sage ich nicht, dass jemand bitten soll.
17 Jede Ungerechtigkeit ist Sünde; aber es gibt Sünde nicht zum Tode.
18 Wir wissen: Wer aus Gott geboren ist, der sündigt nicht, sondern wer aus Gott geboren ist, den bewahrt er und der Böse tastet ihn nicht an.
19 Wir wissen, dass wir von Gott sind, und die ganze Welt liegt im Argen.
20 Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Einsicht gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.
21 Kinder, hütet euch vor den Götzen!

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.
Die Verwendung des Textes erfolgt mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft.

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10.5. Bibellesen über Glaubens-Gewissheit

Vom bloßen Meinen, Hoffen, Ahnen zur felsenfesten Gewissheit: im heutigen Bibellesen mit Pfarrer Hofmann lesen wir im 1. Johannesbrief Kapitel 5, 1-12. Sehen und hören Sie es um 19.00 Uhr im Gemeindehaus Christuskirche oder online … live oder danach durch Ihren Klick HIER!

1 Wer glaubt, dass Jesus der Christus ist, der ist aus Gott geboren; und wer den liebt, der ihn geboren hat, der liebt auch den, der aus ihm geboren ist.
2 Daran erkennen wir, dass wir Gottes Kinder lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote halten.
3 Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.
4 Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.
5 Wer ist es aber, der die Welt überwindet, wenn nicht, der da glaubt, dass Jesus Gottes Sohn ist?
6 Dieser ist’s, der gekommen ist durch Wasser und Blut, Jesus Christus; nicht im Wasser allein, sondern im Wasser und im Blut; und der Geist ist’s, der das bezeugt, denn der Geist ist die Wahrheit.
7 Denn drei sind, die das bezeugen:
8 der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei stimmen überein.
9 Wenn wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis größer; denn das ist Gottes Zeugnis, dass er Zeugnis gegeben hat von seinem Sohn.
10 Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat dieses Zeugnis in sich. Wer Gott nicht glaubt, der macht ihn zum Lügner; denn er glaubt nicht dem Zeugnis, das Gott gegeben hat von seinem Sohn.
11 Und das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn.
12 Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.
Die Verwendung des Textes erfolgt mit Genehmigung der Deutschen Bibelgesellschaft.

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