anker|zellen – Kleingruppen im Internet

„Du befindest dich mit fünf anderen Christ:innen in einem Raum und ihr habt 35 min Zeit, um euer geistliches Leben zu fördern. Wie geht das?“

anker|zellen

Hinhorchen auf „Christus im Wort“ und in anderen. Miteinander und von überall. Im Lockdown suchte ich nach Möglichkeiten, wie wir Christen uns über eine Videokonferenz treffen könnten. Da stieß ich auf die „Anker:zellen“. Der Begriff gefiel mir gleich.

ANKER: Ein fester Termin in der Woche ist ein Anker in der formlos dahinfließenden Zeit mit weniger Kontakt. ZELLEN: wenn es gut ist und von Gottes Geist inspiriert, werden diese Zellen wachsen und sich teilen. Aber auch Brennstoffzelle: Diese Gruppe soll Kraft im Alltag vermitteln. Entwickelt wurde dieses Konzept durch Jens Stangenberg von der Zellgemeinde Bremen.

Aus der eigenen Blase herauskommen. Einander zuhören. Es gibt nicht nur eine richtige Sicht der Dinge. Austausch ohne Diskussion mit anschließendem Gebet und einander segnen. Gerade jetzt bei Corona. Elementar christlich gemeinsam unterwegs sein.

Ich habe dann auch erst mal in einer Schnupperzelle mitgemacht. Schließlich konnte ich meine Gruppe leiten und mache jetzt selber eine. Ich bin gespannt, wer teilnimmt. Das Internet macht Treffen auf der ganzen Welt möglich. Zu jeder Zeit. Von Morgens 5 bis nachts um 22 Uhr.

Stimmen

„Ein Treffen, dass sich nicht wie ein Termin anfühlt.“ „Mir wird die Bibel ganz neu lebendig.“ „Ich bekomme irgendwie mehr Lebensfreude.“ „Wenn Kleingruppen so sind, dann probiere ich es noch mal aus.“ „Häufig gehen mir Gedanken noch zwei, drei Tage nach…“ „Es ist sehr schön, auf diese Weise gemeinsam den Tag zu beginnen.“

Die innere Logik

  • Der Prozessablauf „leitet“ das Treffen. Der „Leiter“ schützt den Prozess.
  • Der Fokus liegt auf der „Basis-Ernährung“ des „inneren Menschen – Christus in mir“. Alles andere ist Ergänzung.
  • Jede:r ist für seine Beteiligung selbst verantwortlich. Alle sind aktiv im Geschehen.
  • Durch die Kompaktheit des Treffens bleibt die Konzentration erhalten.
  • Kurze Zeitfenster spielen im Online-Format ihre Stärke aus und erweisen sich als Vorteil.

Formierung

In einem ersten Schnupper-Treffen finden sich Interessierte zusammen. Dieses Treffen dauert in der Regel knapp eine Stunde und wird mit einem Bezahl-Zoom-Account durchgeführt. Auf diese Weise muss das Treffen nicht zwangsläufig nach 40 min abgebrochen werden. Zu Beginn des Treffens gibt es einführende Erklärungen. Dann durchläuft die Gruppe probeweise einen Anker-Zyklus. Am Ende ist noch Zeit für Rückfragen. Wenn es bei diesem ersten Treffen ausreichend Interesse gibt, startet in der darauffolgenden Woche die neue Ankerzelle. Für einen Start sollten es möglichst vier Personen sein. Bei dem ersten regulären Anker-Treffen orientieren wir uns dann an der 40 min Zeitbegrenzung. Gut wäre es, wenn die Teilnehmenden nach den ersten zwei bis drei Treffen entscheiden, ob sie für die nächste Zeit fest zur Ankerzelle dazugehören möchten.
Rhythmus
Stabile Ankerzellen finden einmal pro Woche statt. Die Teilnahme ist (möglichst) verbindlich und sollte nur in seltenen Fällen ausgesetzt werden. Durch das flexible Online-Format kann man von nahezu jedem x-beliebigen Ort daran teilnehmen. Man kann eine Gruppe jederzeit wieder verlassen. Schön wäre es allerdings, wenn man für eine gewisse Zeit stabil zusammenbleibt.

Du bist eingeladen mitzumachen.

Schnuppertreffen und kurze Einführung:

Dienstag  9.2. | 8-9 Uhr 

Hier kannst du dich auf ankerzellen.de registrieren und erhältst dann die Einladung für das Zoomtreffen.

Weitere Informationen und vertiefende Artikel auf der Website. Natürlich kannst du auch in einer ganz anderen Gruppe starten!

Jan-Peter Hanstein