“blick”-Ausgabe Februar – März 2022

Ab Mittwoch, den 26. Januar kann der Gemeindebrief bei uns im Pfarramt abholen.

Das Pfarramt hat geöffnet:

  • Mo – Fr: 9.00 – 12.00 Uhr
  • Mo + Mi: 14.30 – 16.00 Uhr
  • Do: 14.30 – 18.00 Uhr

Sollte es Ihnen nicht möglich sein, in dieser Zeit den “blick” abzuholen, dann rufen Sie an (Tel. 09123 2201). Wir hinterlegen Ihnen den Gemeindebrief dann gerne in der Kirche.

Abkündigungen für den 3. Sonntag nach Epiphanias

In der nächsten Woche laden wir Sie ganz herzlich zu folgenden Gottesdiensten ein:

  • Um 9.00 Uhr nach Günthersbühl
  • um 9.30 Uhr in die Johanniskirche,
  • um 10.30 Uhr in die Christuskirche
  • um 10.45 Uhr in die Kunigundenkirche und
  • um 19.00 Uhr in die Johanniskirche zum Lobpreisgottesdienst

Für die Gottesdienste in Günthersbühl und in der Christuskirche gilt die 3G-Regel. Das Tragen einer FFP2-Maske, auch während des Gottesdienstes, gilt für alle Gottesdienstorte

Unseren Streaming-Gottesdienst können Sie nächstes Wochenende schon am Samstag um 18.00 Uhr live mitfeiern oder ihn, wie gewohnt, auch erst am Sonntag abrufen.

Am Philosophischen Café heute Nachmittag von 17.00 bis 19.00 Uhr können Sie per Zoom teilnehmen. Interessierte können sich hierfür noch bei Herrn Christian Kamleiter unter der Email-Adresse anmelden. Der Link für das Zoom-Webinar wird Ihnen dann rechtzeitig zugesandt werden.


Kasualien:

In der vergangenen Woche wurden kirchlich bestattet:

  • Vera Müller, 83 Jahre
  • Wilhelm Ermer, 87 Jahr


KOLLEKTEN UND GABEN

Herzlich gedankt wird für die Gaben, Spenden und Kollekten der vergangenen Woche in Höhe von 2.702,25 Euro

Die Kollekte, die an diesem Sonntag erbitten, ist je zur Hälfte für die verschiedenen Aufgaben unserer eigenen Kirchengemeinde und für und für das Diakonische Werk der EKD bestimmt.

Mit Ihrer Kollekte fördern Sie konkrete Projekte, die Menschen darin unterstützen, ihre Rechte wahrzunehmen, Armut und soziale Ausgrenzung zu überwinden und sich für die Gleichberechtigung aller Menschen einzusetzen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Gott, der Herr, segne die Geber und die Verwendung der Gaben.

Bibellesen über Jahreslosung

Im heutigen “Bibellesen mit Pfarrer Hofmann” finden wir Zugänge zur Jahreslosung 2022 – vor Ort als Andacht im Gemeindehaus Christuskirche (3G!) bekommt jeder Gast ein Lesezeichen mit Jahreslosung-Kunstdruck. Oder Sie können es online mit- oder nach-erleben durch Ihren Klick HIER.

Aktuelle Hygiene-Regeln in der Kirchengemeinde Lauf

Das Wichtigste zuerst!

In allen Kirchen Laufs finden reguläre Gottesdienste statt, die Sie ohne Anmeldung besuchen können.

Dort gibt es unverändert zwei Möglichkeiten:

1. Gottesdienste mit 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet)

Bei solchen Gottesdiensten entfällt die Abstandsregelung, die Plätze sind reduziert. In diesen Gottesdiensten sind durchgängig FFP2-Masken zu tragen. Nur Kleinkinder sind davon befreit.

Die Teilnehmer müssen die Nachweise auf Papier oder als App auf dem Smartphone auf Verlangen vorzeigen können. Minderjährige unter 18 Jahren brauchen keine Nachweise, sondern gelten als getestet.

In folgenden Kirchen in Lauf werden reguläre Gottesdienste mit 3G abgehalten:  

  • Christuskirche, Lauf links
  • Gemeindezentrum St. Jakob, Kotzenhof
  • Kirche in Günthersbühl

Diese werden im Gottesdienstplan mit „3G“ gekennzeichnet.  

Die evangelische Kirchengemeinde Lauf bietet bei allen ihren 3G-Veranstaltungen kostenlose beaufsichtigte Selbsttests an. Dazu müssen die Testenden sich mindestens 20 Minuten zuvor bei den Gottesdienstteams melden.

2. Gottesdienste ohne 3G-Regel

In diesen Gottesdiensten wird ein Mindestabstand von 1,5m eingehalten und es gelten, die bisher schon bestehenden Höchstgrenzen für Besucher, aufgrund der Raumgröße. In diesen Gottesdiensten sind durchgängig FFP2-Masken zu tragen. Nur Kleinkinder sind davon befreit.

Diese Regel wird für normale Wochen- und Feiertagsgottesdiensten in folgenden Kirchen in Lauf angewendet:

  • Johanniskirche
  • Kunigundenkirche
  • Nikolauskirche, Dehnberg

Auch in diesen Kirchen kann bei besonderen Fest-Gottesdiensten mit höherer erwarteter Teilnehmerzahl die 3G-Regel angewendet werden. Diese werden im Gottesdienstplan mit „3G“ gekennzeichnet. Weitere Informationen zu diesen Gottesdiensten finden Sie dann im Gemeindebrief “blick” oder auch über die Homepage.

3. Digitale Gottesdienste aus Lauf

Jedes Wochenende wird außerdem ein Gottesdienst auf unserem Youtube-Kanal „C1 Lauf“ veröffentlicht, teilweise schon Samstagabends. Sie können Sie auch live mitverfolgen.

4. Kinder- und Jugendgruppen finden statt

Seit der Sitzung der Staatsregierung am 11.1.2022 gilt für alle Minderjährigen 3G. Ungeimpfte sind nicht ausgeschlossen. Minderjährige Schulkinder gelten als getestet durch die Testmaßnahmen an Schulen und Ausbildungsstätten. Sie müssen also keine Nachweise mitbringen! Kinder unter 12 Jahren tragen medizinische Masken, Ältere FFP2-Masken, Kleinkinder sind von der Maskenpflicht befreit.

Uns ist es wichtig, dass Jugendliche und Kinder sich wieder präsentisch treffen können. Sogar Freizeiten finden teilweise wieder statt.

5.  Erwachsenengruppen und Erwachsenenbildung mit 2G und 2G+

  • Gruppen und Kreise: 2G (in geschlossenen Räumen + Maske, diese kann an festen Plätzen und mit 1,5 m Abstand abgenommen werden)
  • Sportgruppen in geschlossen Räumen und im Freien: 2G+
  • entsprechende Nachweise, sind dem/der Verantwortlichen vor Beginn des Treffens vorzuzeigen.

6. Der Kirchenvorstand Lauf unterstützt einmütig die Impfkampagne für alle in  Deutschland und ruft zur sorgfältigen Beachtung der Regeln auf!

Aktuelle Informationen erhalten Sie bei Bedarf im Pfarramt oder bei Ihren Gruppenverantwortlichen.

Alle diese Regeln können kurzfristig geändert werden und sind daher ohne Gewähr!

Vieles ist wieder möglich. Unterstützen Sie sich gegenseitig und bleiben Sie zuversichtlich!

Gott behüte unsere Stadt und segne unsere Gemeinschaft.

Ihr Geschäftsführender Pfarrer Jan-Peter Hanstein im Namen der Kirchenvorstände Lauf und Dehnberg

Stand: 01.01.2022

“Durch den Geist Gottes leben wir aus dem, was wir nicht sind” Predigt von Pfarrer Jan-Peter Hanstein 2. Sonntag nach Epiphanias 1 Kor 2,1-12

(Predigttext in der Predigt)

„Auch ich, meine Brüder und Schwestern, als ich zu euch kam, kam ich nicht mit hohen Worten oder hoher Weisheit, euch das Geheimnis Gottes zu predigen. 3 Und ich war bei euch in Schwachheit und in Furcht und mit großem Zittern; 4 und mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten der Weisheit, sondern im Erweis des Geistes und der Kraft, 5 auf dass euer Glaube nicht stehe auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft.

2 Denn ich hielt es für richtig, unter euch nichts zu wissen als allein Jesus Christus, ihn, den Gekreuzigten.

auch für mich ist heute diese Beschreibung von Paulus keine hohle Phrase:  mit Furcht und Zittern …

Ein schwerer Text! Mögen Sie sich beim Hören gedacht haben. Gespannt oder resigniert, was der Prediger hier vorne mal wieder daraus machen würde. Jesus machte aus Wasser Wein, damit die Hochzeit der Freude fortgesetzt werden kann.

Und ich soll hier auch im übertragenen Sinn Wasser zu Wein machen? Klar – 

Mit Furcht und Zittern, weil jeder, der sich auf diese Worte von der Kraft Gottes durch die Verkündigung des Gekreuzigten heute wie damals ein Risiko eingeht. Ein Wagnis. Der Erweis des Geistes und der Kraft.

Bis ich einwillige: Ja komm, lebendiger Geist und schenke nicht nur mir die Kraft zum predigen, sondern öffne auch die Ohren der Hörenden.

Mit Furcht und Zittern.

Und seht wie ich eingezwängt bin. Hinter mir das germanische Heiligtum schlechthin: der geschmückte Weihnachtsbaum, neben mir die berühmte wunderbare Puppenmacherkrippe, aber über mir hängt das neuerdings etwas grell beleuchtete Kruzifix, bedrohlich wie ein Damoklesschwert.

Aber das Krippenlied schwingt in mir nach: da steht ein Dichter vor der Krippe und singt:

„Ich sehe dich mit Freuden an
und kann mich nicht satt sehen;
und weil ich nun nichts weiter kann,
bleib ich anbetend stehen.
O dass mein Sinn ein Abgrund wär
und meine Seel ein weites Meer,
dass ich dich möchte fassen!“

 Aber nun Paulus: gar nicht im Überschwang. Sondern:

„ich war bei euch in Schwachheit und in Furcht und mit großem Zittern“ schreibt Paulus ehrlich. Und dass er das schreiben muss an die Gemeinde, die er gegründet hat, heißt doch auch, das seine Lehre niemals unbestritten dastand, überwältigend wie das System von Aristoteles oder unanfechtbar wie die beißende Kritik eines Sokrates.

Was Paulus da sagt, klingt immer noch paradox, ja absurd wie am ersten Tag.

Ich will unter euch nichts zu wissen als allein Jesus Christus, ihn, den Gekreuzigten.

Es geht nicht um die hohe Philosophie, nur die wenigsten durchdringen und auch ich habe einmal erlebt, wie sich mein jugendlicher Geist aufschwang in die Höhe der Philosophieseminare von Reiner Wiehl bis ich plötzlich gegen eine unsichtbare gläserne Decke stieß – ich konnte hindurchsehen und sah die höchststehendsten Erkenntnisse, die Menschen haben können, aber stieß mir schmerzhaft den Kopf an und brach mir fast das Genick, bevor ich hinabtrudelte wie Ikarus, der mit seinen von Wachs zusammengehaltenen Federschwingen der Sonne zu nah gekommen war.

Nein, mir stehen auch nicht die „überredenden Worten der Weisheit“ zur Verfügung, die nach Paulus nur den Vollkommensten und Klügsten zustehen. Ich bin ein einfacher Pfarrer und muss reden zu euch, was ich gehört und gesehen und verstanden habe.

Sondern wir reden von der Weisheit Gottes, die im Geheimnis verborgen ist, die Gott vorherbestimmt hat vor aller Zeit zu unserer Herrlichkeit, 8 die keiner von den Herrschern dieser Welt erkannt hat; denn wenn sie die erkannt hätten, hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt.

Ein wenig flirtet Paulus mit den damaligen Mysterienreligionen. Wir würden sagen- Esoterik. Geheimnis nach Geheimnis wird denen eröffnet, die eifrig sich auf die mystischen Meister einlassen, einen Kurs nach dem anderen bezahlen, bis sie schließlich erleuchtet über den anderen schweben. Eingeweiht in die Geheimnisse des Lebens, die anderen, die sich nicht bemühen und auch nicht so viel investieren können in wunderbare Seminare in der Toscana für immer verschlossen bleiben.

Paulus redet zwar von Geheimnissen, von der „Sophia“ in Gott, aber er macht kein Geheimnis daraus sondern legt das Geheimnis einfach offen hin:

»Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.« Uns aber hat es Gott offenbart durch den Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen Gottes.

Vielleicht denkt ihr wie ein Kierkegaard gedacht hat: „Der Glaube ist das Größte und Schwerste“ / „Der Glaube beginnt gerade da, wo das Denken aufhört“. Tatsächlich ist da eine Grenze. Oder nicht eine Grenze, sondern ein großer Unterschied.

Es geht um das, was ein Mensch wissen kann. Und das was Gott weiß.

Wissen von uns Menschen und die Weisheit Gottes. O dass mein Sinn ein Abgrund wär …

Zurzeit ist unglaublich viel von Wissenschaft die Rede, hauptsächlich der Biologie und Medizin. Die modernen Wissenschaften werden manchmal als „gottlos“ bezeichnet. So oft, dass die Wissenschaftler manchmal selbst meinen, sie könnten nicht an Gott glauben, weil es nichts anderes gibt als das Wissen.

Dabei geht es nur darum, dass wir nicht selbst einfach Gott einsetzen, wenn unsere Untersuchungen nicht weiterkommen. Das birgt nämlich die Gefahr, das neue Erkenntnisse so wirken, als müsse sich Gott wieder zurückziehen, bis er schließlich überhaupt keine Aufgabe mehr hat. Beispiel: Wenn Gott früher für den Donner und Blitz zuständig war, dann war er diese Aufgabe spätestens nach den Untersuchungen von Benjamin Franklin zum Gewitter wieder los. Deshalb haben christliche Wissenschaftler wie Hugo Grotius in seinem berühmt gewordenen Satz gesagt: Wir müssen forschen und arbeiten, als ob es Gott nicht gäbe. Aber dieser methodische Atheismus ist zutiefst aus der christlichen Kultur entstanden, weil diese Denker bescheiden die Grenzen ihres Wissens gegenüber dem Glauben kannten. Oh, ich merke ich drifte ab und komme doch mit den Argumenten der höchsten Erkenntnistheorie. Wer da mehr erfahren will, ist eingeladen zu dem nächsten Philosophischen Cafe leider über Zoom mit Dr. Edmund Sandermann und unserem klugen ehemaligen Vikar Christian Kamleiter.

Nur soviel: Auch bei Luther begegnet uns das „Etsi deus non daretur“, lebenspraktisch. Der Rat der Stadt „soll sich stellen, als wäre kein Gott da und müsste sich selbst erretten und selbst regieren, gleich wie ein Hausherr soll arbeiten, als wollte er sich mit der Arbeit ernähren. Aber er soll sich davor hüten, dass sein Herz sich verlasse auf solches sein Tun.“

Ich bekomme wieder Furcht und Zittern. Denn mit dem was ich sage, kann man nicht einmal eine Stadt oder Kirchengemeinde „regieren“. Diese praktische Vernunft wird immer wieder den Herrn der Herrlichkeit nicht erkennen und ihn als religiösen Unruhestifter kreuzigen, wie Paulus schreibt:

„Die Herrlichkeit, die keiner von den Herrschern dieser Welt erkannt hat; denn wenn sie die erkannt hätten, hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt.“

Kupferspiegel aus Zypern (Eisenzeit) wibilex

Liebe Gemeinde,

versteht ihr das Problem? Alles Wissen, alle medizinische Forschung, auch die Tiefenpsychologie der Seele, auch die Astronomie und sogar die Wissenschaften Recht und Soziologie, all die Lebensratgeber und Kurse, die Leib und Seele zu höherem berufen, lassen uns „nur“ bei uns selber bleiben. Da ist eine Wand, oder wie ich erzählte, eine Decke. Vielleicht ein Spiegel, in dem wir uns nur selber sehen. Das ist schon viel. Aber weiter kommen wir da nicht. Außer der Geist erhellt diesen Spiegel und wir sehen hindurch, wie wir erkannt sind. (1 Kor 13)

Von uns aus gesehen können wir alle nur Wein zu Wasser machen. 

10 Uns aber hat es Gott offenbart durch den Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen Gottes. 11 Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als allein der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als allein der Geist Gottes.

Jetzt sind wir da. Ein Sprung in den Glauben. Zauberwerk? Wasser zu Wein?

Der Geist Gottes. Der schon im 2. Vers der Genesis, ganz am Anfang über der Tiefe, Tehom, der Urflut „schwebt“ oder vielmehr sich suchend und verstehend bewegt. Mit dem Geist Gottes können wir nicht denken oder Reden. Er ist nicht „deus ex machina“, der uns einfach zur Verfügung steht, wenn wir Prediger nicht weiter wissen. Dieser Geist Gottes führt uns in die Tiefe.

In der Tiefe ist Wahrheit. Aber nicht einer eingebildeten typisch deutschen Tiefsinnigkeit. Sondern in der wirklichen Tiefe des Todes. Der gekreuzigte Christus. Hinabgestiegen in das Reich des Todes. 

Das Erkennungszeichen.

Heute am 2.Epiphanias ist ein Trinitatisfest. Vater und Sohn feiern wir an Weihnachten. Aber ohne Himmel und Erde, ohne Anfang und Ende, ohne die Bewegung Gottes zu uns, in unser Herz, ohne den Glauben, den der Geist in uns weckt und schenkt, bleibt Jesus nur eine historische Denkfigur.

Und wenn der Geist nicht verfügbar ist? Es hier kalt und verlassen ist? Und ich mich alleine und verzweifelt fühle. So ist er doch da: Mit Furcht und Zittern. In Not und Zweifel. Der Christusgeist, den Paulus beschreibt.

So ist der Geist Christi, schreibt Bonhoeffer aus dem Gefängnis an seinen Freund Eberhard Bethge mit seinem unvollendeten Entwurf der „mündigen Welt“: einer Welt ohne Gott und doch mit Gott.

„Hier liegt der entscheidende Unterschied zu allen Religionen. Die Religiosität des Menschen weist ihn in seiner Not an die Macht Gottes in der Welt, Gott ist der Deus ex machina . Die Bibel weist den Menschen an die Ohnmacht und das Leiden Gottes; nur der leidende Gott kann helfen. Insofern kann man sagen, daß die beschriebene Entwicklung zur Mündigkeit der Welt, durch die mit einer falschen Gottesvorstellung aufgeräumt wird, den Blick freimacht für den Gott der Bibel, der durch seine Ohnmacht in der Welt Macht und Raum gewinnt.“

Aus der Tiefe rufe ich zu dir, Herr höre meine Stimme  Ps 130.

Der Geist leitet uns nicht an zum Denken, sondern zum Danken, zum Beten, zur Freude, zum Singen und Dichten.

heute am 2. Sonntag nach Epiphanias, da ist das Thema Freude. Da hören wir davon, dass erhoben wird, wer in der Tiefe sitzt. Das am Ende all unserer Bemühungen zu verstehen und zu wissen, eine Freude steht, die Bach so besingt:

Jesu, meine Freude,
meines Herzens Weide,
Jesu, meine Zier.
Ach, wie lang, ach lange
ist dem Herzen bange,
und verlangt nach dir!
Gottes Lamm, mein Bräutigam,
außer dir soll mir auf Erden
nichts sonst Liebers werden.

Und das tun wir vorläufig nun auch.

396 1.3.6 Jesu meine Freude

+ Trauer um Klaus-Dieter Liedtke

Am Freitag, 14.1. um 14.00 Uhr findet der Abschiedsgottesdienst unter 3G in der Christuskirche statt. Der engagierte Mitarbeiter war in der Nacht auf Epiphanias im Alter von 84 Jahren verstorben. Die Laufer Christenheit verliert in ihm den versierten Geschäftsführer der Laufer ProChrist-Wochen 2003 und 2006, belesenen Gesprächspartner im “Bibellesen” sowie streitbaren Zeitgenossen und Leserbriefschreiber.

Unser Mitgefühl und unsere Gebete gelten seiner Ehefrau und ehemaligen Pfarramtssekretärin Ingrid sowie den drei erwachsenen Kindern mit ihren Familien.

Außer seiner Familie nennt der Verstorbene als wichtigsten Lebens-Gewinn:

“Durch eine Evangelisation von Pfarrer und Evangelist Klaus Vollmer und Pfarrer Gerhard Bergmann erblickte ich 1962 zum zweiten Mal das Licht der Welt, ich übergab Jesus mein Leben. … Jesus als meinen Retter anzunehmen und danach zu leben, war mir mehr wert als alle Anerkennung vor den Menschen.”

Tag des offenen Fensters im Kinderhort Hummelnest

Herzliche Einladung an alle Kinder, Eltern und Interessierte!

  • Wann: Samstag, 05.02.2022
  • Uhrzeit: 14:00-16:00 Uhr

Wo: Daschstraße 18, Lauf, Großes Hummelnest und Hardtstraße 20, Lauf, Kleines Hummelnest

Wir möchten allen Kindern mit ihren Eltern einen Rahmen zum Kennenlernen unserer Räumlichkeiten und unseres Teams bieten!

Mit einer Besichtigung durch die Fenster und einer Begleitung von einem pädagogischen Mitarbeiter bieten wir einen vielfältigen Einblick in unseren Hortalltag!

Die aktuellen Hygienemaßnahmen werden eingehalten –
bitte tragen Sie eine FFP2 Maske!

Unser gesamtes Team Hummelnest steht Ihnen natürlich jederzeit
für Fragen zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Jeden!

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Das philosophische Café Lauf – als Webinar

Wegen der wieder deutlich ansteigenden Corona-Inzidenzen findet das Philosophische Café  am 23.1.2022 von 17.00 bis 19.00 Uhr nochmals als Zoom-Webinar statt. Interessenten bitten wir, sich bei Herrn Christian Kamleiter unter der Email-Adresse anzumelden. Der Link für das Zoom-Webinar wird Ihnen dann rechtzeitig zugesandt werden.

Philosophische Gespräche von und mit Dr. Edmund Sandermann und Doktorand Pfr. Christian Kamleiter 17.00 Uhr bis 18.30

Ort: Gemeindezentrum St. Jakob. Breslauer Str. 21

In Zeiten der Post- bzw. Postpost-Moderne und „alternativer Fakten“ von Twitter und Co. verliert begründetes, argumentatives Denken mehr und mehr an Bedeutung. Der sachliche Diskurs wird zunehmend vom oft lauten und aggressiv geführten Meinungsstreit übertönt, wenn nicht verdrängt. Hierzu soll eine Alternative angeboten werden.

Seit dem am „wissenden Nichtwissen“ orientierten therapeutischen Gespräch des Sokrates, steht die Philosophie für eine Kultur des vernünftigen Argumentierens und des „herrschaftsfreien“ Diskurses. Der Anspruch der abendländischen Philosophie ist es, zu versuchen, einen Streit „in der Sache“ durch das bessere Argument beizulegen.

Das „Philosophische Café“ möchte das Thema „Ich und Du“ im Lichte der abendländischen Philosophie und Theologie vorstellen und dabei die Leistungsfähigkeit, aber auch Grenzen der Vernunft erkunden. Vor und nach den dialogisch gehaltenen Einführungen zum Thema sowie der geleiteten Diskussion – besteht bei Café und Kuchen jeweils ausreichend Zeit zum gemeinsamen Gespräch und zum Kennenlernen.

Es freuen sich auf anregende Begegnungen:

Dr. Edmund Sandermann, (Richter im Ruhestand und Philosoph)

Christian Kamleiter, (Pfarrer im Ehrenamt und Promotionsstudium an der Universität Jena)

sowie das Café-Team St. Jakob.

Termine

1. Sonntag 17.10 2021: Crash-Kurs Philosophie (Grundbegriffe) – Einführung mit Edmund Sandermann

2. Sonntag 14.11.2021: Philosophie und Theologie – können uns beide heute noch etwas sagen? Sandermann und Kamleiter im Dialog

3. Sonntag 12.12.2021: „Was bin ich?“ Das „Ich“ als erkenntnis-logisches Subjekt, Selbstbewusstseins und „Dasein“ in der Philosophie. Das „Ich“ Gottes und des Menschen in der Theologie.

4. Sonntag 23.1.2022: „Was kann ich, was will ich und was soll ich?“ Selbstbestimmung und Autonomie. Gewissen. Pflicht und Schuld. Gelassenheit und Gottvertrauen.

5. Sonntag 27.2.2022: „Was bist Du?“ Alter Ego oder Nicht-Ich. Vertrautheit und Fremdheit. Martin Buber „Ich und Du“ als apriorisches Verhältnis. Emmanuel Levinas „Spur des Anderen“. (Philosophie). Gott als der „ganz Andere“. Der Andere als „Nächster“: Selbstzweck oder Mittel zum Zweck der Erreichung des eigenen Seelenheils? (Theologie)

6. Sonntag 3.4.2022: „Was will ich von Dir? Was willst Du von mir?“ Freundschaft, Gemeinschaft, Gesellschaft, Konkurrenz und Feindschaft. (Philosophie). „Wer nicht gegen uns ist, der ist für uns“ und Feindesliebe. (Theologie)

7. Sonntag 8.5.2022: „Was sind wir?“ Individualität vs. „Masse“.   “Kollektivismus – Egoismus”, soziale Verantwortung – Bevormundung (Philosophie). Gemeinschaft der Glaubenden und Institution Kirche. „Volkskirche“ oder „Salz der Erde“ – welchen Anspruch hat Kirche heute. (Theologie)

8. Sonntag 12.6.2022: „Das Verschwinden“. Die Gefahr der Auflösung von „Ich“ und „Du“ in „Social Media“ und „Cyberspace“. (Philosophie) Die Herausforderungen für Kirche und Glauben im digitalen Zeitalter. (Theologie)

9. Sonntag 17.7.2022: Rückblick. freie Diskussion und Feedback

Die Athener Akademie, Raffael – Wikipedia Commons