Jüdische Feste im Herbst

Herzliche Einladung zu einer Vortragsreihe über die biblischen, von Gott verordneten Feste im Herbst aus messianisch-jüdischer Sicht:

Jom Teruah, der Tag des Posaunenschalls ,des Shofar. Seine prophetische Bedeutung für das Volk Gottes. Im Rahmen der Vollendung der Heilsgeschichte.

Termin am Shabbat: Samstag 19.09.2020, 10.00 -12.00 Uhr.


Jom Kippur, der großen Versöhnungstag. Seine Bedeutung im Rahmen der bevorstehenden endzeitlichen Vollendung mit dem Kommen des Messias vom Himmel.

Termin: Montag. 28.09.2020, 19.00 – 21.00 Uhr


Sukkot, das Laubhüttenfest. Das biblische Sukkot-Fest. als Vorschattung der endzeitlichen globalen Versammlung aller Gläubigen des Volkes Gottes zum großen Hochzeitsmahl des Lammes.

Termin am Vorabend des Shabbat: Freitag 9.10.2020, 19.00 -21.00 Uhr, mit Kiddusch


Referent : Horst. Kalupner, ehem. Gymnasiallehrer für evangelische Religionslehre

Die Vorträge finden jeweils im Saal des Gemeindehauses Christuskirche statt.

Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen begrenzt.

Es gelten die, z.Zt. der Veranstaltung gültigen, Corona-Regeln.

Gemeindehilfenausflug 2020

Als Dankeschön für unsere „blick“-Austräger eine Fahrt mit Bus oder Zug unter Corona-Hygiene- und Abstandsregeln?  Mit Mitarbeiter/innen, die zum Großteil zu einer Risikogruppen gehören?? Wollen und können wir unter diesen Fragezeichen dieses Jahr einen Ausflug für unsere Gemeindehilfen überhaupt anbieten???

Bild: Maria Steber (pba)
In: Pfarrbriefservice.de

Die Frage ist beantwortet: Ja, wir wollen und wir können es!

Wir planen einen Tag im Freien, mit Bewegung ohne Überforderung, einem geistlichen Impuls, neuen Eindrücken aus der Natur und Essen und Trinken an einem gemütlichen Ort.

Wir planen konkret: Eine Kräuterführung unter fachkundiger Leitung und mit anschließendem „Unkrautbuffet“.

Neugierig geworden? Dann halten Sie sich schon mal den Samstag, 10. Oktober frei.

Genaue Informationen mit der Anmeldung liegen demnächst im Pfarramt.

“IM NEBEL SO NAH“ – Theater in der Christuskirche Lauf

„TZE – Theater zum Einsteigen“ macht mit seiner Corona-tauglichen Inszenierung „IM NEBEL SO NAH“ zum wiederholten Male Station in der Christuskirche! Das christliche Schauspielprojekt ist eine Besonderheit in der Theaterlandschaft. Talentierte Spielerinnen und Spieler aus Kirchengemeinden erklären sich bereit, in einem abendfüllenden Stück unter Anleitung des Projekttrainers Ewald Landgraf mitzuwirken. Jedoch muss kein Zuschauer Sorge haben, spontan auf die Bühne gerufen zu werden: Das Einsteiger-Team steht bereits fest.

Das Konzept „Theater zum Einsteigen“ ist ein Projekt des Theatervereins ‚Die Aussteiger e.V.‘ Intensiv vorbereitet gehen die talentierten Laienspieler für eine Woche auf Tournee und bieten Bühnenkunst auf hohem Niveau. Durch gelungene Musikauswahl und Licht wird die emotionale Seite der Theaterstücke zusätzlich zum Klingen gebracht. Seit 2004 wurden über 800 Aufführungen dieser Werke von verschiedenen Teams dargeboten.


Zum Inhalt des aktuellen Stückes „IM NEBEL SO NAH

Ist das am Ende gar kein Hotel? Pastor Kay Sieder rätselt mit seiner Familie, was passiert sein könnte. Seit der Ankunft geschehen mysteriöse Dinge: Tochter Svenja verschwindet spurlos, die Bediensteten sind nicht wirklich entgegenkommend und die Gangtüren bleiben abgesperrt. Schwägerin Anja heult am Telefon – von ihr erhalten sie auch keine Antworten. Und im Nebenzimmer faselt ein gewisser Karlo von einer dunklen Bedrohung – und warum Superman existiert! Kay wähnt sich im völlig falschen Film, als er zudem feststellen muss, dass sein Glaube eine Rolle zu spielen scheint. Und woher kommt plötzlich sein „Tick“, keinerlei Nähe mehr ertragen zu können? Auf der Suche nach Svenja gräbt der Geistliche immer tiefer in den Abgründen seiner Seele. Die ihn beobachten, verfolgen mit Nachdruck ein klares Ziel. Der Pastor sieht keine andere Wahl, als sich samt seiner Familie ausgerechnet dem ominösen Karlo anzuvertrauen – und … zu fliehen.

Das mitreißende und unterhaltsame Bühnenstück von Ewald Landgraf wurde IN und FÜR Corona-Zeiten entworfen. Der Mindestabstand findet auch auf der Bühne statt! Ein Coup des Theatermachers: Der Abstand gehört zur Handlung und wird deshalb nicht künstlich auffallen. Auch für die Sicherheit und Gesundheit der Zuschauer wird bestens gesorgt. Der Eintritt ist frei – der Zuschauer bestimmt den Wert des Abends mit einer Spende. Mit dieser wird TZE und damit Ewald Landgraf direkt unterstützt – der wie viele andere solo-selbständige Künstler unter der Corona-Krise und ihren Nachwehen leidet.  

Damit möglichst viele Gäste trotz der Sitzplatzbeschränkungen das Stück sehen können, wird es am Montag, 12. Oktober zwei Mal aufgeführt – um 18.00 Uhr und 20.15 Uhr. Eine Anmeldung ist dringend erforderlich. Hier können Sie sich ganz bequem anmelden: https://tze2.church-events.de

Präsenzgottesdienste in der Christuskirche

In der Christuskirche finden wieder Präsenzgottesdienste statt. Allerdings ist auch hier nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern möglich. Deshalb ist eine Anmeldung erforderlich.

Eine Anmeldung ist vor dem Gottesdienst von Donnerstag bis Samstag telefonisch oder per SMS unter folgender Telefonnummer möglich:

0176 75 989 402

Bitte geben Sie Ihren Namen und die Anzahl der Personen aus Ihrem Hausstand an, welche zusammen mit Ihnen am Gottesdienst teilnehmen.

Zur Info: In den Sommerferien findet parallel zum Hauptgottesdienst KEIN Kindergottesdienst statt.

Schutzkonzept der Evangelischen Kirchengemeinde Lauf für die Nutzung der Gemeinderäume

In Zeiten der Corona Pandemie – Stand: Juni 2020

Dieses Konzept wurde erstellt in Anlehnung an die derzeitigen Vorgaben des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege und darüber hinaus der aktuellen Empfehlungen des Bayerischen Jugend Rings (BJR)

Grundsätzlich gelten folgende Regeln:

Abstand
  • Das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes
  • Abstand halten: mindestens 1,5 Meter
  • Bei grippeähnlichen Symptomen ist eine Teilnahme nicht gestattet
  • Nies- und Hustenetikette einhalten: in Armbeuge niesen oder husten
  • Regelmäßiges Händewaschen: 20-30 sec
  • Nicht ins Gesicht fassen

Darüber hinaus ist zu beachten:

  • Häufiges Lüften: Empfohlen wird nach jeder Stunde 10 Minuten
  • Eine regelmäßige Desinfektion (Materialien, Türklinken, Toiletten) muss vorgenommen werden
  • Dokumentation der Kontakte (Teilnehmer der Gruppentreffen, Ort, Zeit):
  • Informationspflicht an beteiligte Personen u.a. die GruppenleiterInnen
  • Bei paralleler Belegung mehrerer Räume ist dafür zu sorgt, dass die Pausen nicht gleichzeitig stattfinden, um die aufeinandertreffende Personenzahl zu begrenzen.
  • Bei sportlichen Aktivitäten gilt das aktuelle Hygienekonzept des Bayrischen Landessportverbandes (BLSV).
  • Für musikalische Gruppen gilt zusätzlich noch ein entsprechendes Hygienekonzept

Mieter der Räumlichkeiten der Gemeindehäuser haben sich an das vorgelegte Hygienekonzept zu halten

2. Durchführung von Gruppentreffen in den Gemeindehäusern

(Vorrangig sollten Gruppenstunden im Freien stattfinden!)

  • Abstand halten von 1,5 m ab Betreten des Grundstücks
  • Bei Eintritt und Verlassen des Gemeindehauses ist ein Mund- und Nasenschutz zu tragen.
  •  Abstand in den Gruppenräumen entweder 1,5 m oder bei Unterschreitung der Abstandsregel mit Maske
  • Gruppenbildung vor den Gemeindehäusern nur unter Wahrung des Mindestabstandes und der Maskenpflicht
  • Eingang: durch Haupteingang (während der Veranstaltung sind die Türen offen zu halten)
  1. Mitarbeiter empfängt die Teilnehmer am Eingang, achtet auf Händedesinfektion und gibt Anweisungen über Ort der Veranstaltung und Verhalten
  2. Das Tragen von Mund-/Nasenschutz in den Räumen richtet sich nach den jeweils gültigen Vorschriften; außerhalb der Gruppenräume, im Treppenhaus und Foyer ist ein Mund/Nasenschutz zu tragen!
  3. Die Anzahl der Teilnehmer richtet sich nach den jeweiligen Vorgaben;
  4. Die Gruppengröße richtet sich nach der Raumgröße.
  • Möglichst kontaktloses Programm ausarbeiten
  • Auf vorgeschriebenen Abstand beim Spielen und Sitzen achten
  • Auf gemeinsames Singen ist nach Möglichkeit zu verzichten, falls Singen zwingend erforderlich, unbedingt darauf achten, dass in die gleiche Richtung gesungen wird.
  • Kein gemeinsames Kochen und Essen
  • Toilettengänge / Räume verlassen: nur Einzeln und mit Mund/Nasenschutz

Eine Checkliste mit den wichtigsten Regeln um Überblick können Sie hier herunterladen:

Lebendig bleiben – nicht erstarren. Lot und seine Frau

Predigt zum Segnungsgottesdienst für Paare am 16.02.2020 in St. Otto

Als die Morgenröte aufstieg drängten die Engel Lot zur Eile: Auf nimm deine Frau und deine beiden Töchter, die hier sind, damit du nicht wegen der Schuld der Stadt hinweggerafft wirst.  Da er noch zögerte, fassten sie ihn, seine Frau und seine beiden Töchter an der Hand, weil der Herr mit ihm Mitleid hatte, führten ihn hinaus und ließen ihn erst draußen vor der Stadt los. Sie sagten: bring dich in Sicherheit, es geht um dein Leben. Sieh dich nicht um und bleib in der ganzen Gegend nicht stehen. Rette dich, sonst wirst du hinweggerafft….

Als die Sonne aufgegangen war und Lot in Zoar angekommen war, ließ der Herr auf Sodom und Gomorra Schwefel und Feuer regnen vom Himmel herab. ER vernichtete jene Städte von Grund auf  und die ganze Gegend und alles was auf den Feldern wuchs.Als Lots Frau zurückblickte, erstarrte sie zu einer Salzsäule.

nach Moses 19, 15-26

Eine ungewöhnliche Bibelstelle für einen Segnungsgottesdienst für Paare, nicht wahr?

Im Vorbereitungsteam haben wir uns in unseren Familien und Freundeskreisen umgehört. Warum dreht Lots Frau sich um? Und warum erstarrt sie dann zur Salzsäule? Einhellige Meinung: Na klar, das ist nun mal die Strafe für neugierige Frauen!

So klischeehaft wollten wir das nicht stehen lassen und haben noch eine andere Erklärungsmöglichkeit entdeckt.

Wir haben es bereits eingangs gehört. Das, was wir hier am Beispiel von Lot und seiner Frau hören, ist keine Mann-Frau-Geschichte. Kein Stereotyp: „So sind sie, die Frauen und Männer“. Sondern Lot und seine Frau stehen für zwei Möglichkeiten, mit Erinnerung und Verlust, mit Schmerz und Trauer umzugehen. Diese zwei Typen kennt jedes Paar. Durchaus in wechselnder Besetzung. Und diese zwei Verhaltensweisen kenne ich auch ganz tief in mir drin. Dazu brauche ich meinen Mann gar nicht!

Lot will, was war, was geschehen ist, was nicht zu ändern ist, hinter sich lassen. Neu anfangen! Keine Zeit verlieren! Vielleicht auch keine Energie verschwenden und sich mit aller Kraft dem Neuen zuzuwenden.

Seine Frau, von der wir leider keinen Namen kennen, ist da anders! Sie gibt, was war, nicht so schnell auf! Will die guten Zeiten, die sie in Sodom hatte, nicht so schnell abhaken. Will nach-spüren, nach-schauen, sich um-schauen. Das hat durchaus etwas sehr Wertschätzendes und Bewahrendes.

Doch das, was sie sieht, lässt sie nicht mehr los. Sie verharrt im Vergangenen. Die glücklichen Lebensphasen, von denen sie sich verabschieden muss. Die Zeit als unbekümmertes junges Liebespaar. Die Zeit als die Kinder zwar anstrengend waren, aber immer für Stimmung und Gesprächsstoff sorgten.

Verabschieden müssen wir uns auch von manch schwierigen Lebensphasen. Von erlittenem Schmerz und Enttäuschungen.

Das, was sie so gefangen nimmt, muss jedoch gar nicht so vernichtend sein, wie die Zerstörung Sodoms. Es sind die vermeintlichen Kleinigkeiten des Alltags. Wenn wir an alten Rollenbildern, an alten Bildern, die wir uns von einander gemacht haben, festhalten. „Da brauche ich gar nicht dran zu denken, das macht der nie! Das war schon immer so!“

Wenn wir in der Routine des Alltags feststecken. Wenn die Abläufe des Zusammenlebens vorhersehbar und einengend sind. Wenn kein Platz mehr ist für Fantasie und Leichtigkeit.

Aber vielleicht kommt Lots Frau auch nicht los von den Träumen und Zukunftsplänen, die jetzt nicht mehr realisierbar sind. Wir hatten doch so viel vor… wo ist die Zeit hin? Uns fehlt die Kraft.

Ihr Blick bleibt verhaftet in dem, was war oder schon immer so zu sein scheint.

Das Erstarren ist also vielleicht keine Strafe Gottes, sondern die Folge von Wehmut, Trauer, Enttäuschung und Unachtsamkeit, die mich bindet und nicht mehr loslässt.

Das Verbot, sich umzudrehen, kann dann auch als wohl gemeinter Schutz verstanden werden. Als Schutz davor, sich fest zu beißen. Warum kann es nicht so sein, wie damals? Als Schutz davor, sich in alten Routinen zu verfangen. Das haben wir doch immer so gemacht?!

Doch die Erstarrung muss nicht das Ende sein! Auch in der Natur kennen wir die Erstarrung. Wenn im Winter alles ruht. Wenn sich die abgeerntete Erde zurückziehen darf und Zeit bekommt, sich zu erholen. Wenn wir uns nach einer schweren oder anstrengenden Zeit für die Heilung zurückziehen dürfen. Dann kann Neues gedeihen!

Jetzt entscheidet sich, wie es Lot und seiner Frau weiter ergeht. Ob es gelingt, das, was war, zu verwandeln. Den Erinnerungen einen würdigen und liebevollen Platz in der neuen Situation zu geben. Das Erlebte im Guten wie im Schlechten als eine Kraft zu verstehen, die mich für das Neue, das da kommen soll, stark macht. Die Älteren kennen das sicherlich, wenn sie dankbar und vielleicht auch etwas wehmütig in alten Fotoalben blättern. Wissen um das, was sie erleben durften und geschafft haben. Und zugegebenermaßen: Auf manches davon würden wir gerne verzichten.

Für mich stecken in dieser Erzählung zwei wichtige Erfahrungen des Menschen. Jeder von uns, auch der Gerechteste, muss sich von Vertrautem, Liebgewonnenem und auch schlimmen Erfahrungen und Enttäuschungen lösen. Muss den Blick abwenden können. Das wird uns allen immer wieder geschehen.

Aber da ist auch die Rede von zwei Engeln, die Lot und seine Familie begleiten und zur Eile mahnen. Die schon da sind, als es beginnt brenzlig zu werden. Für mich heißt das:

Wir haben einen Gott, der uns aus den schwierigen Phasen unseres Lebens herausführen will! Der unseren Blick weiten will und uns in Bewegung bringt. Der nicht will, dass wir in einem gefühlten Niemandsland zwischen Abschied und Ankunft stecken bleiben.

Ob diese Engel nun Freunde sind, die die Krise des Paares erkennen und versuchen, sie durch Gespräche und gemeinsame Unternehmungen zu unterstützen. Ob es der eigene Partner ist, der sich traut, von Wünschen und Hoffnungen zu sprechen. Die er bisher nicht zu sagen wagte. Ob es die Paartherapeutin ist, die den Partnern hilft, die eignen Hemmschwellen im Übergang zu etwas Neuen anzuschauen.

Ich glaube, jeder von uns kennt solche Engel und durfte schon einmal so ein Engel sein.

Hier sitzen so viele Jahre an Lebens- und Beziehungserfahrung. Sie haben schon viele Hürden miteinander gemeistert. Haben immer wieder miteinander Schwung aufgenommen. Auch wenn Sie zwischenzeitlich glaubten, in eine Sackgasse geraten zu sein.

Lot und seine Frau sind zwei Teile desselben Themas. Im Zurückschauen können das Bewahrende, Wertschätzung und Verarbeitung liegen. Im Vorwärtsgehen liegen Kraft und Zuversicht, die Erschaffung von etwas Neuem. Sie sind das Yin und Yang der chinesischen Philosophie. Die sich nicht bekämpfen, sondern im Einklang miteinander

ihre Wirkung erzielen.

Wir kennen ja auch den Spruch: „Gegensätze ziehen sich an.“ Wenn sich diese vermeintlichen Gegensätze aber als gut und schlecht bewerten, kommt es zu einem Kampf, der uns erstarren lässt. Wir sind dann hin- und hergerissen und kommen nicht vom Fleck! Denn auch Lot kommt ins Stocken. Er rennt ja nicht einfach weiter. Er ist irritiert,

versucht sicherlich, seine Frau aus ihrer Fixierung zu befreien. Das Problem des einen

ist also immer das Problem des Paares!

Auch das kennen Sie aus Ihrer gemeinsamen Geschichte. Wir sind auf das schwächste oder sensibelste Glied in der Kette angewiesen. Wenn es uns aber gelingt, beide Seiten wert zu schätzen, beides zur Geltung kommen zu lassen. Wenn das, was war, sein darf und seinen rechtmäßigen Platz in der Geschichte des Paares oder des einzelnen bekommt, wird daraus ein Hin- und Her-Schwingen. Dann kommt Bewegung ins Spiel!

Dann wird es ein achtsamer Umgang mit den Bedürfnissen und Grenzen des anderen, der mich bereichert. Weil er etwas wahrnimmt, was ich nicht sehe. Die Lebendigkeit und Vielfalt unseres Lebens und unserer Paarbeziehung wird spürbar, und wir entdecken Bewegungsspielräume für Neues.

Von der amerikanischen Psychotherapeutin Virginia Satir stammt der Spruch: Wir kommen zusammen aufgrund von Gemeinsamkeiten und wir wachsen aufgrund von Unterschieden.

Und wenn es gut geht, hat uns Gott für geraume Zeit genau den Menschen an die Seite gestellt, an dem wir wachsen und mit dem wir beweglich bleiben dürfen.

Stefanie Dietze